Mogelpackung des Monats Juni: Evian von Danone Waters

Neue Evian FlascheDanone Waters hat bei dem Mineralwasser Evian eine drastische Preiserhöhung von rund 50 Prozent durchgesetzt, indem zum einen die Füllmenge reduziert und zum anderen der Preis im Supermarkt erhöht wurde. Warum aber soll das „Premiumwasser“ aus derselben Quelle plötzlich soviel mehr kosten? Die Erklärungsversuche von Danone sind wirklich verblüffend. Lesen Sie mehr zu dieser dreisten Mogelpackung. Weiterlesen 


Die Mogelpackungsliste

Seit mehr als zehn Jahren pflegen wir eine bundesweit einzigartige Mogelpackungsliste mit versteckten Preiserhöhungen auf der Basis unserer eigenen Recherchen und vieler Hinweise aufmerksamer und verärgerter Verbraucher. Mit aktuell weit mehr als 500 Produkten beleuchtet die Liste unter Nennung der Namen von Produkt und Hersteller die Maschen der Anbieter.

Täglich ärgern sich viele Verbraucher, dass sie im Supermarkt hinters Licht geführt werden. Jeden Monat rücken wir eine Mogelpackung ins Rampenlicht und veröffentlichen diese als „Mogelpackung des Monats“ auch auf unserer Facebook-Seite.

Wenn Sie unsere Arbeit zur Aufdeckung von Mogeleien und Schummeleien unterstützen möchten, spenden Sie hier online. Für uns ist jeder Beitrag eine Hilfe. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 


Weitere Meldungen

 4. Mai 2016: Mogelpackung des Monats Mai 2016: Lorenz Crunchips

Warum die Chipstüte jetzt schneller leer ist

die neue Tüte Crunchips mit nur noch 175g InhaltSie essen gerne Crunchips von Lorenz Bahlsen und haben sich in den letzten Tagen darüber gewundert, dass die Tüte irgendwie schneller leer gegessen war als noch vor ein paar Wochen? Dann schauen Sie mal auf den kleinen unscheinbaren „Eindruck“ mit der Füllmenge und dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Dort steht seit kurzer Zeit nicht mehr 200 Gramm, sondern 175 Gramm. Das Unternehmen hat also klammheimlich die Füllmenge seiner Chips-Packungen reduziert. Hier lesen Sie mehr über den Fall und warum, dieser versteckten Preiserhöhung wirklich schwer auf die Schliche zu kommen ist. Weiterlesen 

15. April 2016: Der Preistrick mit dem Füllmengenkarussell

Werbung auf der neuen Flasche der Waschmittelmarke SpeeErst geht's mehrfach runter, dann wieder rauf – statt 15 Waschladungen gibt es wieder 20, statt 200 Gramm Schokolade wieder 250. Doch hinter dem vermeintlichen Produktvorteil einer größeren Packung stehen deftige Preiserhöhungen, denen Verbraucher kaum auf die Schliche kommen. Wir zeigen Ihnen anhand aktueller Beispiele von Persil, Spee, Weißer Riese sowie Mars, wie die Hersteller zu ihren Gunsten an der Preischraube drehen. Lassen Sie sich nicht hinters Licht führen! Weiterlesen 

1. April 2016: Mogelpackung des Monats

Choco Crossies XXL: Alles doppelt, nur nicht der Inhalt

Packung der Choco crossies XXLDie Choco Crossies XXL von Nestlé sind unsere aktuelle Mogelpackung des Monats. XXL steht in diesem Fall für die Leere im Karton, denn Nestlé versucht mit einer doppelt so großen Verpackung mehr Inhalt vorzugaukeln. Wer jetzt meint, er bekäme auch doppelt so viel für sein Geld, der hat die Rechnung ohne Nestlé gemacht – statt 320 Gramm gibt es nur 260 Gramm „Knusperschokolade“. Packt man alles richtig aus, offenbart sich die ganze Misere. Geschätzt sind rund 50 Prozent der Packung reinste Luft. Zusätzlich haben wir in unserem Archiv nach „älteren“ Choco Crossies-Packungen gestöbert. Das Fazit: Es gab mal deutlich mehr „Knusperpralinen“ fürs Geld. Mehr zum Fall Choco Crossies: Weiterlesen 

16. März 2016: Schrumpfpackung Milasan

Versteckte Preiserhöhung beim Milasan Milchpulver: Die Anfangs- und Folgemilch von Milasan hat eine neue Rezeptur. Für Hersteller und Handel Grund genug, kräftig an der Preisschraube zu drehen: Zwar ist der Preis pro Packung zum Beispiel bei Rossmann in verschiedenen Filialen von 4,85 Euro auf 4,45 Euro oder sogar 4,25 Euro gefallen, die Füllmenge schrumpfte aber gleichzeitig von 800 auf nur noch 500 Gramm. Das Perfide: Die Packung scheint auf den ersten Blick gleich groß zu sein, denn die Größe der Schauseite blieb fast unverändert, nur die Tiefe der Packung wurde verringert. Versteckte Preiserhöhung: bis zu 46,8 Prozent!

