Stromspar-Tipps fürs Homeoffice

Die Corona-Pandemie zwingt viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ins Homeoffice. Auch für Kinder und Jugendliche sind Kitas und Schulen seit Wochen geschlossen. Die Folge: Das Leben spielt sich überwiegend zu Hause ab. Das treibt auch die Stromkosten in den eigenen vier Wänden in die Höhe. So können Sie Strom einsparen.

Frau sitzt am Laptop während ihr Hund daneben schläft

Das Wichtigste in Kürze

  1. Geräte, die nicht benutzt werden, sollten richtig ausgeschaltet sein. Der Standby-Betrieb verbraucht Strom.
  2. Verbraucher sollten den Stromzähler regelmäßig ablesen, um den Überblick zu behalten.
  3. Ein Anbieterwechsel kommt nur dann in Betracht, wenn die monatlichen Abschlagszahlungen auch während der Corona-Krise sicher bezahlt werden können.
Stand: 23.04.2020

Die Rechnung ist einfach: Je mehr Zeit man zu Hause verbringt, desto mehr Strom wird dort verbraucht. Aber durch bewusstes Verhalten können Sie Strom spürbar einsparen. Da ist gut für die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Darauf sollten Sie achten:

Lieber Laptop als PC verwenden: Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben ihre Tätigkeiten ins Homeoffice verlagert. Nutzen Sie für Ihre Arbeit am Schreibtisch einen Laptop oder Notebook. PCs verbrauchen in der Regel deutlich mehr Strom.

Laptop und PC in den Energiesparmodus schalten: Die meisten Geräte besitzen einen Energiesparmodus, in den sie sich nach einer bestimmten Zeit der Untätigkeit automatisch schalten. Aktivieren Sie diese Funktion.

Kein Standby-Betrieb: Fernseher oder Spielekonsolen stehen in der Regel auf Standby, wenn sie gerade nicht benutzt werden. Aber auch dieser Modus verbraucht Strom. Schalten Sie diese Geräte besser ganz aus.

Router timen: Router gehören zu den Großverbrauchern im Haushalt. Sie verbinden die internetfähigen Geräte über eine WLAN-Verbindung mit dem Internet. Bei vielen Router-Modellen lassen sich die Datenübertragungsfunktionen zeitlich begrenzen und beispielsweise nachts abschalten. Wer nachts außerdem seine WLAN-Empfänger komplett ausschaltet, verringert damit auch den Stromverbrauch des Routers.

Abschaltbare Mehrfachsteckdosen verwenden: Diese sind empfehlenswert, da einige elektrische Geräte auch ausgeschaltet Strom verbrauchen. Durch das Abschalten der Mehrfachsteckdose vermeiden Sie den unnötigen Standby-Verbrauch.

Strommessgerät benutzen: Kaufen Sie sich im Baumarkt ein Strommessgerät. So können Sie den Verbrauch verschiedener Geräte im Blick behalten. Gleichzeitig können Sie die Kinder spielerisch für einen sparsamen Umgang mit Elektrogeräten sensibilisieren.

Stromzähler ablesen: Checken Sie wöchentlich Ihren Stromzähler und behalten Sie so den Stromverbrauch im Haushalt im Blick.

Vorsicht bei Anbieterwechsel

Um die finanzielle Belastung für Verbraucher in Folge der Corona-Pandemie abzufedern, hat die Bundesregierung neue gesetzliche Regelungen erlassen. Diese gelten seit dem 1. April. Demnach besteht für Verträge der Grundversorgung (Strom, Wasser, Heizung, …) bis zum 30. Juni 2020 ein sogenanntes Leistungsverweigerungsrecht. Wer die existenzsichernden Verträge nicht bedienen kann, gerät nicht in Zahlungsverzug. Aber: Die Zahlungen sind nur aufgeschoben (nicht aufgehoben) und müssen zu einem späteren Zeitpunkt geleistet werden.

Unser Rat: Dieser Schutz gilt für Verträge, die vor dem 8. März 2020 abgeschlossen wurden. Bei neueren Verträgen können Sie sich nicht auf diese neuen Regelungen berufen. Ziehen Sie einen Anbieterwechsel also nur dann in Betracht, wenn Sie den neuen Vertrag auch in Zeiten der Corona-Pandemie finanzieren können.

Unser Angebot

Haben Sie noch Fragen zum Energiesparen oder zum Anbieterwechsel? Dann rufen Sie die Hamburger Energielosten unter Tel. (040) 24832-250 an oder schicken Sie eine E-Mail.

Schon mit wenigen Maßnahmen können Sie jede Menge Kilowatt und Euro sparen, auch ohne viel zu investieren. Unsere Energieberater geben Ihnen einen ersten Überblick, was wie und wo möglich ist. Nach der Corona-Krise führen wir unsere Energie-Checks auch wieder bei Ihnen zu Hause durch.

Über die Energieberatung

Die Energie-Checks sowie die persönlichen Beratungen der Verbraucherzentrale Hamburg werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ sind die Energie-Checks für Hamburger Haushalte kostenfrei.

Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die Hamburger Energielotsen sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg.

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