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Fernwärme von E.on und Hansewerk Natur: Preiserhöhungen rechtswidrig?

Die Fernwärmeanbieter E.on und Hansewerk Natur haben ihre Preise in den letzten beiden Jahren deutlich erhöht. In vielen Versorgungsgebieten halten wir diese Erhöhungen für rechtswidrig – auch in Hamburg. Betroffene können sich zwei Sammelklagen anschließen.

Hausfassade mit E.on Schriftzug

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Unternehmen E.on und Hansewerk Natur haben ihre Preise für Fernwärme in vielen Gebieten kräftig erhöht.
  2. Die Verbraucherzentrale Hamburg zweifelt an der Rechtmäßigkeit der Preiserhöhungen, weil Preisänderungsklauseln aus Sicht der Verbraucherschützer nicht den rechtlichen Anforderungen entsprechen.
  3. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat zwei Sammelklagen gegen die beiden Unternehmen auf den Weg gebracht.
Stand: 16.01.2024

Nicht nur die Preise für Strom und Gas waren in den zurückliegenden Monaten teils drastisch gestiegen, auch bei der Fernwärme langen einige Anbieter anscheinend kräftig zu. 

So hat das Unternehmen E.on im Hamburger Versorgungsgebiet Lohbrügge den Netto-Arbeitspreis für Fernwärme von 3,79 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2020 auf – nach unserer Berechnung – 17,20 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2022 mehr als vervierfacht. 

Bei einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden führt das zu Mehrkosten von über 2.000 Euro. Auch andernorts haben wir ähnliche Entwicklungen bei den Fernwärmepreisen von E.on und Hansewerk Natur festgestellt.

Sich den Sammelklagen gegen E.on und Hansewerk Natur anschließen

Den Preiserhöhungen von  E.on und Hansewerk Natur liegen Preisänderungsklauseln im Vertragswerk zugrunde. Diese halten wir jedoch für rechtlich zweifelhaft, weil sie aus unserer Sicht nicht den an Preisänderungsklauseln anzulegenden rechtlichen Anforderungen entsprechen. Unsere Ansicht teilt auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Dieser hat nun zwei Sammelklagen eingereicht, damit betroffene Kundinnen und Kunden unrechtmäßig zu viel gezahltes Geld zurückerhalten. 

Sie können sich diesen Sammelklagen anschließen, indem Sie sich beim Bundesamt für Justiz (BfJ) ins Klageregister eintragen. Dadurch verjähren Ihre Ansprüche nicht. Vorab können Sie mit dem Klage-Check des vzbv prüfen, ob die Klage zu ihrem individuellen Fall passt. Anschließend erhalten sie dort konkrete Hinweise für den Eintrag ins Klageregister. Die Teilnahme an der Klage ist kostenlos. 

Wenn Sie sich für den News-Alert des Verbraucherzentrale Bundesverbands anmelden, werden Sie per E-Mail über den Verlauf der Verfahren gegen E.ON und Hansewerk Natur informiert. 

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