Mogelpackung des Monats: Vitalis Früchtemüsli Dr. Oetker

Auch wenn die Flut der Sonderangebote auf Handzetteln oder in den Printmedien einen anderen Eindruck vermittelt, die Preise im Einzelhandel werden weiterhin kräftig erhöht. Nicht immer sind die Preissteigerungen für Sie als Verbraucher auf den ersten Blick zu erkennen.

03. März 2017 Mogelpackung des Monats März:  Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker

Die wenig schmeichelhafte Auszeichnung hat sich das Produkt redlich verdient. Denn der Hersteller Dr. Oetker hat nicht nur klammheimlich die Füllmenge von 600 auf 500 Gramm reduziert, sondern auch noch die Rezeptur „verschlimmbessert“. Zugesetzter Zucker und weniger Vollkorn werden als „verbesserte Rezeptur“ verkauft. Und dafür sollen Verbraucher nun 20 Prozent mehr zahlen? Einziger Lichtblick: der Verzicht aufs Aroma. Weiterlesen 

Alles über Mogelpackungen

Seit mehr als zehn Jahren pflegen wir eine bundesweit einzigartige Mogelpackungsliste mit versteckten Preiserhöhungen auf der Basis unserer eigenen Recherchen und vieler Hinweise aufmerksamer und verärgerter Verbraucher. Mit aktuell weit mehr als 500 Produkten beleuchtet die Liste unter Nennung der Namen von Produkt und Hersteller die Maschen der Anbieter.

Täglich ärgern sich viele Verbraucher, dass sie im Supermarkt hinters Licht geführt werden. Jeden Monat rücken wir eine Mogelpackung ins Rampenlicht und veröffentlichen diese als „Mogelpackung des Monats“ auch auf unserer Facebook-Seite.

Melden Sie uns Mogelpackungen! Wenn Sie Mogelpackungen bzw. versteckte Preiserhöhungen entdecken, freuen wir uns über eine E-Mail an ernaehrung@vzhh.de.

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Weitere Meldungen

20. Februar 2017: Füllmengenkarussell beim Waschmittel Ariel

Procter & Gamble füllt mehr Waschmittel in seine Ariel-Packungen – 18 Waschladungen beim Waschpulver und 20 beim Flüssigwaschmittel. Bislang waren es 14 bzw. 15 Waschladungen. Ein Grund zur Freude? Eher nicht, denn der Konzern hat in den zurückliegenden Jahren mehrmals die Füllmenge der Ariel-Packungen reduziert. Die neuen alten Packungsgrößen gingen 2012 bereits über die Ladentheken. Außerdem wurde der Preis in etlichen Geschäften überproportional erhöht, sodass das Waschmittel unterm Strich teurer wurde. Alle weiteren Informationen zu dieser versteckten Preiserhöhung. Weiterlesen 

23. Januar 2017 Evian Mineralwasser ist die Mogelpackung des Jahres 2016

Die Mineralwassermarke Evian von Danone Waters ist die Mogelpackung des Jahres 2016. Das haben über 23.000 Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden, die vom 4. bis 22. Januar 2017 bei unserer Online-Abstimmung mitgemacht haben und das Produkt mit einem Ergebnis von 38,3 Prozent unter fünf Kandidaten zum Sieger kürten. Auf dem zweiten Platz landeten mit 35,1 Prozent die Choco Crossies von Nestlé. Den dritten Rang erreichten abgeschlagen mit 10,1 Prozent die Crunchips von Lorenz Bahlsen Snack-World. Alle weiteren Informationen zum Ergebnis der „Wahl zur Mogelpackung des Jahres“.

Das Ergebnis mit Siegertreppchen

14. Dezember 2016: Milka schrumpft den Weihnachtsmann

Abbildung neuer weihnachtsmann mit 100g GewichtMondelez hat ganz pietätslos den Milka-Schokoladen-Weihnachtsmann „Alpenmilch“ geschrumpft: von jeweils 210, 130 und 60 Gramm im letzten Jahr auf 175, 100 und 50 Gramm! Das entspricht bis zu 23 Prozent weniger „Lebendgewicht“. Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent sind fällig.