Fotomontage mit alten und neuen Produkten

2. März 2016: Mogelpackung des Monats
Ariel Actilift – gar nicht sauber!

Alte und neue Flasche von Ariel ActiliftBei mindestens vier Waschmitteltypen der Marke „Ariel Actilift“ hat Procter & Gamble (P&G) die Füllmenge reduziert, der Preis im Handel blieb dagegen gleich. Verbraucher zahlen so bis zu 7 Prozent mehr fürs gleiche Produkt, obwohl der für die Waschmittelproduktion wichtige Rohstoff Erdöl eigentlich viel weniger kostet. Weiterlesen 

24. Februar 2016: Guhl gar nicht cool!

„25 % mehr Inhalt“ verspricht die Haarpflegemarke Guhl auf den Verpackungen ihrer Shampoos. Ein Grund zur Freude? Leider nicht! Denn für 50 ml mehr Shampoo in der Flasche sollen wir gleich 1 Euro obendrauf legen. So ist ein scheinbarer Produktvorteil doch tatsächlich eine versteckte Preiserhöhung. Laut unseren Recherchen sind alle Shampoo-Sorten von Guhl jetzt in größeren Flaschen erhältlich.

25. Januar 2016: Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson ist Mogelpackung des Jahres 2015

Creme Dosen von bebe in verschiedenen GrößenDie Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson ist Mogelpackung des Jahres 2015. Das haben 26.132 Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden, die vom 4. bis 22. Januar 2016 bei unserer Online-Abstimmung mitgemacht haben und das Produkt mit einem Ergebnis von 32,6 Prozent unter fünf Kandidaten zum Sieger kürten. Auf dem zweiten Platz landete mit 25,4 Prozent das Kaffeegetränk Tassimo Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts. Den dritten Rang erreichte mit 20,2 Prozent die Kopfsteherflasche Curry Ketchup von Heinz. Abgeschlagen auf Platz vier und fünf kamen die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive und der Herta Finesse Schinken von NestléWeitere Informationen zum Ergebnis der Wahl „Mogelpackung des Jahres“

9. Dezember 2015: Alles neu beim Garnier Shampoo? Nein, nur teurer!

Alter Wein in neuen Schläuchen – auch beim Shampoo! L'Oréal verpasst dem Shampoo „natural beauty“ der Marke Garnier den neuen Namen „Wahre Schätze“, dazu neue Bildchen und andere Werbesprüche. Man könnte meinen, es sei ein neues Shampoo. Aber die Ingredienzien-Liste ist exakt gleich! Neu oder doch nicht neu, auf jeden Fall um 20 Prozent teurer, denn statt 300 ml sind bei gleichem Preis nur 250 ml in der Flasche. Will L'Oréal seine Kunden für dumm verkaufen? Wir haben nachgefragt, aber keine Antwort erhalten…

Fotomonatage: Garnier Shampoo sieht aus wie ein neues Produkt, aber ist quasi das alte nur mit weniger drin jetzt weniger drin

1. Dezember 2015: Mogelpackung des Monats
Tassimo Latte macchiato - Jetzt mit Mogelmilch

Bild von tassimo Verpackung mit Banner "Jetzt mit Mogelmilch"Mogelmilch statt echter Milch im Latte macchiato – geht das? Nein! Deshalb ist der „Jacobs Latte macchiato classico“ der Marke Tassimo unsere Mogelpackung des Monats. Was es sonst noch an dem Produkt zu kritisieren gibt.  Weiterlesen 

8. November 2015: Weihnachtsdiät dank Bahlsen

Bahlsen meint es dieses Jahr gut mit uns. Die Weihnachtsvöllerei hat ein Ende, denn die verschiedenen Stollen von Bahlsen haben „abgespeckt“. Statt 500 Gramm gibt es nur noch 400 Gramm pro Packung. Auch die Weihnachtsdose lockt nicht mehr mit einem Berg von Weihnachtsgebäck: Statt 500 Gramm im letzten Jahr werden nun übersichtliche 300 Gramm verkauft.
Da es sich um Saisonartikel handelt, ist die Preiserhöhung schwer zu ermitteln. Auf Basis der Preise von Online-Händlern konnten wir für den Mohnstollen einen Preisanstieg von 42,7 Prozent berechnen. Bei der Geschenkdose waren es immerhin 25 Prozent. Der Hersteller Bahlsen, der zum Preis Auskunft geben könnte, schweigt auf unsere Anfrage hin lieber oder belässt es bei inhaltslosen Allgemeinplätzen wie „Der Preis für die diesjährige Dose wurde, diese Veränderungen berücksichtigend, festgelegt“.

Bahlsen: Fotomontage mit den Packungen, bei denen Preiserhöhungen durch Füllmengenreduzierungen durchgeführt wurdenn

23. Oktober 2015: Schrumpfpackungen bei Seeberger

„Weniger drin“ bei vielen Seeberger Snacks aus dem Trockenfrüchte- und Nuss-Sortiment:

Seeberger: Fotomontage mit den Packungen, bei denen Preiserhöhungen durch Füllmengenreduzierugnen durchgeführt wurdenn

Soweit wie immer, aber das Unternehmen hat uns versichert, dass der Handel auch die „alten“ größeren Packungen noch ordern kann. Und trotzdem stehen die kleineren Packungsgrößen im Regal – zum selben Preis versteht sich. Wer gibt uns Verbrauchern hier eins auf die Nuss? Seeberger oder vielleicht doch die Supermärkte und Drogerien? Weiterlesen 

 

