Strengere Feinstaubregeln für Kaminöfen

Alte Kaminöfen geben neben wohliger Wärme auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. Darum müssen Öfen, die vor 1995 eingebaut wurden, ab 2021 mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder außer Betrieb genommen werden. Für ältere Anlagen gilt diese Vorgabe schon länger.

Frau und Hund von Kaminofen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Ab dem 1. Januar 2021 gelten strengere Vorgaben für Kaminöfen.
  2. Öfen müssen nachgerüstet, ausgetauscht oder ausgemustert werden.
  3. Hoher Wärmeverlust bei Brennholz.
Stand: 17.09.2020

Gemeinden und Kommunen können je nach Luftqualität sogar Betriebsverbote für Feuerstätten aussprechen. Darum sollten Sie bei der Neuanschaffung eines Ofens vor allem auf eine gute Energieeffizienz achten. Neue Feuerstätten sparen Brennholz und produzieren weniger Feinstaub. Sparsame Kaminöfen erreichen die Energieeffizienzklasse A+. Die effizientesten Pelletöfen erreichen sogar A++.

Zuschüsse für Holzpellet-Anlagen

Ein verantwortungsvoller Betrieb des Ofens hat einen positiven Einfluss auf dessen Feinstaubemission. Darauf sollten Sie beim Heizen achten:

  • Nur unbehandeltes Brennholz verwenden.
  • Gut abgelagertes, trockenes Brennholz nutzen.
  • Geeigneten Anzünder verwenden.
  • Auf sehr hohe Raumtemperaturen verzichten.

Wenn Sie Holz als Brennstoff für eine komplette Heizanlage verwenden wollen, eignen sich Holzpellets am besten, da sie erheblich weniger Feinstaubemissionen erzeugen. Außerdem werden Holzpellet-Anlagen mit bis zu 45 Prozent Zuschüssen gefördert.

Brennholz hat einen hohen Wärmeverlust

Mit Brennholz zu heizen, ist vergleichsweise teuer. Der Brennstoff ist zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber Kamine und Öfen haben oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter verwerten.

Unser Rat

Inwiefern es sich lohnt, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen, beantworten unsere Energieberater und geben Ihnen darüber hinaus eine Reihe genereller Empfehlungen zum Einbau einer Holzfeuerstätte. Weitere Informationen erhalten Sie kostenlos an der Hotline der Hamburger Energielotsen: (040) 24832-250.

Über die Energieberatung

Das Angebot „Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale“ wird überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die Hamburger Energielotsen sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.

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