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Pressemitteilung vom 29. Juli 2026

Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlicht Jahresbericht 2025

Transparenz und Aufklärung im Fokus

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Darin wird deutlich: Das Bild des „mündigen Verbrauchers“ – gut informiert, kritisch und rational entscheidend – ist in der Realität ohne weitere Unterstützung schwer umsetzbar. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat daher auch im vergangenen Jahr recherchiert, beraten, informiert und aufgeklärt, um Hamburgerinnen und Hamburger zu selbstbestimmteren Marktteilnehmenden zu machen.

„Verbraucherinnen und Verbraucher können nur dann gute Entscheidungen treffen, wenn sie Produkte und Dienstleistungen anhand objektiver Kriterien verstehen, bewerten, vergleichen und ihre Rechte durchsetzen können“, betont Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch solche Offenheit liegt selten im Interesse der Anbieter. Hier setzt die Arbeit der Verbraucherzentrale Hamburg an. Fast 120.000 Kontakte zu Verbraucherinnen und Verbrauchern, über 4,1 Millionen Besuche auf www.vzhh.de und fast 50.000 Zugriffe auf die bereitgestellten Legal-Tech-Angebote konnte die Verbraucherzentrale im Berichtsjahr verzeichnen und sich zudem einigen Schwerpunkten widmen:

Fake-Shops: Betrugsprävention

Betrügerische Online-Shops, die mit günstigen Angeboten locken und Vorkasse verlangen, sind eine wachsende Gefahr. Die von der Verbraucherzentrale Hamburg geführte Liste fragwürdiger Online-Shops wurde 2025 über 500.000-mal aufgerufen und half Verbraucherinnen und Verbrauchern, Betrug zu erkennen.

Finanzcoaching für Frauen: Intransparente Kosten aufgedeckt

Ein Marktcheck zu Finanzangeboten für Frauen zeigte: Nur sechs von 15 Anbieterinnen nannten die Kosten ihrer Angebote transparent. Bei weiteren vier waren die Preise nur teilweise auffindbar, und eine Anbieterin versteckte die Information, dass das Hauptangebot – ein Mentoring – einen mittleren vierstelligen Betrag kostet. Fünf Anbieterinnen machten keinerlei Angaben zu Kosten. 

PFAS in Pfannen: Unerwünschte Chemikalien im Haushalt

PFAS, potenziell gesundheitsschädliche Chemikalien, werden in Antihaftbeschichtungen eingesetzt – ohne Deklarationspflicht. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg zeigte: In vier von sechs untersuchten Pfannen waren hohe Mengen organischen Fluors enthalten. 

Ratenkredite: Kosten und Nebenkosten im Blick

Mit einem neuen Online-Service können Verbraucherinnen und Verbraucher seit Anfang 2025 ihren Zinssatz mit dem marktüblichen Zins vergleichen. Das Tool zeigt nicht nur die tatsächlichen Kosten des Kredits, sondern auch, ob die Rate in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen steht.

Mogelpackung des Jahres: Saftmenge halbiert 

Der Granini Trinkgenuss Orange ist die »Mogelpackung des Jahres 2024«. Bei der von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführten Wahl entfielen fast die Hälfte der über 32.000 abgegebenen Stimmen auf das Produkt der Eckes-Granini Deutschland GmbH. Der Hersteller hat im Frühjahr 2024 die Rezeptur des beliebten Saftes verändert, die Menge des Orangensaftes pro Flasche halbiert und durch Zuckerwasser ersetzt. Trotzdem hat der Handel den Verkaufspreis beibehalten. 

Der vollständige Jahresbericht 2025 ist auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg abrufbar. 

Die Verbraucherzentrale Hamburg wird gefördert aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Justiz und Verbraucherschutz


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.