25. September 2015: Mogelpackung des Monats
Heinz Ketchup – jetzt in der Schrumpfflasche

Statt 500 Milliliter gibt es nur noch 400 Milliliter in der Kopfsteher-Squeezeflasche – bei zum Teil sogar leicht höherem Verkaufspreis. Das macht unter dem Strich eine versteckte Preiserhöhung von bis zu 28 Prozent. Auch bei anderen Ketchup-Sorten hat Heinz getrickst und die Füllmengen reduziert. Doch das Unternehmen redet sich raus und veräppelt uns Verbraucher sogar noch mit einer 25 %-Gratis-Aktion. Weiterlesen 

20. September 2015 Lenor: Gericht stoppt irreführende Werbung

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble darf den konzentrierten Weichspüler seiner Marke Lenor nicht mehr mit dem herausgestellten Hinweis «+30 % mehr Wäschen pro Liter» bewerben. Das entschied das Landgericht Frankfurt am Main, nachdem wird das Unternehmen erst abgemahnt und dann verklagt hatten (Urteil vom 30. Juli 2015, Az. 2-03 O 19/15). Weiterlesen 

26. August 2015: Mogelpackung des Monats
Dentagard von Colgate Palmolive: An dm beißt sich der Biber die Zähne aus

beide Packungen (alt und neu) nebeneinanderDie Zahnpasta von Dentagard wird statt wie bislang in einer 100-ml-Tube nur noch im 75-ml-Gebinde verkauft – bei identischem Preis versteht sich. Eine deftige Preiserhöhung von 33,3 Prozent. Wir haben die Zahnpasta von Colgate-Palmolive daher zur Mogelpackung des Monats erklärt. Die Drogeriemarktkette dm will bei dieser Zahlentrickserei nicht mehr mitmachen. Was ist passiert? Weiterlesen 

18. August 2015: Ausgetrickst mit Twix

Bei der „Limited Edition“ Twix white von Mars Deutschland scheint auf den ersten Blick alles gleich. Wie beim Klassiker – nur in weißer Umhüllung und als vornehme Sonderedition. Ein Schnäppchen oder ein besonderes Angebot für treue Kunden? Leider nicht, die Riegel in weiß sind geschrumpft, von 25 Gramm auf 23 Gramm. Kaum erkennbar – die Gewichtsangabe auf der Packung ist im Falz versteckt! Teilweise ist der Verkaufspreis im Handel gegenüber dem Klassiker sogar noch höher, so dass Twix white unterm Strich bis zu 20 Prozent teurer ist. Fies, oder?

Bildkollage:  Twix white im Vergleich zum Klassiker Twix. Twix White enthält nur 23 g pro riegel statt 25 g enthält

17. Juli 2015: Mogelpackung des Monats

Bebe Kindercreme von Johnson & Johnson: Kleiner Spatz ganz schön teuer

Auf den ersten Blick hat sich an den Dosen der Bebe Zartpflege Kindercreme nichts geändert. Bis auf den Spatz, der „den Kleinen von seinen fröhlichen Entdeckungstouren“ erzählen soll. Doch der Piepmatz, der so unschuldig aussieht, hat's faustdick hinter den Ohren, denn mit ihm will der Konzern Johnson & Johnson von einer gewaltigen Preiserhöhung ablenken. Weiterlesen 

1. Juni 2015: Mogelpackung des Monats
Kaffeekapseln von Lidl: Viel Luft, viel Müll und wenig Kaffee

So luftig wie noch nie: 52 g (!) Kaffee in einer Schachtel so voluminös wie ein normales Päckchen Kaffee mit 500 g. Dazu ohne Ende Verpackungsmüll. Deshalb ist diese Luftpackung mit den Kaffeekapseln Azzurro Lungo „Bellarom” von Lidl unsere Mogelpackung des Monats. Weiterlesen 

7. Mai 2015: Knorr Ketchup: Mehr Nachhaltigkeit, weniger drin, Preis gleich

Knorr Tomatenketchup enthält jetzt nur noch 430 ml statt vorher 500 ml – bei gleichem Preis. Das entspricht einer Preiserhöhung von 16,3 %. Die verarbeiteten Tomaten seien nachhaltiger geworden, so Unilever. Aber muss mehr Nachhaltigkeit mit weniger Inhalt einhergehen? Wir finden: Wenn schon Preiserhöhung, dann klar und sofort erkennbar. Die Antworten von Unilever auf unsere Fragen. Weiterlesen 

Alte und neue Ketchup Flasche von Knorr nebeneinander mit Aufzählung der Veränderungen

10. April 2015: Maggis Mogelmaschen

Nestlé hat bei der Marke Maggi tief in die Trickkiste gegriffen: Ein Teller weniger Suppe, Carbonara jetzt ohne Schinken, Soße geschrumpft - und das alles zum gleichen Preis. Laut Nestlé in besserer Qualität. Wie finden Sie das? Ist das Mogeln oder bewundern Sie die Zauberkünstler bei Maggi? Weiterlesen 

fotomontage von verschiedenen Maggi Produkten vorher nahchher

19. März 2015 Mars: Mehr Schokoriegel zu noch höherem Preis

Die Mars Riegel gibt es jetzt im 6er statt wie bisher im 5er Pack. Feine Sache, oder? Das „Geschenk“ müssen Verbraucher und Verbraucherinnen aber teuer bezahlen, denn die neue größere Packung kostet deutlich mehr als die Alte, z. B. bei Rewe statt 1,79 Euro jetzt 2,49 Euro pro Packung. Das entspricht – trotz einem Riegel mehr – einer Preiserhöhung von 16 Prozent. Wer an der Preisschraube tatsächlich gedreht hat, bleibt aber unbekannt: Denn die Einzelhändler legen die Preise fest, der Hersteller ist für die Packungsgrößen verantwortlich. Letztendlich ist es auch egal, die Zeche müssen sowieso die Verbraucher bezahlen.

