Gut versichert zum Schulstart

Das neue Schuljahr in Hamburg hat begonnen. Mehr als 15.000 Kinder wurden neu eingeschult. Viele Eltern fragen sich, ob ein besonderer Versicherungsschutz ihrer Lieben für den neuen Lebensabschnitt nötig ist. Wir sagen Ihnen, welche Versicherungen sinnvoll oder überflüssig sind.

Zwei Schulkinder lesen in einen Buch

Das Wichtigste in Kürze

  1. In der Schule und auf dem Schulweg sind die Kinder über die Schule versichert.
  2. In der Haftpflichtversicherung der Eltern sollten Kinder mitversichert sein.
  3. Hände weg von Rentenversicherungen für Kinder.
Stand: 12.08.2020

Vor einem Versicherungsschutz der schulpflichtigen Kinder steht erst einmal eine ausreichende Absicherung der Eltern. Erst wenn Sie alle existenziellen Risiken für sich und Ihre Familie abgesichert haben, sollten Sie über zusätzliche Verträge nachdenken. Existenzielle Risiken decken die Haftpflichtversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Risikolebensversicherung ab.

Kinder sind über die Schule versichert

Alle Schulkinder sind in der Schule, auf dem Schulweg, auf Schulveranstaltungen, Klassenreisen, Schulpraktika, Ausflügen oder Schulfesten über ihre Schule kostenfrei gesetzlich unfallversichert. Das gilt sowohl für Schülerinnen und Schüler staatlicher als auch privater Schulen. Voraussetzung für den Versicherungsschutz bei allen Veranstaltungen ist, dass sie im organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule liegen. Das heißt, sie müssen von der Schule oder zumindest mit der Schule veranstaltet werden. Sollte sich hier ein Unfall ereignen, werden Kosten von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen.

Haftpflichtversicherung sollte Kinder einschließen

Anders verhält es sich mit einem von einem Kind verursachten Schaden. Achten Sie daher darauf, dass Ihre Lieben bei Ihrem Haftpflichtversicherer in einem Familientarif mitversichert sind. In diesem Tarif sollten auch deliktunfähige Kinder inbegriffen sein. So stellen Sie sicher, dass Geschädigte bei einem von Ihrem kleinen Kind verursachten Schaden nicht leer ausgehen. Als deliktunfähig gelten in Deutschland Kinder unter sieben Jahren. Für Schäden, die sie im Straßenverkehr verursachen, haften Kinder sogar nicht bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres. Die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung sollte für Sach-, Personen- und Vermögensschäden mindestens 15 Millionen Euro betragen.

Kinderinvaliditätsversicherung kann eine Option sein

Sind alle existenziellen Risiken für Ihre Familie abgedeckt, kann die sogenannte Kinderinvaliditätsversicherung (KIV) eine Option sein. Diese zahlt bei Invalidität Ihres Kindes in Folge einer Krankheit oder eines Unfalls. Im Schadensfall erhalten die Versicherten eine lebenslange Rente oder eine einmalige Kapitalabfindung. Hier sollten Sie darauf achten, eine Rentenhöhe zu vereinbaren, die deutlich über den Sozialleistungen liegt, also mindestens 1.000 Euro im Monat. Die KIV ist zwar eine teure Versicherung, bietet in der Regel aber eine bessere Absicherung als eine private Unfallversicherung.

Unser Angebot

Nur wenige Versicherer bieten überhaupt eine Kinderinvaliditätsversicherung an und dies in der Regel nur zu hohen Beiträgen. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der für Sie und Ihre Kinder passenden Versicherung.

Hände weg von Rentenversicherungen

Von Rentenversicherungsverträgen für Kinder raten wir ab. Diese sind in der Regel sehr teuer, unflexibel und wenig lukrativ. Das gilt auch für Verträge, die als Ausbildungsversicherung abgeschlossen werden. Wenn Sie für Ihr Kind Geld ansparen möchten, sollten Sie dies losgelöst von Versicherungsprodukten tun. Auch hier beraten wir Sie gerne.

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