Wohnungseigentümergemeinschaften: Energie sparen leicht gemacht
In vielen Wohnanlagen steckt enormes Potenzial zur Energieeinsparung. Für Wohnungseigentümergemeinschaften ist die Umsetzung jedoch oft komplex: Mehrere Eigentümerinnen und Eigentümer müssen sich auf Maßnahmen und Zeitpläne einigen, technische Fragen klären und rechtliche Rahmenbedingungen beachten. Hier kann eine Beratung helfen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Initialberatung deckt Potenziale und Schwachstellen auf.
- Der Schlüssel für eine nachhaltige Sanierung einer Immobilie liegt in der Gebäudehülle.
- Für nahezu jede Maßnahme gibt es Förderungen oder Zuschüsse.
Gerade wenn die Aufgaben groß erscheinen, hilft eine Initialberatung. Sie zeigt, wo die größten Schwachstellen liegen, welche Maßnahmen sinnvoll kombiniert werden können, und welche Förderungen verfügbar sind. So wird aus einer komplexen Aufgabe ein klarer Plan. Die Verbraucherzentrale berät Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG).
Gebäudehülle und Heizungsanlage
Im Tausch der Heizungsanlage liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Sanierung. Gleichzeitig lohnt sich der Blick auf die Gebäudehülle, also Dämmung, Fenster und Türen. Eine gute Dämmung reduziert Wärmeverluste erheblich und senkt Heizkosten. Sie sorgt zudem für angenehmere Temperaturen im Sommer wie im Winter, steigert den Immobilienwert und verbessert den Schallschutz. Entscheidend ist, dass nach der Sanierung der Gebäudehülle die Heizlast sinkt und damit eine kleinere Heizung mit geringerer Leistung eingebaut werden kann. Das wirkt sich positiv auf Betriebs- und Investitionskosten aus.
Fenster, Türen und Außenwände
Kleine Schwachstellen mit großer Wirkung: Undichte Fenster und Türen verursachen bis zu 20 Prozent Wärmeverlust. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Tausch von Fenstern und Türen als Einzelmaßnahme.
Geld sparen und das Klima schützen: Die Fassade verursacht bis zu 30 Prozent Wärmeverlust. Eine Dämmung lohnt sich und kann als Einzelmaßnahme vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden.
Jetzt Termin vereinbaren
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet für WEG eine kompetente, neutrale und kostengünstige Unterstützung bei energetischen Sanierungsvorhaben. Ob Haustechnik, Heizungstausch oder Dämmung – wir helfen Ihrer WEG, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nutzen Sie unsere Online-Anmeldung.
So läuft eine WEG-Beratung exemplarisch ab:
Schritt 1 / Technisches Update per Video-Beratung: Ihr Beirat oder Ihre Hausverwaltung klären die technischen Gegebenheiten und legen den Fokus der Beratung auf ein bis zwei Themen:
- Haustechnik/Stromverbrauch
- Sanierung/Gebäudehülle
- Heizungstausch
- Photovoltaik
Schritt 2 / Vor-Ort-Termin mit Bericht: Wir kommen vorbei – mit einem klaren Blick auf Ihr Problem und schicken Ihnen anschließend einen Ergebnisbericht.
Schritt 3 / Sie haben die Wahl: Bei Bedarf besprechen wir die Ergebnisse mit dem Beirat oder der Hausverwaltung nach.
Schritt 4 / Ergebnisse auf den Punkt: Bei Bedarf präsentieren wir die Ergebnisse direkt in Ihrer WEG-Versammlung: verständlich, kompakt und lösungsorientiert.
Den individuellen Ablauf Ihrer Beratung stimmen wir mit Ihnen persönlich ab.
Erneuerbare Energien mitdenken
Auch Solarthermie, Photovoltaik und Batteriespeicher können Teil des Sanierungskonzepts sein. Selbst erzeugter Strom ist oft günstiger als Netzstrom und steigert die Unabhängigkeit von den Preisen der Stromanbieter.
Förderung nutzen
Für nahezu jede Maßnahme gibt es Förderungen oder Zuschüsse. Die größte Herausforderung bleibt jedoch, die energetische Sanierung Schritt für Schritt zu planen und gemeinsam umzusetzen. Wir unterstützen WEG dabei – von der Dämmung bis zur Haustechnik.
Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg
Die Beratung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Durch die Übernahme des Eigenkostenanteils für Beratungen durch die Stadt Hamburg sind alle Beratungen im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ für Hamburger Haushalte kostenfrei. Die Beratungen werden von der Energieberatung der Verbraucherzentrale durchgeführt.
Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird ebenfalls von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die „Hamburger Energielotsen“ sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung und der Handwerkskammer Hamburg und werden von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert.