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Mit diesen Tipps sparen Sie schnell Energie

Heizung, warmes Wasser und Strom kosten eine Stange Geld und reißen angesichts steigender Preise immer größere Löcher in die Haushaltskasse. Neben dem geplanten Entlastungspaket der Bundesregierung sollten Sie auch selbst versuchen, weniger Energie zu verbrauchen. Das nützt Ihrem Geldbeutel und dem Klima. Unsere Tipps helfen weiter.

Vater spielt mit Sohn auf Fußboden
Stand: 22.04.2022

Die gestiegenen Energiepreise reduzieren manch eine Haushaltskasse auf Klingelbeutel-Maße. Bei der Kostendebatte wird schnell klar, dass die preiswerteste und auch umweltverträglichste Energie die ist, die gar nicht erst verbraucht wird. So lassen sich allein durch die Vermeidung von Stand-by-Verlusten zahlreicher Elektrogeräte die Stromkosten im Durchschnitt um rund 75 Euro pro Jahr senken. Auch in anderen Bereichen kann mit wenig Aufwand viel gespart werden: bei der Beleuchtung, beim Kochen und Waschen, der Anschaffung von neuen Kühl- und Gefriergeräten und nicht zuletzt beim Heizen. Wir haben zahlreiche Tipps für Sie zusammengestellt, damit Ihnen die laufenden Kosten nicht davon galoppieren.

Heizen und Lüften

Das Heizen schlägt beim häuslichen Energieverbrauch am stärksten zu Buche. Nicht selten treiben veraltete Heizkessel die Kosten zusätzlich in die Höhe. Eine Modernisierung der Heizungsanlage ermöglicht auch den Wechsel der Heizenergie, der nicht nur unter finanziellen, sondern auch unter umweltrelevanten Aspekten sinnvoll sein kann. Doch auch ohne Austausch oder Erneuerung kann bewusstes Heizen zu merklichen Einsparungen führen:

  • Jedes Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu sechs Prozent Heizkosten. Im Schlafzimmer reicht eine Temperatur von 17 Grad, im Wohnzimmer kommt man auch mit 20 oder 21 Grad klar. Bei automatischen Einstellungen der Heizung lohnt sich eine Überprüfung, ob die Temperatur über Nacht gesenkt werden kann.
  • Geschlossene Vorhänge, Roll- oder Fensterläden verhindern das Eindringen kalter Außenluft. Achten Sie darauf, dass Fugen an Fenstern und Türen ordentlich abgedichtet sind.
  • Die Heizung sollte außerdem möglichst frei stehen. Lange Vorhänge oder zu dicht platzierte Möbel können bis zu 20 Prozent Wärme „schlucken“.
  • Kurzes Lüften (längstens 10 Minuten) auf Durchzug bringt ausreichend frische Luft und hält die Wärmeverluste gering. Öffnen Sie dafür alle Fenster weit und schließen sie diese anschließend wieder. Dieses Stoßlüften wiederholen Sie mehrmals täglich. Bei Dauerlüftung per Kippfenster heizen Sie zum Fenster hinaus.

Beleuchtung

  • Energiesparlampen und erst recht Glühbirnen und Halogenlampen sind technisch überholt und teilweise sogar schon verboten. LED-Lampen sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, verbrauchen aber bis zu 90 Prozent weniger Strom und halten wesentlich länger.
  • Zur Info: Die herkömmliche Glühlampe verwandelt 95 Prozent ihrer Energie in Wärme und nur 5 Prozent in Licht um.
  • Für den Ersatz der alten Leuchten müssen Sie erstmal tief in die Tasche greifen, denn LED-Lämpchen kosten zwischen 3 und 10 Euro, aber trotzdem lohnt sich der Ersatz, denn: Eine 60-Watt-Glühlampe, die drei Stunden am Tag leuchtet, kostet ungefähr 24 Euro Strom im Jahr. Eine LED-Lampe nur rund 2 Euro. Zudem sollte sie mindestens 10.000 Stunden halten.

