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10 Tipps, um beim Lebensmitteleinkauf zu sparen

Die Preise für Lebensmittel sind zuletzt ungewöhnlich rasant gestiegen – und sie werden wohl noch weiter nach oben klettern. Was kann man nun tun? Wir haben ein paar hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Haushaltskasse entlasten.

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Preise für Lebensmittel steigen, doch Verbraucherinnen und Verbraucher können mit dem richtigen Einkaufsverhalten die Haushaltskasse entlasten.
  2. Wer immer mit einem Essensplan im Kopf und Einkaufszettel in den Supermarkt geht, tätigt am wenigsten Impulskäufe.
  3. Beim Einkauf sollte man Grundpreise vergleichen und saisonale Angebote bevorzugen – die sind meistens günstiger.
  4. Die Verpflegung für den Arbeitstag vorbereiten und sich teures „ToGo“ oder „Fast Food“ lieber verkneifen, spart bares Geld.
  5. Wasser aus der Leitung trinken, entlastet den Geldbeutel ebenfalls. Denn das ist nahezu kostenlos und in Deutschland sehr gut kontrolliert.
Stand: 26.04.2022

Wer heutzutage in den Supermarkt geht, muss tief ins Portemonnaie greifen. Die Preissteigerungen der vergangenen Wochen werden sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten erst einmal fortsetzen. Für Verbraucher und Verbraucherinnen mit einem knappen Haushaltsbudget stellt das eine große Herausforderung dar. Unsere Tipps für den Einkauf von Lebensmitteln helfen Ihnen, aus Ihrem Budget das Beste zu machen.

Tipp 1: Erstellen Sie einen Essensplan

Überlegen Sie sich, wie Ihre nächste Woche aussieht. Wann essen Sie zuhause, wann brauchen Sie etwas, das Sie zur Arbeit mitnehmen können? Essen Sie allein, mit der Familie oder haben Sie Gäste? Planen Sie, was sich gut verbinden lässt – auch hinsichtlich der benötigen Zutaten. Sollten Reste entstehen, planen Sie diese mit ein. Denken Sie daran: Je weniger Sie wegwerfen müssen, desto mehr Geld sparen Sie. Unser Ratgeber »Fix Food« zeigt, wie Sie mit wenig Aufwand und kleinem Budget Leckeres auf den Tisch zaubern.

Trotz Planung zu viel gekocht? Frieren Sie das Essen portionsweise ein und nehmen Sie es je nach Bedarf wieder aus dem Tiefkühlschrank.

Tipp 2: Bereiten Sie ihren Einkauf vor

Schreiben Sie sich eine Einkaufsliste. So kaufen Sie nicht mehr, als Sie tatsächlich benötigen. Eine Liste, an die Sie sich halten können, ist auch ein gutes Mittel gegen die Tricks der Supermärkte und Hersteller, Sie mit geschickter Platzierung und greller Werbung zu Impulskäufen anzuregen. Bis zu 50 Prozent machen diese Spontankäufe aus, die den Händlern gute Margen sichern.

Spontan gekaufte Sonderangebote vermitteln Ihnen zwar das Gefühl, Geld zu sparen, doch was nützen einem Lebensmittel, die man gar nicht isst. Das gilt ebenso für Großpackungen mit Mengenrabatt (3 zum Preis von 2 / ab 3 Packungen günstiger). Die kosten erst einmal mehr, landen aber schlimmstenfalls im Müll, weil sie eigentlich nicht benötigt werden.

Übrigens: Gehen Sie nicht hungrig einkaufen. Es ist durch Studien belegt, dass hungrige Personen tendenziell größere Mengen an Lebensmitteln in ihren Einkaufswagen legen.

Tipp 3: Behalten Sie Sonderangebote im Blick

Möchten Sie auf eine bestimmte Marke nicht gerne verzichten, auch wenn sie etwas teurer ist? Dann achten Sie ganz bewusst auf Ankündigungen von Sonderangeboten in Ihrem Supermarkt. Viele Marken verkaufen ihre Waren in regelmäßigen Abständen besonders günstig und kündigen dies in ihren Prospekten an. Wenn Sie diese Aktionen bewusst nutzen, können Sie auch hier Geld sparen. Aber bedenken Sie: Sonderangebote für Markenprodukte sind meist immer noch teurer als Eigenmarken in oft ebenso guter Qualität.

Auch mit dem Kauf nur noch kurz haltbarer Lebensmittel können Sie einiges an Geld sparen (die sind nämlich meisten preisreduziert) – und obendrein etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun. Viele Discounter und Supermärkte präsentieren Produkte, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald abgelaufen ist, in separaten Kartons zur Auslage und/oder sie weisen im Regal mit auffälligen Stickern auf die Produkte hin. Vor allem wenn Sie nach Lebensmitteln suchen, die sie zeitnah zubereiten wollen, sind die preiswerten Angebote eine gute Wahl.

Tipp 4: Vergleichen Sie die Grundpreise

Geraten Sie zum Beispiel vor dem Tomatenregal auch regelmäßig in Schweiß, weil die vielen Angebote und Preise Sie überfordern? Atmen Sie tief durch und werfen Sie einen Blick auf die Grundpreise. Der Grundpreis muss je Kilogramm oder 100 Gramm angegeben werden und hilft Ihnen so ganz einfach, das günstigste Produkt im Angebot zu finden. Denn Füllmengen sind oft bei gleichen Packungsgrößen und Preis unterschiedlich. Es lohnt sich auch, den Grundpreis abgepackter Wurst- und Käsewaren mit dem der Ware an der Theke zu vergleichen. Oft sind die verpackten Waren etwas günstiger.

