Postbank: Kein Entgelt für Tchibo-Kunden

Die Postbank verlangt demnächst 3,90 Euro pro Monat für ihr Konto Giro Plus. Weil das eigentlich dauerhaft nichts kosten sollte, fühlen sich viele Verbraucher zum Narren gehalten. So wie Thomas S., der über eine Tchibo-Aktion zur Postbank kam und sich beschwerte. Sie haben auch ein Postbank-Tchibo-Konto? Erheben Sie Widerspruch!

Postbank Filiale Colourbox
Stand: 09.09.2016

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel den Stand der Dinge zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wiedergibt. Aktuelle Informationen erhalten Sie in unserem Übersichtsartikel zum Thema.

„Als leistungsstarke Filial- und Onlinebank möchten wir Sie auch weiterhin überzeugen. Deshalb haben wir die Preise und Angebote unserer Kontowelt zum 1. November 2016 neu gestaltet“, schreibt die Postbank zurzeit an ihre Kunden.

Deftige Preise für Kontoführung im Anmarsch

Die sogenannte Neugestaltung hat es in sich, denn wer nicht jung (höchstens 22 Jahre alt) ist oder einen monatlichen Geldeingang von mindestens 3.000 Euro vorweisen kann, schaut in die Röhre und muss fortan für die Kontoführung zahlen. 1,90 Euro fürs Konto Giro direkt oder sogar 3,90 Euro fürs Konto Giro Plus will die Postbank ab November pro Monat haben.

Das ist ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die in den letzten Jahren ein Girokonto bei der Postbank eröffnet haben. Wurde ihnen doch vollmundig versprochen, dass ihr Konto garantiert kostenlos bleiben würde.

Kostenlose Kontoführung auf ewig versprochen

So hatte beispielsweise auch Thomas S. aus Hamburg im Rahmen einer Werbeaktion der Firma Tchibo ein Konto bei der Postbank beantragt.

Im dazugehörigen Werbeprospekt aus dem Jahr 2008 wirbt die Bank mit dem Versprechen „auf ewig € 0,-“ gezielt um neue Kunden. „Dauerhaft ohne Kontoführungs- oder Jahresgebühren. Für alle Zeiten – versprochen!“ ist darin zu lesen oder „Kostenlos bleibt kostenlos: das Postbank Giro Plus“.

Und damit soll jetzt Schluss sein? Herr S. hat sich gewehrt und eine Beschwerde an die Postbank geschickt. Er hat die seinerzeitige Ewigkeitszusicherung für eine kostenlose Kontoführung nicht vergessen, die Postbank anscheinend schon.

Den gesamten Werbeprospekt als PDF herunterladen und ansehen.

Widerspruch bei der Postbank erheben

Nach vermutlich zahlreichen Verbraucherbeschwerden hat das Kreditinstitut nun eingelenkt. Auf der Internetseite der Postbank ist seit einigen Tagen zu lesen:

Wenn Sie Ihr Girokonto über eine Kooperation mit Tchibo abgeschlossen haben, können sie der Entgeltänderung widersprechen. In diesem Fall gilt das Kontoführungsentgelt pro Monat nicht. Bitte senden Sie Ihren Widerspruch formlos und mit dem Vermerk „Tchibo" an die Postbank unter:

direkt@postbank.de

oder

Postbank Zentrale
Postfach 40 00
53105 Bonn

Sie haben auch ein Postbank-Konto über den Kaffeeröster Tchibo eröffnet und sollen demnächst für die Kontoführung zahlen? Machen Sie von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch und setzen Sie noch heute ein Schreiben an die Postbank auf. Dieses kann wie folgt lauten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich allen Entgeltänderungen für mein Postbank Konto Giro Plus, das ich über eine Werbeaktion der Firma Tchibo bei Ihnen eröffnet habe.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieses Schreibens, und dass mein Konto weiterhin kostenfrei bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

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