Fake-Shops: Wenn günstig richtig teuer wird!

Traumhaft: Das neueste Smartphone, die angesagtesten Sneaker, die trendigen Gartenmöbel – und alles 20 bis 50 Prozent günstiger als in anderen Shops. Doch oft platzt der Traum vom Super-Schnäppchen. Kunden erhalten nach Zahlung per Vorkasse keine Ware. Ihr Geld sehen die meisten nicht wieder. Das sollten Sie bei Bestellungen im Internet beachten.

Junge Frau schaut beim Online-Shopping auf ihre Kreditkarte
Stand: 19.06.2019

Fake-Shops werben im Internet mit besonders niedrigen Preisen für hochwertige Waren. Als Zahlung wird Vorkasse, zum Beispiel per Überweisung, gefordert. Doch wurde das Geld erst einmal bezahlt, ist Funkstille oder man wird immer wieder vertröstet. Später reagieren die vermeintlichen Shop-Betreiber auch auf E-Mails nicht mehr, und telefonisch ist ebenfalls niemand zu erreichen.

7 Tipps für Bestellungen im Internet

Natürlich können Verträge, die online abgeschlossen wurden, eigentlich widerrufen werden. Doch hilft der Widerruf wenig, wenn der Shop das Geld nicht rausrückt. Ist ein Online-Shop „geschlossen“ und der Betreiber nicht bekannt oder nicht auffindbar, so ist das Geld verloren. Beherzigen Sie daher unsere sieben Tipps für Bestellungen im Internet.

  1. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen auf einer Seite Waren zu einem Superpreis angeboten werden, den Sie so bei anderen Shops nicht finden.
  2. Fragen Sie sich, warum der Betreiber dieser Seite Produkte so viel billiger anbieten kann als die Konkurrenz.
  3. Werfen Sie einen Blick ins Impressum. