Secondhand ist Trend

Wer Gebrauchtes kauft, kann die Umwelt entlasten. Doch die Sachen müssen hochwertig sein, sonst ist ihre Lebens­dauer zu kurz. Nicht immer ist Secondhand die erste Wahl. Alte Wasch­maschinen oder Kühl­schränke verbrauchen zumeist deutlich mehr Strom und Wasser als neue Geräte.

Roter Puppenwagen auf Flohmarkt

Das Wichtigste in Kürze

  1. Der Konsum ist ein fester Bestandteil des Verbraucheralltags. Immer mehr und immer schneller wird gekauft und angeschafft.
  2. Der Überfluss an Waren und Produkten beutet die Umwelt aus und gefährdet so die Lebensgrundlage der Menschen, Tiere und Pflanzen. 
  3. Wer Konsumgüter aus zweiter Hand kauft, setzt ein Zeichen und schont nicht nur die Umwelt, sondern auch seinen Geldbeutel.
Stand: 25.06.2018

Von Mode über Technik bis hin zu Sport- und Freizeitwaren: Wirtschaft und Handel leben vom Konsum der Verbraucher. Immer schneller bringen Hersteller ihre Neuentwicklungen auf den Markt. Wir haben uns schon so sehr darauf eingestellt, dass uns die kurzen Generationszyklen mancher Produkte wie Smartphones kaum noch auffallen. Standen früher Funktionalität und Nutzen eines Produkts im Vordergrund des Einkaufs, ergänzen heute Stöbern, Aussuchen und Genießen unsere moderne Shoppingkultur.

Was mit dem Wohlstandsmüll passiert

Jedes Konsumgut wird aus Rohstoffen und unter Einsatz von Energie gefertigt und verpackt. Doch Bodenschätze und fossile Energieträger sind nur begrenzt vorhanden, und die massenhafte Erzeugung pflanzlicher Rohstoffe bringt die landwirtschaftliche Produktion an ihre Grenzen.

Ein weiteres Problem stellt die abschließende Entsorgung ausrangierter Güter dar. Der Umgang mit unserem Wohlstandsmüll ist inzwischen ein wichtiger Teil des wirtschaftlichen Kreislaufs. Einerseits muss der Abfall möglichst umweltneutral entsorgt werden, andererseits erfordern schwindende natürliche Ressourcen zunehmend das Recycling wertvoller Inhaltsstoffe.

Somit ist es sinnvoll, die Lebensdauer eines Produktes von seiner Funktionstüchtigkeit abhängig zu machen und nicht vom eigenen Nutzungsinteresse. Anders ausgedrückt: ein Gerät, ein Kleidungsstück, das nicht mehr unserem Geschmack entspricht oder für welches wir keine Verwendung mehr haben, kann einem anderen Besitzer noch gute Dienste leisten.

Was Sie alles secondhand kaufen können

Kauf und Verkauf von Gebrauchtwaren heißt, etwas Unattraktives loszuwerden oder etwas Passendes zu kaufen. Egal, wo Gebrauchtwaren gehandelt werden, ob im Trödelladen, auf Flohmärkten, im Ecklädchen Klamottenrausch oder bei Secondhand-Kinderkram – für kleines Geld etwas Schönes zu finden, macht richtig Spaß. Öfter mal was Neues, ist hier die Devise – auch wenn das Neue schon etwas älter ist. Aber Secondhand macht auch mal ein Ausprobieren mit geringerem finanziellen Aufwand möglich: egal ob Musikinstrument, Sportausrüstung, Computer oder Spiegelreflexkamera – gebraucht kaufen, heißt günstig kaufen.

Und wem sein altes Schätzchen zwar lieb, aber langweilig ist, verkauft entweder selbst auf dem Flohmarkt oder bringt es zum Gebrauchtwarenladen. Denn: Es gibt nahezu nichts, was nicht einen neuen Liebhaber findet.

Wo Sie Gebrauchtwaren kaufen können

Unsere Liste mit unterschiedlichen Secondhand-Anbietern (Stand: Juli 2014) hilft Ihnen bei der Suche nach Secondhand-Artikeln. Stöbern, aussuchen und genießen lässt es sich am besten, wenn die gekaufte Ware mal nicht von der Stange kommt und zudem das Portemonnaie schont. Die Liste ist nicht abschließend; weitere Händler finden Sie zum Beispiel auch in den Gelben Seiten. Hinweise oder Korrekturen zu unserer Übersicht nehmen wir gerne entgegen.

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