Debitkarten: Sie haben viele Namen

Die kostenlose Girokarte wird zum Auslaufmodell. Immer mehr Banken und Sparkassen erheben dafür Gebühren. Doch was sind die Alternativen? Und worin unterscheiden sich eigentlich Giro-, EC-, Debit- und Kreditkarte? Eine Übersicht.

Bankkarten in Hosentasche

Das Wichtigste in Kürze

  1. In der Niedrigzinsphase erhöhen viele Banken und Sparkassen ihre Gebühren – auch für Girokarten.
  2. Giro- und Kreditkarten unterscheiden sich vor allem in der Art der Belastung.
  3. Für die Girokarte gibt es umgangssprachlich viele Namen.
Stand: 02.12.2021

Immer mehr Banken und Sparkassen verlangen von ihren Kunden Gebühren für die Girokarte. Alternativ setzen vor allem Direktbanken auf eine sogenannte Debitkarte, die sie ihren Kunden in der Regel kostenfrei anbieten. Genaugenommen sind Girokarten und Debitkarten jedoch ein und dasselbe. Genauer gesagt: Eine Girokarte ist eine Debitkarte.

Die Debitkarte

Im ursprünglichen Sinne bezeichnet eine Debitkarte ganz allgemein eine Zahlungskarte, die Geld direkt vom Girokonto des Besitzers abbucht. Umgangssprachlich wird sie auch Bankkarte, Sparkassenkarte, EC-Karte oder eben auch Girokarte genannt. Mit ihr kann man am Geldautomaten Bargeld abheben oder Waren und Dienstleistungen bargeldlos bezahlen.

Debitkarte vs. Girokarte

Vor allem Direkt-Banken sind jedoch dazu übergegangen, sowohl eine Debit- als auch eine Girokarte anzubieten. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Karten: Während Kunden für die Girokarte immer öfter Gebühren zahlen müssen, ist die Debitkarte in der Regel gebührenfrei. Die Unternehmen begründen diesen Schritt mit hohen Kosten der Girokarte und werben mit den Vorzügen ihrer Debitkarte.

Diese sei weltweit anwendbar, da sie von den meisten Händlern akzeptiert werde, auch fürs mobile Bezahlen. Aus unserer Sicht ist dies aber mitnichten der Fall. Viele Händler akzeptieren die Debit-Karte nicht, weil deren Service Provider (das ist der Dienstleister des Händlers, über den dieser seine Zahlungen abwickelt) hohe Gebühren für damit getätigte Zahlungen verlangt. Das gilt auch für den Online-Handel.

Die Gebühren für ihre Girokarte begründen die Banken und Sparkassen mit einem dichten Netz an Filialen und Geldautomaten. Diese Serviceleistung kostet die Unternehmen nach eigener Aussage viel Geld.

Die Kreditkarte

Mit Kreditkarten können Sie in Online-Shops und Läden zahlen (nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern der Erde) oder rund um den Globus Geld am Automaten abheben. Deswegen sind die Karten so beliebt. Kreditkarten gibt es zum Girokonto dazu – oder von Anbietern, die die Karten nicht an ein Konto knüpfen.

Eine Kreditkarte unterscheidet sich von einer Debitkarte vor allem durch die Belastungsart. Bei einer Debitkarte wird Ihr Konto zeitnah belastet, bei einer Kreditkarte in der Regel in regelmäßigen Abständen. Bei den meisten Karten werden alle Umsätze der Kreditkarte einmal im Monat per Lastschrift vom Girokonto eingezogen. Als Kunde bekommt man quasi einen Kredit über einen kurzen Zeitraum. Vor allem viele Online-Händler, Autovermieter und Fluggesellschaften verlangen mittlerweile die Zahlung per Kreditkarte, weil diese im Vergleich zur Debitkarte über einen Kreditrahmen verfügt.

Doch Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Neben der „klassischen“ Variante gibt es weitere, die sich nach Art der Abrechnung und den daraus resultierenden Kosten unterscheiden.

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