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Verbraucherschutz-Pegel: Ergebnisse der Online-Umfrage

Worüber ärgern sich Hamburger Verbraucherinnen und Verbraucher am meisten? Wir wollten es wissen und haben gefragt. Für viel Unmut unter den Hamburgerinnen und Hamburgern sorgen Mogelpackungen, unerwünschte Werbeanrufe und zu viel Zucker in Lebensmitteln. Die Ergebnisse des siebten Verbraucherschutz-Pegels.

Menschen an der Alster

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Umfrage zum »Hamburger Verbraucherschutz-Pegel« soll Sorgen und Unsicherheiten von Verbraucherinnen und Verbrauchern aufdecken, aber auch Missstände an den Märkten und Tricksereien.
  2. Von den Befragten wurden insgesamt 16.102 Probleme in sechs Themenbereichen benannt.
  3. Für viel Ärger sorgen Themen aus dem Bereich Lebensmittel. Aber auch unerwünschte Werbeanrufe, hohe Stromkosten und mangelnde Preistransparenz bei der Buchung von Reisen gehen Hamburgerinnen und Hamburgern gegen den Strich.
Stand: 22.03.2022

Zum siebten Mal konnten die Hamburgerinnen und Hamburger online am Verbraucherschutz-Pegel teilnehmen und ihre Probleme im Alltag angeben. Die Umfrage soll Sorgen und Unsicherheiten der Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Missstände und Tricksereien aufdecken. Insgesamt nahmen 1.691 Menschen teil. Die meisten Beschwerden gab es wie im Vorjahr im Bereich Lebensmittel.

Abgefragt wurden sechs Themenbereiche: Lebensmittel, Telefon und Internet, Finanzen und Versicherungen, Energie, Urlaub und Reisen und sonstige Probleme. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben insgesamt 16.102 Mal Probleme und durchschnittlich 9,5 Einzelbeschwerden an. Die meisten Angaben erhielt der Bereich Lebensmittel gefolgt von Telefon und Internet. Die wenigsten Beschwerden gingen für die Bereiche Urlaub und Reisen und sonstige Probleme ein.

Viel Ärger rund um Lebensmittel

In den Top 10 des Gesamtbeschwerderankings sind insgesamt acht Lebensmittelthemen enthalten. Allein die ersten fünf Plätze gehen alle an den Bereich Lebensmittel. Spitzenreiter der Negativliste ist „Zu viel Zucker in Lebensmitteln“ gefolgt von „Versteckte Preiserhöhungen durch veränderte Füllmengen“ (sogenannte Mogelpackungen, „weniger drin, Preis gleich“). Bereits im Vorjahr waren beide Themen auf den ersten beiden Plätzen zu finden, nur in anderer Reihenfolge. Auf Platz 3 landete erneut wie im Vorjahr das Wegwerfen von noch verzehrfähigen Lebensmitteln im Supermarkt.

Nur zwei Themen in den Top 10 sind nicht dem Lebensmittelbereich zuzuordnen: Ärger über zu hohe Strompreise (Platz 10) und unerwünschte Telefonanrufe (Platz 6). Letzteres landet in diesem Jahr das erste Mal in den Top 10. Das zweite neue Thema in den Top 10 ist die Kritik, dass ein verlässliches und transparentes Klimaschutzlabel für Lebensmittel nicht vorhanden ist (Platz 9). Weitere Ärgernisse sind irreführende Inhaltsangaben auf Lebensmitteln (z.B. Etikettenschwindel mit Fruchtabbildungen), unklare oder fehlende Herkunftsangaben auf Lebensmitteln, unzureichende Fleischkennzeichnung (z.B. kein staatliches Label zur Tierhaltung und zum Tierwohl) sowie keine verpflichtende farbliche Kennzeichnung auf Lebensmitteln (z.B. Nutri Score).

Über den Hamburger Verbraucherschutz-Pegel

Die Online-Umfrage zum Verbraucherschutz-Pegel führte die Verbraucherzentrale Hamburg im Auftrag der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz durch. Sie lief vom 1. November 2021 bis 31. Januar 2022 und fand bereits zum siebten Mal statt. Die Teilnahme war anonym. Auch wenn die Ergebnisse nicht repräsentativ sein können, geben sie wertvolle Einblicke in den Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher in Hamburg.

Danke für Ihren Hinweis

Der Verbraucherschutz-Pegel liefert uns wichtige Informationen darüber, was Verbraucherinnen und Verbrauchern in Hamburg gegen den Strich geht. Aber auch darüber hinaus freuen wir uns über Ihre Hinweise. Sie haben sich auch über etwas geärgert und möchten uns auf einen Missstand aufmerksam machen? Dann nutzen Sie unser Missstand-melden-Formular.