Fotomontage mit alter und neuer Mehrfachpackung von Mars jetzt 6 statt 5 Riegel, aber trotzdem teurer

15. Februar 2015: Jetzt auch bei Katzenfutter: weniger drin, Preis gleich!

Warum soll es denn Katzenliebhabern besser ergehen als anderen Verbrauchern? Auch beim Katzenfutter werden versteckt die Preise erhöht. Bei der Marke „Sheba“ sind jetzt bei vielen Sorten in den kleinen Schalen statt wie bisher nicht mehr 100 g, sondern nur noch 85 g drin. Selbstverständlich ist der Preis von z. B. 0,49 Euro bei Edeka gleich geblieben. Damit ist etwa die „Sauce Speciale mit Kalbshäppchen“ um 18 Prozent teurer geworden. Legt man die neuen Fütterungshinweise des Herstellers zugrunde – 3 Dosen täglich aufgrund der Schrumpfpackung statt wie bisher 2,5 Dosen – benötigt man über 180 Packungen mehr pro Jahr. Das ergibt unterm Strich knapp 100 Euro Mehrkosten pro Katze und Jahr! Aber wir vermuten jedem Katzenfreund ist sein Haustier lieb und teuer. Auf unsere Anfrage schickte uns Mars Petcare folgende Stellungnahme.
Katzenfutter von sheba nur noch 85 g statt 100 g bei gleichem Preis

31. März 2015: Mogelpackung des Monats

Moment mal - Weniger drin, Preis gleich bei "Gerolsteiner moment"

"Entspannen & Genießen" verspricht Gerolsteiner auf den Getränken der Reihe "Gerolsteiner moment". Nach Entspannung wird vielen Käufern dieses Getränks aber nicht zu Mute sein, denn Gerolsteiner hat indirekt den Preis kräftig durch Füllmengenreduzierung erhöht.  Weiterlesen 

24. Februar 2015: Mogelpackung des Monats: Pampers - das Verschwinden der Windeln geht weiter

Kein Scherz - Pampers did it again! Schon wieder hat Procter & Gamble Windeln aus den Pampers-Packungen verschwinden lassen. Die letzte versteckte Preiserhöhung liegt gerade mal ein Jahr zurück. Pampers ist daher unsere Mogelpackung des Monats Februar. Wir haben mal nachgerechnet, was diese versteckten Preiserhöhungen für die Geldbeutel junger Eltern bedeuten. Weiterlesen 

28. Januar 2015: Unsere aktuelle Mogelpackung des Monats
Iglo - gerührt, verführt, verärgert

Aus Iglo „Viva Italia!“ wurde „Gerührt & Verführt“ und bei uns hagelte es Verbraucherbeschwerden. Zwei neue Iglo-Nudelgerichte von Iglo sind daher unsere Mogelpackung des Monats. Statt 500 gibt es nämlich nur noch 350 Gramm der Tiefkühlkost bei gleichem Preis: Fast 50 Prozent mehr kosten die Iglo-Produkte in ihren neu gestalteten Verpackungen. Wie mit klangvollen Namen und aufgefrischtem Design Kasse gemacht wird... Weiterlesen 

12. Januar 2015: Wahl zur Mogelpackung des Jahres 2014 abgeschlossen
Pampers ist Mogelpackung des Jahres 2014

Ihre Meinung war gefragt - Sie haben entschieden! Mit knapp 30 Prozent aller Stimmen geht die zweifelhafte Auszeichnung an Pampers. Alle Infos zu den Ergebnissen und den Kandidaten. Weiterlesen

4. Dezember 2014: Mogelpackung des Monats
Nestlé: Sechs ist weniger als Fünf

Sechs statt fünf Schokoriegel bekommen die Verbraucher jetzt beim Kauf von Lion oder Nuts im Mehrfachpack von Nestlé. Und das zum selben Preis. Klasse, oder? Doch Nestlé zeigt, dass Sechs weniger als Fünf sein kann. Unsere Mogelpackung des Monats. Weiterlesen

10. November 2014: Mogelpackung des Monats
Zahlenakrobatik mit Lenor

Procter & Gamble preist seinen neuen Weichspüler Lenor „Superkonzentrat” mit dem Etikett „+30 % mehr Wäschen" an. Doch die vermeintlich gute Nachricht entpuppt sich auf den zweiten Blick als eine versteckte Preiserhöhung. Unsere Mogelpackung des Monats. Weiterlesen

17. Oktober 2014: Mogelpackung des Monats
Wo ist der Mozzarella?

Der Becher mit dem "Mozzarella di latte die Bufala" der Marke Galbani ist auf den ersten Blick sehr ansprechend. Ein Berg Mozzarella Kugeln läßt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen, man freut sich auf eine große Portion. Doch wer die Packung öffnet, den erwartet gähnende Leere. Weiterlesen

