Helau, Alaaf und viele Schadstoffe zum Karneval

Das Angebot an Kostümen, Perücken, Masken und Schminke zur Karnevalszeit ist riesig. Doch Achtung, viele Utensilien sind mit Schadstoffen belastet. Worauf Sie achten sollten.

Frau in Schmetterlingskostüm

Das Wichtigste in Kürze

  1. In Kostümen und Karnevalsschminke stecken oft Schadstoffe, die Verbraucher besser meiden sollten.
  2. Masken sollten vor dem Tragen gut gelüftet und Kleidungsstücke gewaschen werden.
  3. Fürs Schminken rät die Verbraucherzentrale zu zertifizierter Kosmetik auf Wasserbasis. 
Stand: 08.02.2018

Auch wenn die närrischen Tage in Hamburg nicht ganz so närrisch sind wie etwa im Rheinland, so werden doch auch bei uns jede Menge Karnevalsartikel angeboten. Vieles davon ist billige Saisonware: Kunststoffmasken enthalten oft krebserregende Stoffe oder schädliche Weichmacher, die besonders für Kinder gefährlich werden können, und in Kostümen verbergen sich in vielen Fällen schädliche Farbstoffe.

Masken nicht lange tragen

Wer auf seine geliebte Kunststoffmaske nicht verzichten will, sollte diese vor der Nutzung einige Tage lang gut auslüften und zur Karnevalszeit so kurz wie möglich tragen. Nach dem Feiern ist es ratsam, sich gründlich die Hände und das Gesicht zu waschen. Stark nach Chemie riechende Karnevalsmasken lässt man besser ganz im Laden. Als Alternative zu Plastikmasken sehen wir Masken aus Pappe, Baumwolle und Gips oder Karnevalsschminke.

Karnevalskleidung vorher waschen

Für Karnelvalskostüme ist das Waschen vor dem ersten Einsatz ein Muss. Tragen Sie auch nach dem Waschgang die Kostüme nicht direkt auf der Haut, da so die schädlichen Farbstoffe leichter in den Körper gelangen können. Ziehen Sie besser T-Shirts, Strumpfhose oder Leggings unter dem Kostüm an. Auch bei Perücken sind Sie mit einer Mütze darunter gut beraten.

Entfernen Sie lange Schnüre und Kordeln der Kostüme – vor allem im Halsbereich – und ersetzen Sie diese durch Knöpfe oder Klettverschlüsse, um Verletzungen vorzubeugen. Gerade bei selbstgemachten Kinderkostümen sollten sämtliche Dekorationen fest angebracht sein.

Zertifizierte Schminke auf Wasserbasis bevorzugen

Schminke auf Wasserbasis lässt die Haut besser atmen und ist außerdem leichter zu entfernen als eine fettfarbenhaltige Bemalung. Bevor Sie die Schminke großflächig aufgetragen, sollten Sie die Verträglichkeit des Produkts unbedingt an einer kleinen Hautstelle testen. Schminke ohne Konservierungsstoffe, Farb- und Duftstoffe mindert das Risiko von Allergien.

Zertifizierte dekorative Kosmetik, die frei von Paraffinen, Silikonen, Polyethylenglykolen und vielen anderen synthetischen Inhaltsstoffen ist, erkennen Sie im Handel unter anderem am BDIH- oder dem Natrue-Siegel, das ein Frauengesicht im Profil zeigt. Menschen mit Allergien sollten auch bei Naturkosmetik vorsichtshalber auf Produkte mit Duftstoffen verzichten.

Krachmacher meiden

Eine völlig unterschätzte Gefahr können Tröten, Rasseln und vor allem Spielzeugpistolen sein. Der Lärm ist oft so ohrenbetäubend, dass er zu bleibenden Schäden am Gehör führen kann. Zumindest auf die Schreckschusspistole verzichten Sie besser.

Unser Rat

Wir raten beim Kauf der Karnevals- oder Faschingsausstattung zur Vorsicht. Wählen Sie Ihr Kostüm und die dazugehörigen Utensilien mit Bedacht aus – auch wenn Sie nur wenige Stunden in der Verkleidung unterwegs sind. 

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