Pampers Windeln von Procter & Gamble sind Mogelpackung des Jahres 2014

Stand: 27.01.2015

Pampers Windeln sind die Mogelpackung des Jahres 2014. Auf die Windeln von Procter & Gamble entfielen 29,3 Prozent der Verbraucherstimmen. 4.116 Verbraucherinnen und Verbraucher nahmen an unserer vom 15. Dezember 2014 bis 8. Januar 2015 durchgeführten Online-Abstimmung teil. Fünfmal in den letzten acht Jahren wurde die Anzahl der Windeln pro Pampers-Packung reduziert, von ursprünglich 47 Stück, über 44, 40, 37, 34 auf aktuell 31 Stück.

Der zweite Platz geht mit 23,5 Prozent der Stimmen an die Käsemarke „Leerdammer“, bei der ebenfalls wiederholt die Füllmenge reduziert wurde. Es folgen die „Hafertaler mit Schokolade“ von Continental Bakeries als Luftpackung mit 18,3 Prozent auf Platz drei, und knapp dahinter mit 16,5 Prozent die Mehrfachpackung Lion, ein Schokoladenriegel aus dem Hause Nestlé, bei dem besonders subtil die Füllmenge bei gleichem Preis reduziert wurde. Am wenigsten Stimmen erhielt mit 14,4 Prozent die „Mittelmeerküche Toscana“ von Iglo, bei der zu viel Luft in der Packung war.

Wir freuen uns über das große Interesse der Verbraucher. Und bleiben natürlich auch in diesem Jahr weiter am Ball. Denn die Flut der Verbraucherbeschwerden reißt nicht ab. Unsere Mogelpackungsliste umfasst aktuell 94 Seiten mit geschätzt weit mehr als 500 Produkten und wird fast ausschließlich mit Beschwerden von Verbrauchern bestückt.

Unsere Forderungen

Wir fordern Hersteller und Handel auf, Verbraucher nicht mit versteckten Preiserhöhungen hinters Licht zu führen. Die Politik muss aus unserer Sicht einen gesetzlichen Rahmen schaffen, der solche Mogelpackungen nicht zulässt. Denn das Eichrecht ist wenig verbraucherfreundlich.

  • Packungen müssen grundsätzlich voll befüllt sein und nur in Ausnahmefällen sollte maximal 30 Prozent Luftanteil möglich sein.
  • Wer die Füllmenge verringert, sollte die Packungsmaße mindestens um denselben Prozentsatz reduzieren müssen, so dass die Reduzierung für Verbraucher optisch wahrnehmbar ist. Füllmengenangaben sollten verbindlich auf der Schauseite stehen.
  • Einrichtung einer offiziellen Liste im Internet, in der Hersteller Füllmengenreduzierungen vor Einführung im Handel anzeigen müssen.