17. September 2014: Mogelpackung des Monats
Oops! ... Henkel did it again

Erst vor einem halben Jahr hatten wir zahlreiche Produkte der Waschmittelmarken Persil, Weißer Riese und Spee zu unserer Mogelpackung des Monats gekürt. Nun sind wir erneut bei Waschmitteln von Henkel fündig geworden. Diesmal geht es um Großpackungen. Weiterlesen

11. August 2014: Mogelpackung des Monats
Leer wie Leerdammer!

Wenn Leerdammer so weiter macht, sind die Käsepackungen bald leer. Denn: Der Hersteller, die Bel Deutschland GmbH, hat den Inhalt verschiedener Käsesorten wie „Leerdammer Original“, „Leerdammer Caractère“, „Leerdammer Léger Caractère“ und „Leerdammer Delacrème“ reduziert – bei unveränderten Preisen versteht sich. Weiterlesen 

4. Juli 2014: Mogelpackung des Monats
Minis jetzt zum Mega-Preis

Nestlé hat den Inhalt seiner Schokoladenprodukte „Smarties Mini“, „KitKat Mini“ und „Lion Mini“ kräftig reduziert – und die Preise natürlich unverändert gelassen. Weiterlesen 

9. Mai 2014: Mogelpackung des Monats
Was für ein Käse!

Viel Karton, viel Plastik und viel Luft, aber eine sehr überschaubare Menge an Back-Camembert hat der Discounter Netto im Sortiment. Die Prestige Camembert Herzen von Bayernmilch sind daher unsere Mogelpackung des Monats Mai. Weiterlesen 

1. April 2014: Mogelpackung des Monats
Abgefrühstückt von Kellogg's!

Das ist leider kein Aprilscherz. Kellogg's hat den Inhalt seiner „Kellogg's Corn Flakes Die Originalen“ und „Kellogg's Special K Classic“ kräftig reduziert. Die deftige Füllmengenreduzierung bei gleich bleibendem Preis dürfte vielen Menschen das Frühstück vermiesen. Weiterlesen 

28. Februar 2014: Mogelpackung des Monats
Keine saubere Sache!

Zahlreiche Produkte der Waschmittelmarken Persil, Weißer Riese und Spee sind daher unsere Mogelpackung des Monats März. Henkel hat sowohl bei Pulver- als auch Flüssigwaschmitteln mit unveränderten Preisen im Handel die Füllmengen und damit die möglichen Waschladungen von 16 auf 15 reduziert. Weiterlesen 

4. Februar 2014: Mogelpackung des Monats
Pampers: So'n Schiet!

Unsere Mogelpackung des Monats Februar 2014 sind die Windeln der Marke Pampers. Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat erneut bei unveränderten Preisen die Füllmengen seiner Windelpackungen reduziert. Dabei liegt die letzte versteckte Preiserhöhung dieser Art erst ein Jahr zurück. Weiterlesen 

7. Januar 2014: Mogelpackung des Monats
MitteLeerKüche von Iglo

Unsere Mogelpackung des Monats Januar ist die „Mittelmeerküche“ von Iglo – eine neue Produktlinie mit tiefgefrorenen Gemüsezubereitungen. In den Packungen ist deutlich weniger drin als bei vielen anderen Produkten der Marke Iglo. Nämlich nur noch 350 Gramm, so dass der Karton „halb leer“ aussieht. Andere Produkte der Marke Iglo enthalten in ähnlich großen Packungen in der Regel 480, 500 oder als Promotion sogar bis zu 528 Gramm Gemüse. Weiterlesen 

4. Dezember 2013: Mogelpackung des Monats
Haribos mit Zensurbalken

„Mogelpackung des Monats“ im Dezember ist der Color-Rado-Mix von Haribo. Bei der To-Go-Variante, die es in Automaten in Bahnhöfen oder Krankenhäusern in kleinen Tütchen in Sondergröße gibt, wurde einfach die Füllmenge von 100 Gramm auf 85 Gramm bei identischem Preis reduziert. Weiterlesen 

1. November 2013: Mogelpackung des Monats
Milka mogelt

„Mogelpackung des Monats“ im November 2013 sind die Pralinés von Milka, die zum Beispiel als „I love Milka“ oder „Alles Gute“ verkauft werden. Statt 125 Gramm wie bisher sind nur noch 110 Gramm in jeder Verpackung. Weiterlesen 


Zusammenfassung früherer Untersuchungen

Auch wenn die Flut der Sonderangebote auf Handzetteln oder in den Printmedien einen anderen Eindruck vermittelt, die Preise im Einzelhandel werden weiterhin kräftig erhöht. Nicht immer sind die Preissteigerungen für Sie als Verbraucher auf den ersten Blick zu erkennen. 

Seit Jahren beobachten wir eine Masche im Handel und bei den Herstellern von Lebensmitteln und anderen Produkten. Wir nennen sie: weniger drin, Preis gleich. Oder deutlicher: versteckte Preiserhöhung.

Wir erklären Ihnen, wie das Ganze funktioniert: Kunden haben sich an den Preis eines Produktes gewöhnt, sagen wir 2,99 Euro. Statt sie jetzt durch eine nominale Preiserhöhung, sagen wir auf 3,49 Euro, vom Kauf abzuhalten, wird die Preiserhöhung verschleiert, indem bei gleichem Preis weniger Inhalt in die Packung gegeben wird. Manchmal ist es auch der Handel, der eine Preissenkung des Herstellers nicht an die Verbraucher weiter gibt.

