Fake beim Festgeld
Wer im Internet nach Festgeldangeboten sucht, sollte vorsichtig sein. Immer wieder stoßen Verbraucherinnen und Verbraucher auf Webseiten von vermeintlichen Vergleichsportalen, die sich als professionell gestaltete Fälschungen entpuppen. Wir verraten Ihnen, wie Sie betrügerische Festgeldangebote im Netz erkennen und wie Sie sich davor schützen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Betrüger fälschen Internetseiten und tarnen sie als Vergleichsportale. Dabei gehen sie immer professioneller vor. Es ist oft kaum zu erkennen, dass eine Seite gefälscht ist.
- Die Angebotsseiten können Verbraucherinnen und Verbraucher mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen prüfen.
- Ist das Geld erst einmal in den Händen von Betrügern, ist es vermutlich verloren. Vertrauen sollte man dann auch nicht auf Anwaltskanzleien, die versprechen, das vermeintlich angelegte Geld zurückzuholen.
Wer im Internet nach einer Geldanlage in Festgeld sucht oder einer Werbung auf Social-Media-Plattformen folgt, landet schnell auf professionell gefälschten Internetseiten. Die Betrüger verwenden dabei seriös klingende Namen, wie zum Beispiel festgeld-finder.de. Die Unternehmensangaben im Impressum existieren wirklich, sind aber gestohlen. Die Namen stammen aus offiziellen Registern, sogar die Veröffentlichungen im Unternehmensregister der Bafin und die Registernummern (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) wurden schon für Fake-Angebote missbraucht.
Wie erkenne ich gefakte Internetseiten?
Die Betrüger erfinden einen Internetauftritt unter dem gestohlenen Namen, der sich von einer seriösen Internetseite nur bei genauem Hinsehen unterscheidet. Das Impressum gleicht dem einer seriösen Seite. Selbst die Adresse endet mit dem Länderkürzel .de. Wer sich täuschen lässt, kommuniziert nicht etwa mit einer seriösen Bank, sondern mit Betrügern und wird von ihnen mit attraktiven Festgeldangeboten zu einer Zahlung verleitet.
Wie kann ich mich schützen?
- Folgen Sie nie einem Link zu einer Geldanlage, sondern rufen Sie die offizielle Website des Anbieters auf und suchen Sie dort nach dem Angebot.
- Checken Sie mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen, ob die Vergleichsseite echt ist. Er ist zwar eigentlich nicht für Anbieter von Finanzdienstleistungen konzipiert, gibt aber wertvolle Hinweise.
- Nehmen Sie Kontakt zur Bank oder zum Anbieter auf, bevor Sie eine Vereinbarung unterzeichnen und erfragen Sie die Richtigkeit des Angebots. Wichtig: Verwenden Sie dabei die Kontaktdaten (Telefon, E-Mail, Anschrift) der offiziellen Website.
- Prüfen Sie den Namen des Anbieters durch eine kritische Abfrage im Internet. Gibt es bereits Berichte über Betrug unter diesem Namen? Was ergibt eine „Who-is-Abfrage?“ Wie lange ist der Anbieter bereits unter dieser Domain angemeldet?
- Eine Kontoeröffnung erfordert immer eine Legitimationsprüfung über Video-Ident oder Post-Ident. Es ist verdächtig, wenn der Anbieter von Ihnen lediglich eine Ausweiskopie verlangt.
- Prüfen Sie die IBAN, an die Sie das Geld überweisen sollen. Läuft das Konto auf Ihren Namen oder den Namen eines Dritten? Beginnt die IBAN mit der richtigen Länderkennung (etwa DE bei einer deutschen Bank)? Weist Ihre Bank auf Unstimmigkeiten zwischen Kontonummer und Kontoinhaber hin?
- Schließlich: Ist der versprochene Zins eigentlich zu attraktiv, um echt zu sein?
Was tun, wenn es doch passiert ist?
Wenn Sie auf Betrüger hereingefallen sind, zählt schnelles Handeln. Erstatten Sie unverzüglich Strafanzeige bei der Polizei. In Hamburg können Sie die Strafanzeige auch online stellen.
Kontaktieren Sie alle beteiligten Banken, also Ihre eigene Bank und die Empfängerbank, und benennen Sie das Konto und den Betrug. Sofern das Geld noch nicht auf Drittkonten transferiert oder bar abgehoben wurde, kann die Bank die Auszahlung stoppen.
Unser Rat
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Welche Maschen gibt es noch?
Gefälschte Internetseiten sind eine immer beliebtere Masche von Betrügern. So haben sich einige auf das Faken von Webseiten vermeintlicher Rechtsanwälte spezialisiert. Auf diesen Seiten locken die Anbieter ihre Opfer mit dem Versprechen, verlorenes Geld aus Geschäften mit Betrügern zurückzuholen. Auch hier lautet unser Rat: Finger weg! Die beworbene Leistung gibt es nicht. Die Gauner wollen nur Ihr Geld.