Warmwasser sparen: So senken Sie Ihren Energie- und Wasserverbrauch
Duschen, Hände waschen, Geschirr spülen: Warmes Wasser gehört zum Alltag. Doch seine Bereitstellung benötigt viel Energie und verursacht Kosten. Wer weniger Warmwasser verbraucht und auf effiziente Technik setzt, kann sein Haushaltsbudget entlasten. Wir zeigen Ihnen, welche Maßnahmen sich lohnen und worauf Sie bei der Warmwasserbereitung achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer weniger warmes Wasser verbraucht, spart gleich dreifach: bei den Energiekosten, beim Frischwasser und bei den Abwassergebühren.
- Schon einfache Maßnahmen wie kürzeres Duschen oder der Einbau von Sparduschköpfen und wassersparenden Perlatoren können den Verbrauch senken.
- Ob eine zentrale oder dezentrale Warmwasserbereitung wirtschaftlicher ist, hängt vom Verbrauch und den Gegebenheiten im Gebäude ab.
- Moderne, elektronisch geregelte Durchlauferhitzer benötigen gegenüber älteren hydraulischen Modellen etwa 10 bis 20 Prozent weniger Strom.
- Gut gedämmte Leitungen und Speicher sowie eine bedarfsgerechte Warmwasserzirkulation helfen, Energieverluste zu begrenzen.
Für die Erwärmung von Wasser wird in privaten Haushalten viel Energie benötigt. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt unter anderem vom Warmwasserverbrauch, der eingesetzten Technik und dem Energieträger ab. Wer weniger warmes Wasser benötigt, spart gleich an mehreren Stellen:
- Energiekosten: Es muss weniger Wasser erwärmt werden.
- Frischwasserkosten: Der gesamte Wasserverbrauch sinkt.
- Abwassergebühren: Für weniger verbrauchtes Wasser fallen geringere Abwassergebühren an.
Wie lässt sich der Warmwasserverbrauch im Alltag senken?
Schon kleine Veränderungen können helfen, Energie und Wasser zu sparen.
- Kürzer duschen: Wer seine Duschzeit reduziert, verbraucht weniger warmes Wasser und benötigt entsprechend weniger Energie.
- Sparduschkopf einbauen: Ein wassersparender Duschkopf verringert die Wassermenge, ohne dass der Duschkomfort erheblich leidet.
- Wasserhähne nachrüsten: Wassersparende Strahlregler, auch Perlatoren genannt, begrenzen den Wasserdurchfluss und können so den Verbrauch reduzieren.
- Warmwasser bewusst nutzen: Warmes Wasser nicht unnötig laufen lassen, beispielsweise beim Einseifen unter der Dusche.
Viele dieser Maßnahmen lassen sich einfach und kostengünstig umsetzen. Sie eignen sich deshalb sowohl für Eigentümerinnen und Eigentümer als auch für Menschen, die zur Miete wohnen.
Gut zu wissen
Warmwasser lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise bereitstellen. Grundsätzlich wird zwischen zentralen und dezentralen Systemen unterschieden.
Zentrale Warmwasserbereitung: Bei einer zentralen Anlage wird das Wasser an einer Stelle im Gebäude erwärmt, häufig in einem Speicher bevorratet und anschließend über Leitungen zu den Wasserhähnen und Duschen verteilt. Solche Systeme können besonders für größere Haushalte mit mehreren Personen und einem hohen Warmwasserbedarf wirtschaftlich sein. Das gilt insbesondere, wenn sie mit einer modernen Heizungsanlage und erneuerbaren Energien kombiniert werden. Allerdings entstehen bei der Speicherung und beim Transport des warmen Wassers Wärmeverluste. Je länger die Leitungswege sind und je schlechter die Dämmung ist, desto mehr Energie geht verloren.
Dezentrale Warmwasserbereitung: Bei dezentralen Systemen wird das Wasser direkt an oder in der Nähe der Entnahmestelle erwärmt, beispielsweise durch einen Durchlauferhitzer oder einen kleinen Warmwasserspeicher. Vor allem bei geringem Warmwasserbedarf oder langen Leitungswegen können solche Lösungen Vorteile bieten. Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser nur dann, wenn es tatsächlich benötigt wird. Dadurch entfallen die Wärmeverluste eines Warmwasserspeichers.