Ergebnisse im Überblick 


Mai 2013
Bahlsen schneidet sich ein „ein Stück vom Kuchen ab

Bei den verschiedenen Sorten des bekannten Fertigkuchens „Comtess“ des Herstellers Bahlens fehlen seit einigen Wochen 50 Gramm. Bisher waren 400 Gramm in einer Packung, jetzt sind es nur noch 350 Gramm. Der Preis im Supermarkt bleibt derselbe, was einer versteckten Preiserhöhung von knapp 15 Prozent entspricht.

Als Begründung hat sich Bahlsen was Nettes einfallen lassen: Zum einen seien die Rohstoffkosten gestiegen. Zum anderen sei den Verbrauchern die 400-Gramm-Packung des leckeren Kuchens zu groß gewesen, sie hätten häufig nicht verzehrte Reste weggeworfen, erklärt Bahlsen einer Verbraucherin, die sich über die versteckte Preiserhöhung bei der Firma beschwert hatte. Deshalb komme Bahlsen dem Kundenwunsch nach und verringere das Füllgewicht. Ein Schelm, der dabei Böses denkt...

10. April 2013
Pampers – voll in die Hose

Weniger drin, Preis gleich: Pampers schießt den Vogel ab. Waren 2006 noch 47 Windeln in einer Packung, sind es heute nur noch 34. Über einen Zeitraum von sieben Jahren verringerte der Hersteller Procter & Gamble nach und nach die Füllmenge: Von 47 Windeln im Jahr 2006 auf  44 bis 2009, 40 bis 2012, 37 bis 2013 und heute 34 Windeln.

Macht Procter & Gamble so weiter, ist die Packung in 20 Jahren leer. Als besonders ärgerlich für Familien mit wenig Zeit zum Einkaufen, empfinden wir, dass die Packung jetzt vier Tage früher leer ist als vor sieben Jahren.

27. August 2012
Unilever will zukünftig günstigere Kleinpackungen verkaufen – ein Taschenspielertrick?

Unilever will „mehr günstigere Kleinpackungen statt nur teure Premium-Produkte“ anbieten und beruft sich zur Begründung auf die Krise in der EU und die wachsende Armut, so der Europa-Chef des Unternehmens Jan Zijderveld in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (FTD). Wenn die Leute ärmer sind und weniger Geld für einen Einkauf ausgeben, müsste eben die Waschmittelpackung auch kleiner sein, so der Unilever-Chef. Doch was ist, wenn es dadurch für die Armen in Wahrheit teurer wird? The poor pay more?

Denn bei geringeren Füllmengen in Verpackungen ist nach unseren Erfahrungen genaues Hinschauen geboten. Unsere Untersuchungen zeigen, Füllmengenreduzierungen sind bisher fast immer mit versteckten Preiserhöhungen verbunden. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Produktion von Kleinpackungen in der Regel kostenintensiver ist, zum anderen werden die Konzerne nicht freiwillig auf Marge verzichten.

Gerade in Krisenzeiten lassen sich Verbraucher von einem geringen Packungspreis zum Kauf verleiten, ohne zu überprüfen, wie teuer die Ware tatsächlich ist (Grundpreis). Vor allem Menschen mit einem begrenzten Budget für ihren Wocheneinkauf greifen nach den scheinbar günstigen Kleinpackungen, weil diese auf den ersten Blick das Portemonnaie weniger belasten. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Ratenkauf. Ein teures Produkt wird finanzierbar, wenn es in Raten bezahlt wird. Doch ist der Ratenkauf generell immer teurer als der Sofortkauf. Bekannte Marken können dieses Prinzip übernehmen, weil gerade bei ihren Produkten eine hohe Kundenbindung besteht.

Auch wenn in Deutschland bisher die Tendenz zu Kleinpackungen noch nicht besonders ausgeprägt ist, liegt das Papier schon in der Schublade, um es bei einer Rezession herauszuholen – allerdings ohne finanzielle Vorteile für Verbraucher. In Spanien und Griechenland wird die Kleinpackungsoffensive nach Angaben der FTD schon erfolgreich angewandt. Um das klarzustellen: Wir begrüßen prinzipiell das Angebot von Kleinpackungen, beispielsweise für Singles oder Senioren als Ergänzung zu Normalpackungen. Wir lehnen es aber ab, wenn die Produkte nur dazu genutzt werden, um versteckt die Preise zu erhöhen.

Übrigens: Auch der Konzern Mars Inc. hat vor kurzem Füllmengenreduzierungen angekündigt – aus gesundheitlichen Gründen. Packungen sollen zukünftig nicht mehr als 250 kcal beinhalten, das bedeutet für einige Produkte eine Füllmengenreduzierung. Dass die Abgabepreise an den Handel entsprechend angepasst werden, ist von dem Konzern nicht zu hören. Damit könnte das Unternehmen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Höhere Preise und ein besseres Gesundheitsimage.

Wir raten Verbrauchern: Vergleichen Sie immer genau den Grundpreis, damit Sie nicht auf Mogelpackungen hereinfallen!



Die Mogelmasche: Weniger drin, Preis gleich

In den letzten sieben Jahren haben wir den Markt immer wieder kritisch unter die Lupe genommen. Ausgewählte Ergebnisse dieser Untersuchungen können Sie den folgenden Übersichten entnehmen.