Stand-by-Verluste

  • Unterschätzen Sie nicht die Höhe der Energieverluste, die allein durch den Stand-by-Verbrauch entstehen. Jedes Elektrogerät, das über 8.000 Stunden im Jahr am Netz ist und einen Stand-by-Verbrauch von beispielsweise 8 Watt hat, verbraucht im Jahr rund 70 Kilowattstunden Strom.
  • Alte Geräte haben zum Teil einen noch höheren Stand-by-Verbrauch. Am besten Sie messen den Verbrauch mit einem Strommessgerät oder benutzen im Zweifel lieber eine schaltbare Steckerleiste. Seit 2011 ist der Stand-by-Verbrauch bei Neugeräten gesetzlich auf 1 Watt begrenzt und seit 2012 sogar auf maximal 0,5 Watt.

Gut zu wissen

Wegen der hohen Energiekosten plant die Bundesregierung ein Entlastungspaket für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Die geplanten Maßnahmen sollen frühestens am 1. Juni 2022 greifen. Dazu gehören beispielsweise eine einmalige Sonderzahlung für alle einkommenssteuerpflichtigen Angestellten, ein Zuschuss zum Kindergeld und ein 9-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Personennahverkehr.

Elektrogeräte

  • Beim Neukauf elektrischer Geräte orientieren Sie sich am besten an deren Energieverbrauch. Dabei helfen Ihnen die sogenannten Energieeffizienzklassen.
  • Die seit September 2021 gültigen Energieeffizienzklassen A bis G geben an, wie sparsam die Geräte sind.
  • Auf den Labeln finden Sie auch einen QR-Code, der einen Zugang zu weiteren Produktinformationen bietet. 
  • Tipp für den Alltag: Kühlgeräte sollten nicht neben dem Herd oder der Heizung stehen. Und stellen Sie heiße Speisen oder Getränke erst im abgekühlten Zustand in den Kühlschrank. Zudem sollte die Tür des Geräts nicht zu lange offen stehen.

Herde

  • In letzter Zeit werden überwiegend Herde mit Ceranfeld gekauft. Diese sind sparsamer als die herkömmlichen Herde mit Kochplatten. Herde mit Induktionsfeldern sind noch sparsamer als Ceranfelder. Aber: Durch energiebewusstes Kochen können Sie mehr Energie einsparen als durch einen Neukauf.
  • Jeder Topf hat seine Platte: Das Kochgeschirr sollte zum Durchmesser der Kochplatte passen (bei Induktionsherden gibt es häufig eine Topferkennung). Außerdem gehört natürlich auch der geeignete Deckel auf jeden Topf.
  • Bereits vor Ende des Kochvorgangs können Sie die Herdplatten ausschalten und die Restwärme nutzen.
  • Mit Schnellkochtöpfen lassen sich bis zu 50 Prozent Energie und Zeit sparen.

Waschmaschine

  •  Bei Spül- und Waschmaschinen wie auch bei Trocknern gilt: Beladen Sie die Maschine möglichst voll.
  • Ein 60-Grad-Waschgang verbraucht rund halb so viel Energie wie eine Partie Kochwäsche. Mit einem 30-Grad-Waschgang sparen Sie rund 30 Prozent an Energie im Vergleich zur 40-Grad-Wäsche.
  • Waschen Sie Ihre Wäsche bei 30°C statt bei 40°C. Für das Waschergebnis ist das egal, denn die Waschmittel reinigen heute schon sehr gut bei niedrigen Temperaturen.

Warmwasser

  • Hände und Zähne werden auch mit kaltem Wasser sauber!
  • Nehmen Sie lieber eine Dusche statt ein Bad. Die Energiekosten für ein Vollbad sind rund viermal so hoch wie für eine Dusche. Gerade für Warmwasser wird viel Energie benötigt.

Forderungen der Verbraucherzentralen

Doch alleine durch Sparmaßnahmen werden viele Menschen die hohen Energiekosten nicht in den Griff bekommen. Die Verbraucherzentralen fordern daher, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit gezielten Maßnahmen entlastet und besser geschützt werden.

Bücher und Broschüren