Wir sagen es mal in drastischen Worten: Die Mondelez-Manager haben den Milka-Weihnachtsmann kaltblütig geköpft, eingeschmolzen, in eine neue, viel zu kleine Form gepresst und ihn auch noch in einen Lila-Mantel gesteckt. Diese Misshandlung ist ein Fall für die Weihnachtsmannrechtskommission! Mondelez darf nicht ungeschoren davonkommen.

Was sagt Mondelez zu unseren Vorwürfen? So richtig mit der Sprache rücken die Verantwortlichen nicht heraus. Kein Wort über die Diät des Weihnachtsmanns, nach der wir den Konzern gefragt hatten.

Doch wir sehen auch die vielen „Vorteile“ der Schrumpfkur, die Mondelez bestimmt für seine Kunden im Sinn hatte: weniger Mineralölrückstande, weniger Verpackungsmüll, weniger Zucker und damit weniger Speckröllchen, die nach Weihnachten abtrainiert werden müssen. Weiterlesen 

21. November 2016: King's Crown Tee: Günstiger – und doch teurer

Die Teebeutel-Sorten der Eigenmarke King's Crown von Rossmann scheinen günstiger geworden zu sein: Statt 99 Cent wie bis vor einigen Monaten kostet die Packung nur noch 89 Cent. Doch die vermeintliche Preissenkung entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als Preiserhöhung. Rossmann hat nämlich mit dem neuen Preis still und leise 5 Teebeutel aus der Packung genommen. Jetzt werden nur noch 20 statt wie bisher 25 Teebeutel verkauft und zwar bei allen 17 Sorten von King's Crown - so Rossmann. Unterm Strich entspricht das einer Preiserhöhung von 12 Prozent, über die sich viele Teetrinker bei uns beschwert haben.

Grüner Rooibostee vorher nachher

Domol Weichspüler: viel teurer durch neue Rezeptur?

Domol Weichspüler balsamAuch über den Weichspüler (s. Bild links; Bildquelle: Rossmann online) der Marke Domol – ebenfalls aus dem Hause Rossmann – haben sich Verbraucher wegen einer versteckten Preiserhöhung beschwert. Die einzelne Flasche enthält nur noch einen Liter Weichspüler; früher waren es 1,5 Liter. Bei einem identischem Preis von 0,99 Euro entspricht das einer Preiserhöhung von 50 Prozent!

Wir haben Rossmann nach dem Grund für den Preisanstieg gefragt. Man teilte uns mit: „Der neue „domol-Weichspüler“ im 1-Liter-Gebinde ist ein neues Produkt, bei dem höherwertige Parfüm-Öle und verbesserte Weichmacher zum Einsatz kommen. Die alte Rezeptur wurde damit abgelöst." Nachprüfen kann man das praktisch nicht. Und wir fragen uns, warum nicht einfach bei identischer Füllmenge der Preis erhöht wurde. Das wäre ehrlicher und für alle Käufer transparenter.

8. November 2016: Toblerone in Großbritannien mit weniger Gipfeln

Mondelez hat in Großbritannien ein Eigentor geschossen. Die Toblerone wurde von 400 auf 360 Gramm geschrumpft und wird für die Insel jetzt nur noch mit 9 statt wie bisher mit 12 Gipfeln produziert. Die Empörung ist groß und mal ehrlich, ein bisschen blöd sieht das schon aus. Liebe Mondelez-Manager, falls Sie in Deutschland ähnliches mit der Milka-Schokolade vorhaben sollten, hätten wir einen innovativen Vorschlag. Mit kleinen Guckfenstern könnte mal allerlei Späße treiben, oder?