März 2012: Preisunterschiede bei Markenlebensmitteln

Nach zahlreichen Beschwerden verärgerter Verbraucher haben wir die Verkaufspreise von 18 Marken­lebens­mitteln bei 10 verschiedenen Einzelhändlern untersucht und Erstaunliches festgestellt. Je nach Füllmenge, die von Händler zu Händler variiert, konnten wir Preisunterschiede von bis zu 50 Prozent ausfindig machen – und das bei scheinbar gleichem Verkaufspreis pro Packung  Der Einzelhandel und die Lebensmittelindustrie arbeiten offenbar Hand in Hand, um gezielt zu verhindern, dass Sie sich als Verbraucher ein klares Bild vom Preis eines Produkts machen können.

Markenlebensmittel: Gesamtauswertung der Untersuchungsergebnisse mit Bildern (Stand 28.03.2012)

Markenlebensmittel: Gesamtübersicht des Preisvergleichs (Stand 28.03.2012)

Oktober 2011: Versteckte Preiserhöhungen bei Waschmitteln

Wir haben Waschmittel unter die Lupe genommen und sind fündig geworden. Unsere Stichprobenuntersuchung hat allein 24 versteckte Preiserhöhungen durch Füllmengenreduzierung bei den führenden Markenherstellern zu Tage gebracht.

Waschmittel: Tabelle mit versteckten Preiserhöhungen durch weniger Inhalt bei stabilem Preis

April 2011: Inflation in kleineren Tüten

Zwei Jahre nach Freigabe der Füllmengen durch die EU geht die Schummelei nach dem Motto „Weniger drin, Preis gleich“ weiter. Gerade in den letzten Monaten erreichten uns besonders viele Verbraucherbeschwerden.

Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise suchen etliche Unternehmen offenbar ihr Heil in diesem Trick. So liegt der Grundpreis für das Persil Flüssigwaschmittel um mehr als 11 Prozent höher, weil die Füllmenge von 1,5 Liter auf 1,35 Liter bei gleichem Preis reduziert wurde. Bei den Süßigkeiten Mars Minis wurde die Füllmenge von 235 Gramm auf 221 Gramm verringert, was einer Preiserhöhung von gut 6 Prozent entspricht.

Wir befürchten mit steigender Inflation eine Zunahme dieser Mogelpackungen. Um preisstabil zu erscheinen werden die höheren Preise in kleineren Packungen versteckt.

April 2011: Der Trick mit der neuen Sorte

Ein weiterer Trend geht dahin, dass neue Sorten vieler Markenartikel mit geringerer Füllmenge und ähnlicher Aufmachung wie die Standardsorten angeboten werden. So gibt es seit Anfang April von Unilever die neue Margarine „Rama Unwiderstehlich!“ im 400-Gramm-Becher. Gegenüber der Standardsorte Rama mit 500 Gramm ist sie bei gleichem Packungspreis um 25 Prozent teurer. So genannte Schwellenpreise sollen bei Produkteinführungen nicht überschritten werden. Verbrauchern wird auf diese Weise suggeriert, dass das neue Produkt genauso teuer ist wie das bekannte. Die Zusammensetzung der Produkte unterscheidet sich oft nur marginal, z.B. etwas mehr Saft, etwas weniger Zucker oder etwas weniger Fett.

Ganz schwierig wird es für Verbraucher, Füllmengenreduzierungen auf die Schliche zu kommen, wenn Produkte ein Comeback feiern. So wie aktuell die Yes Torty von Nestlé: War es bis 2003 im 38-Gramm-Pack erhältlich, sind es im April 2011 nur noch 32 Gramm.

Neue Sorten: Tabelle mit besonders auffälligen Produkten

September 2010: Mogelpackungen der 2. Generation

Jetzt haben wir die ersten Produkte im Handel entdeckt, bei denen der Trick „Weniger drin – Preis gleich“ wiederholt bei ein- und demselben Produkt angewendet wurde. So reduzierte der Hersteller Procter & Gamble bei den Pringles Chips innerhalb von vier Jahren die Füllmenge von 200 Gramm über 170 Gramm auf aktuell 165 Gramm. Der Packungspreis blieb entweder gleich oder stieg in diesem Zeitraum bei etlichen Händlern sogar noch von 1,59 Euro auf 1,99 Euro an. Die Preiserhöhung kann sich dadurch auf insgesamt 52 Prozent belaufen. Auch bei Marken wie Nivea, Calgonit und Somat wurden wiederholt versteckte Preissteigerungen entdeckt.

Wir nennen diese mehrstufigen Preissteigerungen Mogelpackungen der zweiten Generation. Vor allem Markenprodukte fallen nutzen diesen Trick und setzen so das Vertrauen ihrer Kunden aufs Spiel.

2. Generation: 10 Beispiele für mehrstufige Mogelpackungen

September 2010: Mehr drin, aber übermäßig teuer

Es werden immer mehr Produkte angeboten, bei denen die Füllmenge zwar erhöht wird, der Preis dazu aber überproportional steigt. So gibt es aktuell das Spülmittel Ultra Palmolive in 600-Milliliter-Packungen statt wie bisher mit 500 Millilitern, beworben auf dem Etikett „Neu + 20 % mehr Inhalt“. Der Preis stieg bei Rossmann von 0,85 Euro auf 1,65 Euro, was einer Preiserhöhung von 62 Prozent entspricht.

