Kreditkarten: Vorsicht vor teuren Extras

Kreditkarten sind oft nicht nur Zahlungsmittel. Vielfach beinhalten sie auch kostspielige Extras wie Versicherungen oder Einkaufsvorteile. Wer beim Vertragsabschluss nicht aufpasst, kann viel Geld verlieren.

Junge Frau schaut beim Online-Shopping auf ihre Kreditkarte
Stand: 11.11.2016

Banken und Sparkassen binden immer mehr Leistungen an Kreditkarten, zum Beispiel Reise- oder Rechtsschutzversicherungen oder Waren-, Internetkäuferschutz- bzw. Unfallversicherungen. Auch immer mehr Rabatte für Einkäufe oder Veranstaltungstickets werden „mitverkauft“. Wer beim Vertragsabschluss nicht aufpasst, verschenkt eine Menge Geld.

Unsere Tipps für den Umgang mit Kreditkarten

  1. Gehen Sie nicht gleich auf das nächstbeste Kreditkarten-Angebot ein. Denn: Wer seine Kreditkarte bewusst wählt, kann auf Dauer eine Menge Geld sparen. Schließlich summieren sich die monatlichen oder jährlichen Entgelte mit der Zeit zu stattlichen Beträgen.

  2. Schauen Sie sich bei der Auswahl einer Kreditkarte die Zusatzleistungen genau an. Überlegen Sie, ob die ergänzenden Leistungen für Sie interessant sind oder nicht. Haben Sie beispielsweise bereits eine Auslandsreisekrankenversicherung, muss Ihre Kreditkarte eine solche Versicherung nicht noch zusätzlich beinhalten.

  3. Prüfen Sie vorab die Versicherungsleistungen und deren Bedingungen. Sollten Sie dennoch eine Kreditkarte mit umfangreichem Versicherungspaket auswählen, achten Sie genau darauf, wann diese Versicherungen haften, um sie im Schadensfall auch nutzen zu können. So muss beispielsweise häufig die Taxifahrt auch mit der Kreditkarte bezahlt worden sein, um den Unfallschutz zu erhalten.

  4. Girokonto und Kreditkartenvertrag müssen Sie – auch wenn es oft zusammen angeboten wird – nicht bei ein- und derselben Bank abschließen. Es gibt zahlreiche kostenlose Kreditkarten, die sie auch unabhängig von einem Girokonto erhalten. Die monatlichen Rechnungsbeträge können Sie in vielen Fällen dennoch von Ihrem bestehenden Girokonto abbuchen zu lassen.

Eine repräsentative Umfrage des Marktwächters Finanzen im September 2016 hat ergeben: 44 Prozent der Verbraucher sind umfangreiche Versicherungspakete als Beigabe zur Kreditkarte egal. Einkaufsvorteile, die einige Kreditinstitute mit ihren Karten kombinieren, werden häufig sogar abgelehnt. Nur knapp ein Drittel der Befragten (31 Prozent) hielt die mit den zusätzlichen Leistungen verbundenen Preismodelle der Kreditinstitute für transparent und nachvollziehbar.

Weitere Informationen zur Untersuchung und zum Projekt Marktwächter Finanzen finden Sie auf der Marktwächter-Website.

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