Rasenmäher: Hand oder Motor?

Die Sonne scheint, der Rasen wächst. Die Grashalme wollen gestutzt werden. Mit Motor oder per Hand, fragen sich da viele. Ob Hand- oder Elektromäher, Benziner oder Rasenroboter – mit welchen Geräten macht man beim Rasenmähen den besten Schnitt? Wir sagen es Ihnen.

Rasenmäher

Das Wichtigste in Kürze

  1. Rasenmäher sollten je nach individuellem Bedarf ausgesucht und verglichen werden.
  2. Ab 100 Quadratmeter Rasenfläche sind Handmäher eher ungeeignet. Elektrische Rasenmäher sind meist am günstigsten, gefolgt von Mähern mit Akku und Rasenrobotern. „Benziner“ sind aus Umweltschutzgründen nicht zu empfehlen, oft gibt es auch Qualitätsprobleme.
  3. Das Umweltzeichen Blauer Engel kennzeichnet besonders lärmarme und schadstoffarme Gartengeräte. 
Stand: 29.05.2018

Rasen mähen – mit Motor oder per Hand? Die Anschaffung eines Rasenmähers will wohl überlegt sein, ist er doch regelmäßig und oft im Einsatz.

Handmäher schneiden gut und halten fit

Für einen Handmäher sprechen gute Gründe. Preislich ist er in der Regel günstiger als ein motorbetriebenes Gerät. Manche Handmäher können aber auch um einiges teurer als mancher Elektromäher sein.

Zum guten Preis gesellt sich eine unschlagbare Umweltbilanz: kein Lärm, keine Abgase, kein Energieverbrauch – außer dem körpereigenen. Da Handmäher zudem das Gras am saubersten schneiden, macht man mit einem Handspindelmäher nicht nur in Sachen Fitness den besten Schnitt. Doch sollten Sie in diesem Fall regelmäßig mähen, denn bei längeren Grashalmen kann die Arbeit je nach Konstitution mühsam werden.

Große Preisunterschiede bei Elektro- und Akkumähern

Rasenflächen über 100 Quadratmeter sind für die Bearbeitung mit einem Handmäher eher ungeeignet. Bei größeren Flächen wird meist ein Elektromäher die erste Wahl sein. Er arbeitet relativ leise und produziert keine Abgase. Doch die aktuellen Preisunterschiede sind auch hier erheblich. Der Testsieger der Stiftung Warentest im April 2014 „Viking ME 339.0” (gut/2,4) liegt demnach mit 320 Euro weit über dem Anschaffungspreis des „Einhell RG-EM 1233” (befriedigend/3,3) für 80 Euro.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Akkumäher. Sie arbeiten leiser als Benzin-Mäher und sind mobiler als kabel­gebundene Geräte. Doch wegen der enthaltenen Lithiumakkus sind die Modelle wesentlich teurer. Zu beachten ist zudem, dass die Akkus bei hohem oder nassem Gras wesentlich schneller schlapp machen. Dagegen hilft nur die Anschaffung eines Zweitakkus. Doch nur bei wenigen Mähern ist ein Wechselakku im Liefer­umfang enthalten. Bei den meisten Geräten sind Zweit­akkus teures Sonder­zubehör zu Preisen von 132 bis 219 Euro.

Aktuell im Trend sind Rasenroboter, die wie von Geisterhand den Rasen mähen. Ein Test der Siftung Warentest vom April 2018 bestätigt, dass sich der Rasen bei den meisten Robotern sehen lassen kann – auch an Stellen, an denen die Geräte oft rangieren. Doch es gibt Sicherheitsbedenken: Ein stehendes Kind erkannten alle Rasenmäher-Roboter. Bei krabbelnden Kindern hielten sechs ebenfalls rechtzeitig an. Zwei Modelle jedoch – Robomow RC304u und Honda Miimo 310 – hinterließen deutliche Schnitte an dem Kinder­schuh einer Fußattrappe. Barfuß hätte das zu heftigen Verletzungen geführt.  

Wer mit einem Rasenroboter liebäugelt, muss dafür oft tief ins Portemonnaie greifen. Einige Modelle kosten mehr als 2.000 Euro.  

Viel Krach und viele Schadstoffe bei Benzinern

Einsatzgebiet der Benziner sind vor allem große oder schlecht zugängliche Rasenflächen. Außerdem werden die Mäher auch mit schwierigerem Bewuchs fertig. Aufgrund ihres Lärmpegels und Schadstoffaus­stoßes sind sie aber eine erhebliche Belastung für die Umwelt. Die billigeren Benziner mähen laut Stiftung Warentest zudem eher nicht gut und/oder lassen sich nur schlecht reinigen. 

Blauer Engel für Gartenequipment

Rasenmäher, Motorkettensägen, Heckenscheren und Gartenhäcksler können für enormen Lärm sorgen. Der kann nicht nur schädlich für die eigene Gesundheit sein, er nervt auch die Nachbarn. Gartengeräte mit dem Blauen Engel sind hier die richtige Alternative. 

Rasenmäher, Häcksler oder Heckenschere mit dem bekannten Umweltzeichen sind deutlich leiser als vergleichbare Geräte. Zudem dürfen Gartengeräte mit dem Blauen Engel, die mit einem Verbrennungsmotor arbeiten, nur wenige Abgase ausstoßen, und die verwendeten Kunststoffe müssen frei von gesundheitsgefährdenden Substanzen sein. All das zusammen ist nicht nur gut für Gesundheit und Umwelt, sondern auch für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander.

Gut zu wissen

Der Blaue Engel kennzeichnet noch viele Produkte zur umweltfreundlichen Gartengestaltung und -pflege. Hierzu zählen Pflanztöpfe, Rasenkanten oder Regentonnen aus Recyclingkunststoffen ebenso wie biologisch abbaubare Kettenschmierstoffe auf überwiegend pflanzlicher Basis. Holzlasuren mit dem Blauen Engel verzichten auf Weichmacher und haben einen geringen Lösungsmittelgehalt.

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