Was bringt meine Solaranlage?
Eine Solarthermieanlage liefert Wärme für das Trink- und Duschwasser zur Unterstützung der Heizung und entlastet damit sowohl die Umwelt als auch Ihre Haushaltskasse. In der Praxis bleiben die Anlagen aber leider oft hinter den Erwartungen zurück. Wir prüfen, ob Ihre Anlage optimal läuft.
Das Wichtigste in Kürze
- Solarthermische Anlagen heizen Wasser und Wohnung mit der Kraft der Sonne.
- Viele Solarthermieanlagen bringen nicht den Ertrag, der eigentlich möglich wäre. Doch das fällt nicht unbedingt auf, da die Heizung einspringt, wenn die Anlage nicht richtig läuft.
- Läuft eine Solaranlage nicht optimal, sinken die Energiekosten nicht wie erwartet.
- Eigentümerinnen und Eigentümer von Solarthermieanlagen können ihr System von der Verbraucherzentrale Hamburg kostenlos überprüfen lassen.
Solarthermische Anlagen unterstützen im Regelfall die Heizung. Kleinere Warmwasseranlagen benötigen wenig Fläche und dienen allein der Trinkwassererwärmung. Gerade im Sommer liefern diese Anlagen fast vollständig die Energie, die zur Warmwasserbereitung notwendig ist – der Heizkessel kann also ausgeschaltet bleiben. So zumindest die Theorie.
Leider geht die Rechnung in der Praxis oft nicht auf: Im alltäglichen Betrieb sparen die Anlagen weniger ein als erhofft. Die Energiekosten sinken nicht wie erwartet, und es dauert länger, bis sich eine Investition rechnet.
Probleme rechtzeitig erkennen
Im Zweifelsfall merken Sie von der Schieflage erst einmal gar nichts. Neben der Kostenersparnis bleibt dann aber auch der erwünschte Effekt für den Klimaschutz auf der Strecke.
Oft stimmt beispielsweise die Kommunikation zwischen der Solaranlage und dem Heizkessel nicht. Dann heizt der Kessel den Speicher mit teurem Brennstoff auf, obwohl gerade genug Wärme aus der Solaranlage verfügbar wäre. Oder die Leitungsdämmung im Außenbereich ist nicht witterungs- und UV-beständig. Beides lässt sich meistens einfach beheben und muss nicht einmal besonders teuer sein. Auch Geräusche oder sinkende Erträge sind ein Indiz dafür, dass etwas nicht stimmt.
Unser Tipp
Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Anlage überhaupt arbeitet, schalten Sie im Sommer einfach den Heizkessel ab. Bleibt das Wasser kalt, funktioniert Ihre Solaranlage gar nicht.
Solaranlage kostenfrei prüfen lassen
Unsere Energieberaterinnen und Energieberater überprüfen die Leistungsfähigkeit Ihrer Solarthermieanlage anhand der zentralen Komponenten. Wir finden heraus, ob Ihr Speicher und Ihre Kollektoren zusammenpassen und Ihre Solaranlage richtig mit dem Heizkessel kommuniziert.
Ablauf: Wir zeichnen wichtige Systemtemperaturen Ihrer Anlage mit einem Messgerät auf. Diese Messdaten lesen wir nach einigen Tagen (davon mindestens einem Sonnentag) bei einem zweiten Termin aus, führen sie zusammen und interpretieren sie. Schließlich analysieren wir für Sie, wie sich die Effizienz Ihrer Solaranlage verbessern lässt. Die Ergebnisse erhalten Sie innerhalb von vier Wochen zusammengefasst in einem standardisierten Kurzbericht.
Unser Angebot
Für eine Überprüfung Ihrer Solarthermieanlage melden Sie sich bitte an der Telefon-Hotline der Hamburger Energielotsen unter (040) 24832-250. Hier erhalten Sie auch weitere Informationen zur Nutzung von Sonnenenergie.
Bitte beachten Sie: Die Überprüfung von Solarthermieanlage kann wetterbedingt nur von April bis Oktober durchgeführt werden. Termine können Sie ganzjährig vereinbaren.
Über die Energieberatung
Die Beratung wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Durch die Übernahme des Eigenkostenanteils für Beratungen bei Ihnen zuhause durch die Stadt Hamburg sind alle Beratungen im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ für Hamburger Haushalte kostenfrei. Die Beratungen werden von der Energieberatung der Verbraucherzentrale durchgeführt.
Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird ebenfalls von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die „Hamburger Energielotsen“ sind eine Kooperation von Zebau GmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung und der Handwerkskammer Hamburg und werden von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert.