Berufsunfähigkeitsversicherung - wichtig für alle!

Wegen Krankheit oder Unfall seinen Job nicht mehr machen können: Das kann der finanzielle GAU sein. Schließen Sie die Lücke mit einer Berufs­unfähigkeits­versicherung.

Bauarbeiter von hinten

Das Wichtigste in Kürze

  1. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist für sämtliche Berufsgruppen absolut notwendig.
  2. Die passende Versicherung im Dickicht der Angebote zu finden, kann für Verbraucher zur Herausforderung werden.
  3. Die Verbraucherzentrale unterstützt mit einem Angebotsvergleich bei der Suche nach dem richtigen Angebot.

Kann der Beruf aufgrund von Krankheit oder Unfall auf Dauer nicht mehr ausgeübt werden, droht der finanzielle Ruin. Durch eigene Rücklagen kann kaum jemand das wegfallende Erwerbseinkommen ausgleichen. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für alle Berufstätigen, aber auch für Auszubildende, Studenten und Hausfrauen ein Muss.

Warum die Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig ist

Die gesetzliche Versicherung zahlt für alle ab 1. Januar 1961 Geborenen lediglich eine Erwerbsminderungsrente – die volle Rente nur, wenn man nicht mehr in der Lage ist, drei Stunden täglich zu arbeiten. Maßstab ist nicht der zuletzt ausgeübte Beruf, sondern jede denkbare Tätigkeit.

Zudem richtet sich die Rentenhöhe nach den eingezahlten Beträgen und den Versicherungs­jahren. Wer also in jungen Jahren berufsunfähig wird, riskiert ohne private Berufsunfähigkeitsversicherung den sozialen Abstieg. Selbstständige haben in der Regel ohnehin keinen gesetzlichen Versicherungsschutz.

Da schon kleinere Leiden oder Vor­­erkrankun­gen zu Ausschlüssen, Risikozuschlägen oder gar zur Ablehnung eines Antrages führen können, sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst in jungen Jahren, wenn man noch ganz gesund ist, abgeschlossen werden.

Das müssen Sie vor dem Abschluss überlegen

Wie hoch soll die Rente sein? Wie lang die Laufzeit? Je höher die Versicherungssumme, je länger die Versicherungsdauer und je höher das Eintrittsalter ist, desto teurer sind die Beiträge (außerdem richten sich die Preise nach den Berufen).

Die Höhe der monatlichen Rente sollten Sie an Ihrem Nettoeinkommen orientieren. Im Falle der Berufsunfähigkeit sollten Sie Ihren Lebens­standard aufrechterhalten und Ihre Altersvorsorge weiter bestreiten können. Wählen Sie die Versicherungssumme möglichst so hoch, dass Sie bequem mit dem Geld auskommen können. Durch den Einschluss einer jährlichen Dynamik von zum Beispiel 2 Prozent erreichen Sie einen Inflationsausgleich, sodass Sie nicht fürchten müssen, dass Ihr Geld nur noch die Hälfte Wert ist, wenn Sie in 20 Jahren berufsunfähig werden sollten. Verzichten können Sie auf eine Dynamik (auch im Laufe des Vertrages), wenn zum Beispiel die gesetzlichen Ansprüche gestiegen sind, Immobilienschulden wegfallen oder ausreichendes Vermögen aufgebaut wurde.

Die Versicherungsdauer sollte Ihrer Lebenssituation angepasst werden. Eine pauschale Aussage über das richtige Endalter kann man leider nicht treffen. So ist es für eine 40-jährige Person, die gerade Kinder bekommen hat und eine Immobilie bis zum 65. Lebensjahr oder darüber hinaus finanzieren muss, empfehlenswert, das Endalter 65 zu wählen. Dagegen reicht es für jemanden, der mit 60 bereits abgesichert ist, die Ver­sicherung bis zum 60. Lebensjahr abzuschließen. Problem: Ein Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr ist beinahe doppelt so teuer wie einer bis zum 60. Lebensjahr!

Darauf sollten Sie besonders achten

Eine Nachversicherungsgarantie ermöglicht Ihnen unter bestimmten Bedingungen die Erhöhung der Versicherungssumme – der BU-Rente – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dies ist gerade für junge Leute, wieAuszubildende, Studenten und Berufsanfänger besonders wichtig, um auch den späteren Lebensstandard absichern zu können.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte auf gar keinen Fall mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung gekoppelt werden. Von Versicherungen und ihren Vertretern wird dies (aus Provisionsgründen!) fast immer empfohlen, wir raten jedoch dringend davon ab. Abgesehen davon, dass eine Kapitallebens- oder private Rentenversicherung ohnehin nicht als Alters­vorsorge geeignet sind (hohes Abbruchrisiko, hohe versteckte Abschlusskosten, mäßige Rendite), gefährdet die Verknüpfung den Berufsunfähigkeitsschutz. Denn da die Beiträge im Regelfall untrennbar miteinander verbunden sind, verlieren Sie den Versicherungs­schutz der Berufsunfähigkeits­versicherung, wenn Sie wegen eines finanziellen Engpasses die hohen Beiträge nicht mehr aufbringen können.

Das richtige Versicherungsangebot finden

Einen Überblick über die Angebote zu bekommen, ist nicht einfach. Welche Versicherung ist für mich die Richtige? Welche Bedingungen sind in Ordnung, welche nicht? Wie erkenne ich Fußangeln im Kleingedruckten? Bei welcher Gesellschaft muss ich viele Gesundheitsfragen beantworten, bei welcher weniger? Wie finde ich eine günstige Versicherung?

Wir helfen Ihnen mit einem Angebotsvergleich, die für Sie geeignete Versicherung zu finden. Die genannten Unternehmen und die jeweiligen Tarife sind von uns vorgefiltert. Wir nennen nur Versicherer, die

  •  auf nachteilige Verweisungsklauseln verzichten,

  •  auf die sogenannte „6-Monats-Prognose“ abstellen,

  •  auf willkürliche Beitragerhöhungen verzichten und

  •  eine eventuell gewünschte Nachversicherungsgarantie akzeptieren.

Ob die Versicherung Sie auch als Versicherungsnehmer akzeptiert, können wir nicht garantieren. Bei Vorerkrankungen: Bleiben Sie hartnäckig und nehmen Sie eventuell einen Risikozuschlag in Kauf.

Unser Angebot

Wenn Sie unsere Unterstützung in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen möchten, füllen Sie bitte den 

vollständig aus und senden Sie uns diesen zu.

Die Vergleichsübersicht kostet 20 Euro. Wer eine ausführliche Beratung zum Thema Geldanlage + Altersvorsorge oder Versicherungen in Anspruch genommen hat, bekommt die Liste kostenlos. Wer bei der persönlichen Kurzberatung war, zahlt nur 10 Euro.

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