Tipp 5: Schauen Sie in die unteren Regale

Viele Supermärkte sortieren günstige Produkte und Eigenmarken meist nicht auf Augenhöhe ein. Wer Geld sparen will, muss sich also etwas mühen. Im direkten Blickfeld stehen in der Regel teurere Markenprodukte.

Tipp 6: Kaufen Sie saisonales Obst und Gemüse

Werfen Sie einen Blick auf unseren Saisonkalender. Lacht Sie dort etwas an? Umso besser, denn Obst und Gemüse der Saison ist in der Regel günstiger. Aktuell sind das vor allem eingelagerte Äpfel, Kartoffeln, Möhren, Wirsing, Steckrüben, Kohl und Rote Bete. Auch aus diesen altbekannten und leider aus dem Blickfeld geratenen Lebensmitteln lassen sich einfach tolle und preiswerte Gerichte zaubern. Aus geschütztem Anbau (abgedeckt mit Vlies oder Folie) kommen jetzt bald Blumenkohl, Radieschen, Feldsalat und Rucola.

Auch bei Produkten, die Sie direkt beim Erzeuger kaufen, können Sie sparen, wenn Sie gezielt einkaufen. Eine Recherche in Ihrer näheren Umgebung lohnt sich. Ein Beispiel: Während im Supermarkt oft teure Markenäpfel (Pink Lady, Kanzi, Cosmic Crisp etc.) angeboten werden, kann man bei Erzeugern oft noch günstige Sorten finden.

Übrigens

Durch eine kürzlich in Kraft getretene Änderung der sogenannten EU-Mehrwertsteuersystemrichtlinie könnte die Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse oder andere Grundnahrungsmittel komplett entfallen. Mit der Richtlinie legen die Länder der Europäischen Union gemeinsame Vorgaben für die Mehrwertsteuer fest. Der reguläre Steuersatz muss demnach bei mindestens 15 Prozent liegen, der ermäßigte bei mindestens fünf Prozent. In bestimmten Bereichen – auch bei Lebensmitteln – sind grundsätzlich Steuerbefreiungen möglich.

👍 Wir würden befürworten, wenn Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise für Obst und Gemüse keine Mehrwertsteuer mehr zahlen müssten. Derzeit liegt der reduzierte Mehrwertsteuersatz bei sieben Prozent. Eine Steuerbefreiung für Obst und Gemüse könnte die Haushaltskassen entlasten, eine gesunde Ernährung fördern und einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.

 

Tipp 7: Zum Original statt zu Convenience greifen

Für Fertigprodukte, die uns das Rühren, Schnibbeln oder Putzen abnehmen, müssen Sie in der Regel tüchtig zuzahlen. Dabei lässt sich richtig Geld sparen, wenn man auf diesen küchentechnischen Service der Anbieter verzichtet. Wer drei Euro mehr am Tag für Fertiglebensmittel ausgibt, ist pro Jahr immerhin mehr als 1.000 Euro los. Selber kochen lautet daher die Devise.

Auch bei hippen Trend-Produkten sollten Sie genau hinschauen. So kosten beispielsweise Linsen als Nudeln oder Chips auf den Markt gebracht horrend mehr als die ursprünglichen Hülsenfrüchte selbst, die günstige, gesunde und nahrhafte Alternativen darstellen.

Tipp 8: Öl sparsam verwenden

Öl ist gerade Mangelware. Vor allem Sonnenblumenöl sucht man im Supermarkt momentan oft vergebens. Doch das ist kein Grund zum Hamster zu werden, denn es handelt sich lediglich um vorübergehende Lieferengpässe. Hamsterkäufe treiben die Preisspirale weiter an – und das nützt niemandem. Immerhin können Alternativen wie Rapsöl das Sonnenblumenöl ersetzen. Und wenn Sie mit Ihrem Speiseöl etwas sparsamer umgehen, etwa mit Hilfe von beschichteten Pfannen, ist die Flasche auch nicht so schnell leer.

Tipp 9: Trinken Sie Wasser aus der Leitung

Sparen Sie sich das Geld für Mineralwasser, trinken Sie lieber das streng kontrollierte Trinkwasser aus dem Hahn. Sofern Sie keine Bleileitungen in ihrem Haus haben, müssen Sie keine Bedenken haben. Sie können sich auch bei Ihrem Trinkwasserversorger über die Qualität informieren. Er muss Ihnen Auskunft über die Zusammensetzung geben. Lieben Sie Sprudelwasser und möchten nicht darauf verzichten? Dann ist ein Sodawasser-Bereiter für Sie die richtige Wahl. Filtern müssen Sie das Leitungswasser nicht.

Tipp 10: Kaffee und Snacks mitnehmen

Auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee und ein Brötchen vom Bäcker für die Mittagspause? Ein Thermobecher, zu Hause mit frisch gebrühtem Kaffee befüllt, spart Ihnen jeden Morgen zuverlässig ein paar Euro. Das gilt auch für Brote und Brötchen die Sie sich mit dem belegen, was Sie gerne mögen. Bis zu fünf Euro pro belegtes Brötchen können Sie auf diese Weise sparen.

Gut zu wissen

Haben Sie schon einmal von Apps wie zum Beispiel Too Good To Go gehört? Einmal angemeldet können Sie damit für kleines Geld (meist abends) Lebensmittel in Supermärkten retten, die am nächsten Tag nicht mehr verkauft werden könnten. Für einen geringen Betrag geben auch immer mehr Restaurants, Supermärkte, Hotels oder Bäckereien die Lebensmittel ab, die sie sonst wegwerfen würden. Es ist also eine Win-Win-Situation: Die Anbieter verdienen noch etwas, werden ihre Brötchen und übrigen Speisen los – und Käuferinnen und Käufer kommen deutlich günstiger weg.

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