Warmwasser clever nutzen und Kosten sparen
Ob beim Duschen, Händewaschen oder Geschirrspülen, warmes Wasser ist im Alltag selbstverständlich. Doch die Erwärmung benötigt viel Energie und kann die Haushaltskasse erheblich belasten. Dabei lässt sich der Verbrauch oft schon mit einfachen Mitteln senken. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg hin. Neben kleinen Veränderungen im Alltag können auch technische Anpassungen helfen, langfristig Kosten zu sparen.
Weniger Warmwasser, dreifache Ersparnis
Wer weniger Warmwasser verwendet, spart gleich dreifach: bei der Energie für dessen Erwärmung, beim Frischwasser und bei den Abwassergebühren. Kürzeres Duschen und ein sparsamer Umgang mit warmem Wasser reduzieren den Verbrauch unmittelbar. Wassersparende Armaturen wie Perlatoren an Wasserhähnen oder Sparduschköpfe wirken sich ebenfalls positiv auf die benötigte Wassermenge aus und lassen sich meist ohne größeren Aufwand nachrüsten.
„Schon kleine Veränderungen im Alltag können sich auf der nächsten Abrechnung bemerkbar machen“, erklärt Tristan Jorde von der Verbraucherzentrale Hamburg.
Auf die Anlagentechnik kommt es an
Für Eigentümerinnen und Eigentümer lohnt sich auch ein Blick auf die vorhandene Anlagentechnik. Bei zentralen Anlagen wird das Wasser an einer Stelle im Gebäude erwärmt und über Leitungen verteilt. Dezentrale Geräte wie Durchlauferhitzer erwärmen es dagegen direkt an der Entnahmestelle.
Welche Lösung wirtschaftlicher ist, hängt vom Warmwasserbedarf und den örtlichen Gegebenheiten ab. Für größere Haushalte mit hohem Verbrauch kann eine zentrale Anlage sinnvoll sein, insbesondere in Verbindung mit moderner Heiztechnik und erneuerbaren Energien. Bei geringem Bedarf oder langen Leitungswegen können dezentrale Geräte Vorteile bieten, da Speicher- und Verteilverluste entfallen.
Effiziente Technik spart Energie
Bei zentralen Systemen können Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen die Erwärmung des Wassers unterstützen. In den Sommermonaten kann Solarenergie bis zu 100 Prozent der Trinkwassererwärmung übernehmen, während die Heizungsanlage pausiert.
Haushalte mit veralteten elektrischen Durchlauferhitzern sollten diese durch moderne, elektronisch geregelte Geräte ersetzen. Diese passen ihre Wärmeabgabe automatisch an den tatsächlichen Bedarf an und liefern schneller die gewünschte Wassertemperatur. Ein elektronischer Durchlauferhitzer verbraucht im Vergleich zu einem hydraulischen Gerät zehn bis 20 Prozent weniger Strom.
Wärmeverluste vermeiden
Wer Warmwasser zentral bereitstellt, sollte auf eine sehr gute Dämmung von Speicher, Leitungen und Armaturen achten. Denn je höher die Temperatur und je länger das Wasser in den Leitungen vorgehalten wird, desto größer sind die Energieverluste.
Auch Zirkulationsleitungen, die warmes Wasser im Haus ständig verfügbar halten, verursachen Wärmeverluste und benötigen zusätzlichen Strom. Ein bedarfsgerechter Betrieb kann auch hier helfen, Energie zu sparen.
„Da manche Maßnahmen mit höheren Investitionen oder baulichen Anpassungen verbunden sind, lohnt sich eine unabhängige Beratung“, betont Jorde.
Hinweis: Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg unterstützt Ratsuchende mit unabhängiger und individueller Beratung zum Thema Warmwasser. An der Telefonhotline der Hamburger Energielotsen unter (040) 24832-250 können Interessierte Montag und Dienstag von 9 bis 18 Uhr sowie Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 16 Uhr Auskunft erhalten und Beratungstermine vereinbaren. Das Beratungsangebot ist für Hamburger Haushalte kostenlos. Weitere Informationen unter www.vzhh.de/energieberatung.
Über die Energieberatung: Die Energieberatung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Durch die Übernahme des Eigenkostenanteils für Beratungen durch die Stadt Hamburg sind alle Beratungen im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ für Hamburger Haushalte kostenfrei. Die Beratungen werden von der Energieberatung der Verbraucherzentrale durchgeführt. Die Telefonhotline der Hamburger Energielotsen wird ebenfalls von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die „Hamburger Energielotsen“ sind eine Kooperation von ZEBAU GmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung und der Handwerkskammer Hamburg und werden von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert.
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