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Öfen und Kamine: Auf dem Holzweg?!

Angesichts der hohen Energiepreise sehen viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer in Brennholz eine kostengünstige Alternative. Doch bei unsachgemäßer Nutzung schonen Öfen und Kamine weder die Umwelt noch Ihren Geldbeutel. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um mit Holz effizient zu heizen. 

Ein Stapel mit Holzscheiten

Das Wichtigste in Kürze

  1. Vor der Inbetriebnahme müssen Öfen und Kamine von Fachkräften des Schornsteinfegerhandwerks geprüft und abgenommen werden.
  2. In Ofen und Kamin gehört ausschließlich gut getrocknetes Stückholz.
  3. Das Umweltlabel „Blauer Engel“ zeichnet hochwertige Öfen und Kamine aus.
Stand: 27.10.2022

Holzfeuer gelten als gemütlich und Holz wird als nachwachsender Rohstoff mit geringer CO2-Emission eingestuft. Laut Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks für das Jahr 2021 gibt es in Deutschland bereits über 11 Millionen sogenannte Einzelfeuerstätten für Festbrennstoffe. Werden all diese Öfen regelmäßig befeuert, verursachen sie alleine durch ihre Anzahl eine erhebliche CO2- und Feinstaubbelastung. Doch die Bilanz verschlechtert sich sogar noch, wenn sie nicht sachgemäß genutzt werden.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Holz effizient verbrennen wollen:

  • Jede Feuerstätte muss von einer Fachkraft des Schornsteinfegerhandwerks abgenommen werden. Ungeprüft besteht ein erhöhtes Brand- und Rauchgasvergiftungsrisiko. Vereinbaren Sie unbedingt einen Termin mit einem Fachbetrieb, sollte Ihr Kamin oder Ofen noch nicht geprüft worden sein.
  • In den Ofen gehört ausschließlich gut getrocknetes Stückholz. Zeitungen hingegen kommen ins Altpapier und Joghurtbecher in die gelbe Tonne. Alte Bauteile aus Holz sollten auf Deponien entsorgt werden, keinesfalls jedoch im Ofen oder Kamin.
  • Frische Holzscheite müssen an gut belüfteten Orten mindestens ein Jahr, besser zwei Jahre trocknen, bevor sie reif für den Ofen sind. Vorher brennen sie schlechter und erzeugen weniger nutzbare Wärme. Zu feuchtes Holz im Kamin schadet nicht nur der Umwelt, sondern unter Umständen auch Ihnen, wenn gesundheitsgefährdende Feinstaubpartikel in den Wohnraum gelangen. Durch Feuchtigkeit verursachte Verrußung und Versottung erhöht zudem die Gefahr eines Kaminbrandes.
  • Wenn Sie einen Ofen nutzen möchten, sollten Sie sich vorab ausführlich informieren, wie dieser richtig angefeuert wird. Dazu gehört: sorgfältig geschichtetes Holz, kleinere Scheit-Querschnitte für schnelles Anbrennen oder das Anzünden von oben mit wachsgetränkter Holzwolle. Die Menge an Zuluft ist ebenfalls wichtig. Reduzieren Sie rechtzeitig den Abgasquerschnitt, um mehr Wärme im Haus zu halten.
  • Öfen produzieren erhebliche Mengen an Ruß und Feinstaub. Wen Sie einen neuen Ofen kaufen wollen, sollten Sie den Werkstattofen und Allesbrenner im Baumarkt lassen und stattdessen ein Modell wählen, das die Kriterien des Umweltlabels „Blauer Engel“ erfüllt. Diese Öfen sind in der Regel deutlich teurer, besitzen dafür aber unter anderem einen Staub- und Feinstaubfilter. Außerdem haben sie eine automatische Luftsteuerung und nehmen Ihnen diese besonders schwierige Aufgabe für den optimalen Betrieb ab.

Bedenken Sie außerdem, ein abgeholzter Baum bindet kein zusätzliches CO2 mehr. Zudem setzt das direkte Verfeuern das im Stückholz gebundene CO2 frei und verschärft somit den Klimawandel. Holzabfälle aus der Möbelherstellung oder Schreinerei-Abfälle, die zum Beispiel zu Holz-Pellets weiterverarbeitet und zur Verbrennung eingesetzt werden, haben eine bessere CO2-Bilanz. Wir bewerten deren Nutzung grundsätzlich positiver als die Verbrennung von Stückholz.

Unser Rat

Unsere Energieberatung hilft Ihnen, die richtigen Entscheidungen beim Einsatz von Holz zu treffen: online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch – bei Bedarf auch bei Ihnen zu Hause. Unsere Energie-Fachleute beraten Sie anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen erhalten Sie an der Telefon-Hotline der Hamburger Energielotsen unter (040) 24832-250.

 

Über die Energieberatung

Die Energieberatung der Verbraucherzentralen wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. In Hamburg kooperiert die bundesgeförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale mit den Hamburger Energielotsen, einer Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg und der Handwerkskammer Hamburg im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.

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