Was ist von Kryptowährungen wie Bitcoins zu halten?

Der Kurs von Bitcoins erreichte ein neues Allzeithoch – um gleich darauf wieder abzustürzen. Kryptowährungen werden nicht nur als virtuelles Zahlungsmittel genutzt, sondern auch als Spekulationsobjekt und Geldanlage gehandelt. Das Investment ist jedoch hochriskant. Zudem treiben unseriöse Anbieter am Markt ihr Unwesen.

Matrix Zahlencode

Das Wichtigste in Kürze

  1. Kryptowährungen sind ein virtuelles, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel.
  2. Als Geldanlage sind sie aufgrund hoher Kursschwankungen und fehlender Sicherungssysteme für Verbraucher ungeeignet.
  3. Es gibt unseriöse Anbieter, deren Geschäftsmodelle häufig intransparent sind.
Stand: 14.01.2021

Kryptowährungen sind ein virtuelles Zahlungsmittel. Die weltweit führende virtuelle Währung ist Bitcoin, die 2009 zum ersten Mal öffentlich gehandelt wurde. Mehrere tausend dieser Währungen sind aktuell im Umlauf. Kryptowährungen sollen ein weltweites, digitales Zahlungssystem ermöglichen, dass von den Nutzern selbst verwaltet wird. Es gibt keine zentrale Instanz. Das System soll dadurch unabhängig von Nationalstaaten oder Banken sein. Theoretisch kann so jeder Mensch auf der Welt an den globalen Finanzströmen teilnehmen. Die einzige Voraussetzung ist ein Internetanschluss.

Hochriskantes Spekulationsobjekt

Kryptowährungen unterliegen starken Kursschwankungen. So ist beispielsweise Bitcoin auf eine Geldmenge von 21 Millionen Einheiten begrenzt. Ihr Wert hängt allein von der Nachfrage ab. Bricht die Nachfrage ein, verliert auch die Währung an Wert. Weiterer Nachteil: Der Markt für Kryptowährungen ist nicht durch eine Finanzaufsicht reguliert. Es fehlen staatliche Sicherungssysteme.

Kryptowährungen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. Wenngleich immer mehr Online-Händler das virtuelle Geld akzeptieren, haben Sie keinen Anspruch darauf, Ihre Einkäufe im Internet mit Bitcoin & Co. bezahlen zu können.

Schwarze Schafe mit intransparenten Methoden

Attraktive Märkte rufen auch immer wieder unseriöse Anbieter auf den Plan. Mit Krytowährungen verhält es sich nicht anders. Auch hier gibt es Schwarze Schafe, die finanzielle Freiheit, hohe Rendite oder dauerhaftes passives Einkommen durch sogenanntes Krypto-Mining, Handel oder Investitionen in Kryptowährungen versprechen. Bei näherer Betrachtung sind die Angebote aber häufig intransparent und die Geschäftsmodelle unverständlich.

Darauf sollten Sie achten

  • Unrealistische Angebote
    Ignorieren Sie Offerten mit auffallend hohen Renditen oder einem auf Dauer garantiertem passiven Einkommen. Geldanlagen ohne Risiko, dafür aber mit hohen Gewinnen innerhalb eines kurzen Zeitraums, gibt es nicht.
  • Firmensitz im Ausland
    Kommt es mit einem Anbieter zum Rechtsstreit, gilt die Gesetzgebung im Land des Firmensitzes. Dies kann es im Ernstfall erschweren, Ihr Recht durchzusetzen.
  • Anwerben von Freunden und Bekannten
    Ignorieren Sie die Aufforderung, im Freundes- und Bekanntenkreis neue Interessenten für eine Geschäftsidee anzuwerben. Lassen Sie sich nicht von den versprochenen hohen Provisionen oder Renditen blenden.
  • Kein Impressum
    Überprüfen Sie, ob die Webseite des Anbieters ein Impressum besitzt.
  • Unverständliches Geschäftsmodell
    Lassen Sie sich nicht auf intransparente und unverständliche Geschäftsmodelle ein. Unterschreiben Sie nur, was Sie auch verstehen.
  • Cold Call
    Werden Sie von einem Anbieter unaufgefordert kontaktiert, sollten Sie misstrauisch sein.

Gut zu wissen

Um Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoins zu generieren und Transaktionen durchzuführen, wird eine hohe Rechnerleistung und damit jede Menge Energie benötigt. Schon heute hat beispielsweise das Bitcoin-System ein höheren Energiebedarf als viele Länder. Den aktuellen Stromverbrauch für die Produktion von Bitcoin und Ethereum kann man jederzeit auf der Plattform Digiconomist abrufen.

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