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Immer wieder Ärger mit der Debitkarte

Die kostenlose Girokarte (oft auch als EC-Karte bezeichnet) wird zum Auslaufmodell. Immer mehr Banken und Sparkassen erheben dafür Gebühren und bieten als Ersatz Debitkarten an. Doch worin unterscheiden sich eigentlich Giro-, EC-, Debit- und Kreditkarte und welche Probleme gibt es? Eine Übersicht.

Frau bezahlt mit Karte

Das Wichtigste in Kürze

  1. Viele Banken und Sparkassen verlangen mittlerweile Entgelte für Karten, mit denen man bargeldlos bezahlen kann.
  2. Giro-, Debit- und Kreditkarten unterscheiden sich vor allem in der Art der Belastung des Kontos.
  3. Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern wurden in den letzten Monaten Debitkarten als Ersatz für ihre Girokarten ausgehändigt.
  4. Die Verbraucherzentrale Hamburg erhält regelmäßig Beschwerden, dass Debitkarten im Geschäft nicht akzeptiert werden oder man damit kein Geld abheben kann.
Stand: 04.09.2023

Immer mehr Banken und Sparkassen verlangen von ihren Kundinnen und Kunden Gebühren für die Girokarte (vormals EC-Karte). Alternativ setzen vor allem Direktbanken auf eine sogenannte Debitkarte, die sie in der Regel kostenfrei anbieten. Genau genommen sind Girokarten und Debitkarten jedoch ein und dasselbe. Genauer gesagt: Eine Girokarte ist eigentlich eine Debitkarte. Doch es gibt immer wieder Probleme mit dem neuen Zahlungsmittel.

Die Debitkarte

Im ursprünglichen Sinne bezeichnet eine Debitkarte ganz allgemein eine Zahlungskarte, die Geld direkt vom Girokonto des Besitzers abbucht. Umgangssprachlich wird sie auch Bankkarte, Sparkassenkarte, EC-Karte oder eben Girokarte genannt. Mit ihr kann man am Geldautomaten Bargeld abheben oder Waren und Dienstleistungen bargeldlos bezahlen. Debitkarten sind keine Kreditkarten. Alle Buchungen der Karte werden direkt vom Konto eingezogen. Für Kautionen, zum Beispiel beim Leihen eines Mietwagens, kann sie daher nicht genutzt werden.

Probleme mit der Debitkarte als Girokarten-Ersatz

Vor allem Direktbanken sind dazu übergegangen, sowohl eine Debit- als auch eine Girokarte anzubieten. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Karten: Während man für die Girokarte immer öfter Gebühren zahlen muss (das Entgelt für ihre Girokarten begründen Banken und Sparkassen mit einem dichten Netz an Filialen und Geldautomaten), ist die Debitkarte in der Regel kostenfrei. Die Unternehmen begründen diesen Schritt mit den hohen Kosten der Girokarte und werben mit den Vorzügen ihrer Debitkarte.

Eine Debitkarte sei weltweit einsetzbar, da sie von den meisten Händlern akzeptiert werde, auch fürs mobile Bezahlen. Aus unserer Sicht ist dies aber mitnichten der Fall. Viele Händler akzeptieren die Debitkarte nämlich nicht, weil deren Service-Provider (das ist der Dienstleister des Händlers, über den dieser seine Zahlungen abwickelt) hohe Gebühren für damit getätigte Zahlungen verlangt. Vor allem in kleinen Läden, bei Bäckereien, am Kiosk oder in Imbissen aber auch bei Apotheken gebe es Probleme, berichten uns Verbraucherinnen und Verbraucher. Auch in Online-Shops kann man mit seiner Debitkarte übrigens an Grenzen stoßen.

Ein weiteres Problem offenbart sich im Supermarkt. Hier ist mancherorts das Abheben von Geld mit der Debitkarte nämlich nicht möglich. Wer sich mit dem Einkauf an der Kasse etwas Bargeld auszahlen lassen möchte, benötigt in einigen Supermärkten eine Girokarte. Das ist besonders ärgerlich, denn auch Banken verweisen mittlerweile gerne auf den zusätzlichen Service im Einzelhandel, wenn sie wieder Filialen schließen.

Danke für Ihren Hinweis!

Girokarten (mit der auslaufenden Maestro-Auslandsfunktion) werden bis Ende 2027 gegen neue Girokarten (mit anderer Auslandsfunktion) ausgetauscht oder durch andere Debitkarten ersetzt. Banken versprechen mit den neuen Karten in der Regel keine großen Änderungen im Vergleich zur Girocard. Doch das stimmt leider häufig nicht. Hatten Sie auch Probleme mit Ihrer neuen Karte, dann melden Sie uns Ihren Fall!

Die Kreditkarte

Mit Kreditkarten können Sie in Online-Shops und Läden zahlen (nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern der Erde) oder rund um den Globus Geld am Automaten abheben. Deswegen sind die Karten so beliebt. Kreditkarten gibt es zum Girokonto dazu – oder von Anbietern, die die Karten nicht an ein Konto knüpfen.

Eine Kreditkarte unterscheidet sich von einer Debitkarte vor allem durch die Belastungsart. Bei einer Debitkarte wird Ihr Konto zeitnah belastet, bei einer Kreditkarte in der Regel in regelmäßigen Abständen. Bei den meisten Karten werden alle Umsätze der Kreditkarte einmal im Monat per Lastschrift vom Girokonto eingezogen. Als Kunde bekommt man quasi einen Kredit über einen kurzen Zeitraum. Vor allem viele Online-Händler, Autovermieter und Fluggesellschaften verlangen mittlerweile die Zahlung per Kreditkarte, weil diese im Vergleich zur Debitkarte über einen Kreditrahmen verfügt.

Doch Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Je nach Kreditkartenart werden die Umsätze unterschiedlich abgerechnet und es entstehen entsprechende Kosten. 

  • Charge: Einmal im Monat werden alle Umsätze der Kreditkarte per Last­schrift vom Giro­konto eingezogen. Als Kunde bekommt man quasi einen Kredit über einen kurzen Zeitraum.
  • Credit / Revolving: Jeden Monat wird nur ein Teil der Kreditkartensumme vom Girokonto abgebucht. Für diese Teilzahlungsoption fallen allerdings hohe Zinsen an, zum Beispiel bei „Null-Prozent-Finanzierungen“. Den gesamten Kreditbetrag sofort zu begleichen, ist ein Weg, um Zinszahlungen zu vermeiden.
  • Prepaid: Die Karte muss vor dem Bezahlen mit Geld aufgeladen werden. Es kann nur so viel ausgegeben werden, wie auf der Kreditkarte ist. Ein mit der Kreditkarte gezahlter Betrag wird sofort vom Guthaben abge­zogen.

Bargeld dabei haben

Bargeld ist unkompliziert und wird nahezu überall akzeptiert. Wenn Sie unabhängig von Debit- oder anderen Karten sein wollen, haben Sie also immer etwas Bargeld in der Tasche. Dann sind Sie auch dort „flüssig“, wo man Ihre Karte nicht akzeptiert. Außerdem müssen Sie fürs Bezahlen keine überraschenden Gebühren entrichten.

Gut zu wissen

Kostenlos gibt es viele Karten leider nicht mehr. Sind die Gebühren bei der Hausbank zu hoch, sollte man sich nach einem anderen Kreditinstitut umsehen. Das Sparpotenzial ist groß. Die Stiftung Warentest vergleicht regelmäßig die Kosten der verschiedenen Anbieter und veröffentlicht die Ergebnisse.

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