Mehr-drin-Produkte: Liste mit Beispielen für „Mehr drin, aber übermäßig teurer



Ist das legal?

Preiserhöhungen sind nicht verboten, es gilt Vertragsfreiheit. Wohl aber sind Mogelpackungen gesetzwidrig. Was im rechtlichen Sinne darunter fällt, ist oft schwierig festzustellen. Es gelten eichrechtliche Grundsätze, wonach die Packung mit der Reduzierung der Füllmenge schrumpfen muss und ein Hersteller nicht zu viel Luft in der Verpackung lassen darf. Doch wann diese Fälle im rechtlichen Sinne zur Mogelpackung werden, ist nur im Einzelfall bestimmbar.

Was soll man als Kunde tun, hilft der Grundpreis?

Tatsächlich ist der Packungspreis für Preisvergleiche letztlich uninteressant. Der Grundpreis hilft nur teilweise weiter, da er vom Handel nicht immer vorschriftsgemäß ausgezeichnet wird. Wir haben bei Supermarktbegehungen oft festgestellt, dass der Grundpreis fehlt, fehlerhaft oder unleserlich klein am Regal steht. In kleineren Geschäften, Kiosken oder an Automaten werden Sie gar keine Grundpreise finden.

Zusätzlich werden Defizite im Vollzug festgestellt. Seit der ersten Reform im Jahr 2000 sind die Eichbehörden nicht mehr für die Überprüfung der Grundpreise zuständig. In jedem Bundesland kümmert sich eine andere Behörde um die Überprüfung – oder auch nicht, denn Statistiken liegen dazu nicht vor. Verstöße gegen die Pflicht zur Grundpreisauszeichnung werden immer noch als Kavaliersdelikte angesehen.

Eine weitere Tücke: Der Grundpreis wird gesetzlich nur für Gewichts- und Volumenangaben verlangt. Für Produkte, die pro Stück abgegeben werden, etwa Feuchttücher und Toiletten­papier, ist er nicht vorgeschrieben.

Melden Sie uns Mogelpackungen!

Wenn Sie eine Schokolade mit 90 Gramm, eine Milch mit 0,4 Liter oder Mogelpackungen bzw. versteckte Preiserhöhungen entdecken, freuen wir uns über eine E-Mail an ernaehrung@vzhh.de.



EU-Lizenz zum Mogeln

Einen gewissen Schutz vor den Machenschaften der Hersteller bot bis April 2009 noch die Tatsache, dass für einige Produkte feste Verpackungsgrößen vorgeschrieben waren. Doch seit 11. April 2009 sind fast alle verbindlichen Mengenvorgaben für Lebensmittel entfallen, denn es wurde eine EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt.

Bis dahin konnten bestimmte Erzeugnisse in Fertigpackungen nur in den für sie festgelegten Füllmengen verkauft werden. Milch zwischen 0,5 und 1 Liter beispielsweise durfte nur in Fertigpackungen mit 0,5 Liter, 0,75 Liter und 1 Liter Inhalt in den Handel gehen. Diese festen Größeneinheiten für Milch, Wasser, Limonade, Fruchtsäfte, Zucker und Schokolade sind wegen des EU-Gesetzes weggefallen. Nur bei Wein, Sekt und Spirituosen bleiben feste Nennfüllmengen erhalten.

Schlagabtausch mit EU-Kommissar
EU-Kommissar Günter Verheugen warf uns am 16. September 2009 „Mogelei mit der angeblichen EU-Lizenz zum Mogeln“ vor und sagte, viele der in unserer Liste aufgeführten Produkte hätten gar nichts mit der ab April 2009 EU-bedingten Freigabe der Verpackungsgrößen zu tun. Doch hier baut der Kommissar einen Popanz auf. Denn wir haben niemals behauptet, dass alle in der Liste aufgeführten Produkte auf die EU-Liberalisierung zurückgehen. Vielmehr führen wir die Liste bereits seit Jahren, also lange vor der Freigabe der Verpackungsgrößen durch die EU.

Unsere Kritik
Unser Kritikpunkt war und ist: Durch die seit April 2009 geltende Freigabe der Verpackungsgrößen für Milch, Wasser, Limonade, Fruchtsaft, Zucker und Schokolade wird der Mogelei jetzt auch für wichtige, viel gekaufte Lebensmittel und Grund­nahrungs­mittel Tür und Tor geöffnet. Die Europäische Union gibt eine Lizenz zum Mogeln! Die Freigabe der Füllmengen ist aus Sicht der meisten Konsumenten verbraucherunfreundlich und erschwert den täglichen Einkauf. Eine Rücknahme der Freigabe ist daher dringend geboten.

Das schöne Beispiel Eis
Was anderenfalls passiert, zeigt die Entwicklung in Sachen Eis. Es war bis zur ersten EU-Reform im Jahr 2000 üblich, Eis in Fertigpackungen von 1000 Millilitern anzubieten. Seit der Reform sinken die Füllmengen stetig und 1-Liter-Packungen sind nur noch selten zu finden. Stattdessen bieten viele Markenartikler Verpackungen mit 900 Millilitern oder gar nur noch 850 Millilitern an.



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Markenlebensmittel: Gesamtauswertung der Untersuchungsergebnisse mit Bildern (Stand 28.03.2012)

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Stand vom Montag, 6. Juni 2016

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