Welche Warmwasserbereitung ist die richtige?
Für Eigentümerinnen und Eigentümer lohnt sich ein Blick auf die vorhandene Anlagentechnik. Ob eine zentrale oder dezentrale Warmwasserbereitung die wirtschaftlichere Lösung ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind insbesondere der Warmwasserbedarf und die Anzahl der Personen im Haushalt.
Für größere Haushalte mit hohem Verbrauch kann eine zentrale Anlage sinnvoll sein, insbesondere in Verbindung mit moderner Heiztechnik und erneuerbaren Energien. Bei geringem Bedarf oder langen Leitungswegen mit weit entfernten Zapfstellen können dezentrale Geräte Vorteile bieten, da Speicher- und Verteilverluste entfallen. Auch bei nachträglich eingerichteten Bädern oder Küchen kann es sich lohnen, eine dezentrale Lösung zu prüfen.
Tipp: Wenn Sie Ihre Warmwasserbereitung modernisieren möchten, sollten Sie sich vor größeren Investitionen unabhängig beraten lassen.
Wann lohnt sich ein neuer Durchlauferhitzer?
Ältere elektrische Durchlauferhitzer arbeiten häufig mit einer hydraulischen Regelung. Moderne Geräte sind dagegen elektronisch geregelt und passen ihre Heizleistung automatisch an die benötigte Wassermenge und die gewünschte Temperatur an.
Das hat mehrere Vorteile: Die Wassertemperatur lässt sich genauer einstellen, der Komfort steigt und es wird nicht unnötig Wasser und Energie verbraucht.
Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer können gegenüber älteren hydraulischen Modellen etwa 10 bis 20 Prozent Strom einsparen. Ein Austausch kann daher insbesondere bei älteren Geräten sinnvoll sein.
Wie kann Sonnenenergie die Warmwasserbereitung unterstützen?
Sowohl Photovoltaik- als auch Solarthermieanlagen können zur zentralen Warmwasserbereitung beitragen.
Eine Solarthermieanlage nutzt die Sonnenwärme direkt, um Wasser zu erwärmen. Eine Photovoltaikanlage erzeugt dagegen Strom, der beispielsweise für die elektrische Warmwasserbereitung verwendet werden kann. In den Sommermonaten kann Solarenergie bis zu 100 Prozent der Trinkwassererwärmung übernehmen, während die Heizungsanlage pausiert.
Ob und welche Solartechnik sinnvoll ist, hängt unter anderem von der bestehenden Heizungsanlage, dem Warmwasserverbrauch und den baulichen Gegebenheiten ab.
Wie lassen sich Wärmeverluste vermeiden?
Bei einer zentralen Warmwasserbereitung geht nicht nur während der Erwärmung Energie verloren. Auch bei der Speicherung und Verteilung des Wassers sind Wärmeverluste möglich.
Deshalb sollten Warmwasserspeicher, Rohrleitungen und zugehörige Armaturen gut gedämmt sein. Eine ausreichende Dämmung verhindert, dass Wärme an die Umgebung abgegeben wird.
Besonderes Augenmerk verdienen auch sogenannte Zirkulationsleitungen. Sie sorgen dafür, dass an Wasserhähnen und Duschen möglichst schnell warmes Wasser zur Verfügung steht. Dafür wird das Wasser mithilfe einer Pumpe durch die Leitungen bewegt. Der Nachteil: Dabei geht Wärme verloren und die Pumpe benötigt zusätzlich Strom. Ein bedarfsgerechter Betrieb kann den Energieverbrauch senken.
Unser Angebot
Sie möchten Ihren Warmwasserverbrauch senken, einen alten Durchlauferhitzer austauschen oder Ihre Warmwasserbereitung modernisieren? Unsere Energieexpertinnen und -experten helfen Ihnen, eine passende Lösung zu finden. Die Beratung ist unabhängig und für Hamburger Haushalte kostenlos. Sie können sich telefonisch, per Video oder in einem persönlichen Gespräch beraten lassen.⇒ Mehr Informationen bekommen Sie bei den Hamburger Energielotsen an der Telefon-Hotline (040) 24832-250.