Gut geheizt durch den Winter

Niedrige Temperaturen lassen die Heizkosten steigen. Was tun? Wie Sie effizienter und umweltfreundlicher heizen und obendrein noch Kosten sparen können. Fünf Heiztipps, die Sie unbedingt beachten werden sollten.

Frau füttert Hund auf Sofa
Stand: 24.03.2020

Die Heizung macht für die meisten Haushalte nach wie vor den größten Anteil der Energiekosten aus. Energieverluste bei privaten Heizungsanlagen kosten unnötig Geld und sind schlecht für Umwelt und Klima. Oft lassen sich die Kosten allerdings mit einfachen und sogar kostenlosen Mitteln spürbar senken.

Die fünf wichtigsten Heiztipps

  • Runterdrehen: Am wirkungsvollsten ist es, die Heizung herunterzudrehen. Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizenergie. Eine Senkung der Temperatur von 24°C auf 20°C spart also rund ein Viertel der Heizkosten.

  • Nicht voll aufdrehen: Entgegen der landläufigen Meinung wird es nicht schneller warm, wenn der Heizkörper voll aufgedreht wird. Stellen Sie das Thermostatventil Ihrer Heizung also am besten genau auf die gewünschte Stufe ein. Dann wird der Raum nicht überheizt. Stufe 3 entspricht etwa 20 Grad Celsius; eine Stufe höher oder niedriger macht jeweils ungefähr vier Grad aus.

  • Heizkörper frei räumen: Kann die warme Luft am Heizkörper nicht zirkulieren, funktioniert das Thermostat nicht richtig. Vorhänge vor dem Heizkörper, Abdeckungen oder zu nahe aufgestellte Möbel sollten Sie deshalb entfernen oder verschieben.

  • Zeitschaltuhren nutzen: Wenn tagsüber alle Bewohner außer Haus sind oder nachts schlafen, muss die Heizung nicht mit voller Kraft heizen. Am komfortabelsten geht das mit dem Zeitschalter der Heizungsanlage oder programmierbaren Thermostatventilen. Dann ist es auch wieder warm, wenn Sie morgens aufstehen oder abends nach Hause kommen.

  • Richtig lüften: Mehrfaches kurzes Stoßlüften ist die energiesparendste Methode. Zu lange geöffnete oder ständig gekippte Fenster verschwenden Heizenergie. Lüften ist wichtig, um Schimmelbefall in den Wohnräumen zu verhindern.

Unser Angebot: Heiz-Check

Wenn unsere Tipps für Sie zum „normalen Tagesgeschäft“ gehören, Ihre Heizkosten aber noch immer viel zu hoch sind, könnte ein Heiz-Check genau das Richtige für Sie sein.

Beim Heiz-Check überprüfen unsere Energieberater Ihre Heizungsanlage; Messgeräte zeichnen wichtige Systemtemperaturen auf. Zudem wird der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft, das Alter und die Größe des Systems sowie der Verlauf der Raumtemperatur und der Vorjahresverbrauch erfasst. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile in Augenschein genommen. Wenig später erhalten Sie per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt. Und das alles sogar kostenlos.

Interessiert? Termine für den Heiz-Check, der bei Außentemperaturen ab 5°C stattfinden kann, vereinbaren Sie am besten telefonisch unter (040) 24832-250 oder Sie schicken eine E-Mail

Bitte beachten Sie: Aufgrund der Corona-Pandemie können wir unserer Heiz-Check aktuell leider nicht anbieten. Auch die Verbraucherzentrale ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Schriftlich und telefonisch können Sie sich jedoch weiterhin an uns wenden. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind für Sie da.

Über die Energieberatung

Die Energie-Checks sowie die persönlichen Beratungen der Verbraucherzentrale Hamburg werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ sind die Energie-Checks für Hamburger Haushalte kostenfrei.

Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die Hamburger Energielotsen sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt und Energie der Freien und Hansestadt Hamburg.

Bücher und Broschüren