Energielabel: Aus A wird D

Für Elektrogeräte gilt eine neue Energieverbrauchskennzeichnung. Statt der bekannten A+++ bis D sind Waschmaschinen, Kühlschränke & Co jetzt mit einer Einteilung von A bis G gekennzeichnet. Die neuen Kennzahlen stellen die Effizienzunterschiede transparenter dar als die Vorgänger, da sie das Nutzerverhalten besser widerspiegeln.

Frau steht vor offenem Kühlschrank

Das Wichtigste in Kürze

  1. Seit dem 1. März 2021 gibt es eine neue Energieverbrauchskennzeichnung von A bis G für Elektrogeräte. Die A+-Klassen fallen weg.
  2. Das neue EU-Energielabel gilt für Waschmaschinen, Waschtrockner, Geschirrspüler, Kühlgeräte, Monitore und TV-Geräte.
  3. Leuchtmittel sollen ab November 2021 mit dem neuen Label gekennzeichnet werden. Klimageräte, Backöfen und Warmwasserbereiter folgen ab 2022.
Stand: 02.03.2021

Die einheitliche Kennzeichnung aller Geräteklassen von A bis G ersetzt die unübersichtlichen Bezeichnungen A+, A++ und A+++. Zusammen mit der Neueinstufung der Geräte werden Effizienzunterschiede künftig transparenter dargestellt. Einen Mehrwert für Verbraucher bieten die neu berechneten Kennzahlen für den Energie- und Wasserverbrauch, da sie das Nutzerverhalten besser widerspiegeln. Die oberste Effizienz-Klasse A wird bislang noch von keinem Gerät erreicht. Dies soll Hersteller einen Anreiz bieten, noch effizientere Produkte zu entwickeln.

Verwirrung ist vorprogrammiert

Bis zum 18. März haben die Händler Zeit, die Produkte in ihren Geschäften mit den neuen Labeln auszuzeichnen. Das gilt auch für den Online-Handel. Gerade in dieser Übergangsphase kann die Umstellung auf das neue Label zu Verwirrung führen, da die Geräte durchweg in schlechtere Klassen eingruppiert sind. So können sich zum Beispiel Kühlschränke, die vorher die Bestklasse A+++ erreicht haben, jetzt in der Klasse E wiederfinden. Gleichzeitig wurden auch die Methoden zur Messung des Energieverbrauches umgestellt. Das kann dazu führen, dass der angegebene Jahresenergiebarf zwischen dem alten und neuen Label abweicht. Bis die neue Kennzeichnung etabliert ist, erschwert sie unter Umständen also sogar die Kaufentscheidung.

Auf den neuen Labeln finden Verbraucher jetzt auch einen QR-Code, der einen Zugang zu weiteren Produktinformationen bietet. Mit Hilfe einer App sollen so verschiedene Geräte auf Basis der Effizienzklassen miteinander vergleichbar sein. So ist zum Beispiel die Wasch- und Geschirrspülzeit für das Programm angegeben, welches dem angegebenen Stromverbrauch zugrunde liegt.

Vor dem Kauf auf den Energieverbrauch achten

Beim Kauf eines Gerätes auf dessen Energieverbrauch zu achten, lohnt sich durchaus: In der Regel werden sie über viele Jahre im Haushalt genutzt, sodass sich der Verbrauch auf Dauer spürbar in der Stromrechnung niederschlägt.

Unser Rat

Fragen zu Energielabel, energieeffizienten Haushaltsgeräten oder Stromverbrauch beantworten Ihnen gerne die Hamburger Energielotsen am Telefon unter (040) 24832-250. Dort können Sie sich auch für einen Basis-Check anmelden, bei dem unsere Energieberater Ihren Stromverbrauch genauer unter die Lupe nehmen. Beachten Sie auch unsere weiteren Energie-Check-Angebote.

Über die Energieberatung

Die Energie-Checks sowie die persönlichen Beratungen der Verbraucherzentrale Hamburg werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ sind die Energie-Checks für Hamburger Haushalte kostenfrei.

Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die Hamburger Energielotsen sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.

 

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