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Geldanlage: Was Frau wissen muss

Altersvorsorge geht alle an – egal ob Frauen oder Männer. Nur ist für Frauen die Ausgangslage oft eine andere: Sie arbeiten mehr in Teilzeit als Männer, widmen sich häufiger der Kinderbetreuung und zahlen daher weniger in die Rentenkasse ein. Mitunter wird Frauen auch nachgesagt, ihnen fehle die Risikobereitschaft oder das Wissen für Entscheidungen am Finanzmarkt. Immer mehr Finanzdienstleistungen richten sich daher gezielt an Frauen. Viele sind sehr, sehr teuer – und ihr Nutzen ungewiss.

Frau hält ihr Kind auf dem Arm

Das Wichtigste in Kürze

  1. Geldanlage bleibt Geldanlage – egal ob Mann oder Frau. Allerdings ist die Ausgangslage bei Frauen oft schlechter als bei Männern.
  2. Finanzcoachings wollen Frauen die Angst vor dem Finanzmarkt nehmen. Oft werden dort jedoch nur Grundlagen thematisiert, auf persönliche Bedarfe wird nicht eingegangen.
  3. Die Angebote halten häufig nicht das, was sie versprechen.
  4. Einen Einstieg ins Thema erhalten Interessierte beim Vortrag „Geldanlage für Frauen“ am 18. Oktober in der Verbraucherzentrale.
Stand: 25.08.2022

Der Gender-Pay-Gap beschreibt die Lohnlücke oder das geschlechtsspezifische Lohngefälle zwischen Männern und Frauen. Noch immer erhalten Frauen in Deutschland einen geringeren durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn als Männer. Zudem ist die Lebensarbeitszeit von Frauen rund vier Jahre kürzer als die der Männer.

Dass Männlein und Weiblein also unterschiedliche Voraussetzungen für die Altersvorsorge mitbringen, hat jetzt auch die Finanzbranche erkannt. Immer mehr Dienstleistungen richten sich ganz gezielt an Frauen. Nur leider halten nicht alle Angebote, was sie in bunten Broschüren und wohlklingenden Anzeigen versprechen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und um welche Angebote Sie besser einen großen Bogen machen.

Finanzcoachings genau unter die Lupe nehmen

Finanzcoachings von Frauen für Frauen liegen im Trend. Mit speziellen Kursen soll Frauen die Angst vor der Geldanlage genommen werden. In den Kursen geht es häufig nur um Grundlegendes: Wie viel Geld muss ich beiseitelegen, um meine Rentenlücke zu schließen? Oder wie investiere ich in Aktien oder Fonds? Doch Vorsicht: Die Coachings sind oft teuer, Preise und Leistungen nicht transparent. Frauen geben in den Kursen meist mehr Geld aus als bei einer Honorarberatung, ohne jedoch individuell beraten worden zu sein.

Das sollte man beachten

  • Grundlagen selbst aneignen. Wir raten dazu, sich Basiswissen selbst anzueignen. Wir bieten dafür auf unserer Internetseite, in zahlreichen Broschüren und Büchern, Beratungen oder Vorträgen kostenlos oder gegen ein Entgelt hilfreiche Informationen an. Mit diesem Wissen können Sie sich eine Vielzahl von Coachings sparen.
  • Die Qualifikation prüfen. Wie lange ist eine Beraterin schon tätig? Welche Qualifikation bringt sie mit? Hat sie eine Finanzausbildung? Eine gute Finanzberatung fragt immer nach der persönlichen Situation der Kundin und ihren Lebensplänen.
  • Nur Angebote mit transparenten Kosten und Leistungen nutzen. Seriöse Finanzberatungen und -coachings machen ihre Kosten transparent. Verschleiern Anbieterinnen ihre Preise, deutet das darauf hin, dass es sich um ein unseriöses Angebot handeln könnte.
  • Die Preise verschiedener Kurse miteinander vergleichen. Auch bei Beratungsleistungen empfiehlt sich ein Preisvergleich. Denn das erste Angebot ist nicht immer das beste. Wir beraten Sie gerne, ob der Preis für ein Coaching angemessen ist. Eine gute Richtschnur sind die Preise für eine klassische Honorarberatung. Sehr viel mehr als 200 Euro sollte eine Stunde Finanzberatung aus unserer Sicht nicht kosten.
  • Gesetzliche Vorgaben müssen eingehalten werden. Echte Finanzanlagenvermittlung ist strengstens reguliert und muss gesetzliche Vorgaben erfüllen. So müssen Anlagevermittler und Honorarberater ein entsprechendes Gewerbe anmelden und eine Berufshaftpflicht abschließen, die für Beratungsfehler entschädigt. Dienstleister, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, dürfen auch keine konkreten Anlagetipps geben.

Welche Finanzprodukte passen zu mir?

Die eierlegende Wollmilchsau unter den Geldanlageprodukten gibt es nicht. Welches Produkt zu Ihnen passt, hängt immer von Ihren Möglichkeiten, Wünschen, Zielen und Ihrer Risikobereitschaft ab. So können Sie mit hochspekulativen Produkten hohe Renditen erzielen, riskieren auf der anderen Seite aber auch im schlimmsten Fall einen Totalverlust. Geldanlage ist sehr individuell. Die Antwort ist vermutlich nicht in Gruppencoachings zu finden.

Die vielen Anlageformen, unverständliche Produktinformationen und verhängnisvolle Klauseln im Kleingedruckten machen es Verbraucherinnen und Verbrauchern heute schwer, ihr Geld anzulegen. Dazu kommen eine hohe Inflation und der Fakt, dass Banken und andere Finanzinstitute ihre eigenen Provisionen meistens stärker im Auge haben als die Interessen ihrer Kundinnen und Kunden. Mit unseren Tipps zum richtigen Sparen erhalten Sie einen guten Überblick.

Unser Rat

Sie wollen noch mehr wissen? Dann empfehlen wir Ihnen eine Beratung bei unseren Expertinnen und Experten – kompetent und unabhängig. Oder Sie besuchen unseren Vortrag „Geldanlage für Frauen“ am 18. Oktober. Dort geben wir Ihnen ein Einstieg ins Thema.

Bücher und Broschüren