Vorsicht vor nachsenden.info & Co: Kein offizieller Service der Deutschen Post
Nachsendeauftrag für sechs Monate gestellt und plötzlich sollen Sie über 100 Euro bezahlen? Wie dubiose Drittanbieter Verbraucher und Verbraucherinnen in die Kostenfalle locken. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie unbedingt achten sollten und welche Seiten problematisch sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Drittanbieter wie nachsenden.info verlangen für einen Nachsendeauftrag oft mehr als 100 Euro für sechs Monate, während derselbe Service bei der Deutschen Post nur 31,90 Euro kostet.
- Die Seiten mit einem Nachsendeservice wirken offiziell (gelber Header, Briefkasten-Symbol), werden aber von privaten Firmen betrieben und haben keine direkt Verbindung zur Deutschen Post.
- Um Kostenfallen zu vermeiden, sollte man Nachsendeaufträge immer direkt über die offizielle Website der Deutschen Post (deutschepost.de) buchen.
Wer bei Google oder einer anderen Suchmaschine mit Begriffen wie „Nachsendeauftrag“ oder „Post nachsenden“ sucht, stößt schnell auf Seiten wie nachsenden.info oder nachsendeauftrag-service.de. Auf den ersten Blick wirken die Websites seriös. Sie sind mit gelbem Header im Stil offizieller Internetseiten der Post gehalten. Doch der Eindruck täuscht: Der Service ist kein Angebot der Deutschen Post.
Tatsächlich handelt es sich um Portale von Drittanbietern, die Ihre Daten nur an die Deutsche Post weiterleiten – und dafür zusätzliche Gebühren verlangt. Oft kostet die Dienstleistung mehr als 100 Euro für ein halbes Jahr. Bei der Deutschen Post kommen Sie deutlich günstiger weg. 31,90 Euro zahlen Sie beim Original für den privaten Nachsendeservice mit einer Laufzeit von sechs Monaten. Eine Nachsendung für ein ganzes Jahr bietet die Deutsche Post gar nicht an.
Welche Internetseiten bieten überteuerte Nachsendeaufträge an?
Webseiten, bei denen Sie fürs Nachsenden Ihrer Briefe deutliche höhere Preise zahlen als bei der Deutschen Post, sind zum Beispiel:
- nachsendeauftrag-direkt.com von der DPS Digital Post Service GmbH, Krefeld (129,90 Euro Euro für 6 Monate und 169,92 Euro für 12 Monate)
- nachsendeauftrag.services von Clearpost Services Trading FZCO, Dubai (129,90 Euro für 6 Monate und 169,92 Euro für 12 Monate)
- nachsendeauftrag-service.de von DPO Postservice UG, Berlin (129,90 Euro für 6 Monate)
- nachsenden.info von der OPS Online Post Service GmbH, Berlin (127,02 Euro für 6 Monate und 167 Euro für 12 Monate)
- nachsendezentrale.de von DNZ Nachsende UG, Frankfurt am Main (77,94 Euro für 6 Monate und 95,88 Euro für 12 Monate)
- postnachsendeservice.de von NetServeX, Berlin (137,40 Euro für 6 Monate und 237,60 Euro für 12 Monate)
So erkennen Sie offizielle Nachsendeangebote
Damit Sie nicht in eine Kostenfalle tappen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:
- Gehen Sie direkt zur Website der Deutschen Post (deutschepost.de), wenn Sie einen Nachsendeauftrag beantragen wollen.
- Achten Sie auf Werbeanzeigen in Suchmaschinen – diese sind in der Regel mit „Anzeige“, „Gesponsert“ oder „Werbung“ gekennzeichnet.
- Prüfen Sie das Impressum: Ist ein gewerblicher Anbieter genannt, lieber Finger weg.
- Lesen Sie die AGB sorgfältig, bevor Sie einen Auftrag abschließen.
- Nutzen Sie die Angebote alternativer Dienstleister bewusst – z. B. Citipost oder PIN Mail – nur über deren offizielle Websites.
Ein Nachsendeauftrag sollte einfach, sicher und kostengünstig sein. Lassen Sie sich nicht von professionell gestalteten Drittanbieter-Seiten täuschen. Wer den Nachsendeauftrag direkt bei der Deutschen Post stellt, spart bares Geld. Speichern Sie sich am besten die offizielle Website der Deutschen Post für Nachsendeaufträge: https://shop.deutschepost.de/nachsendeservice
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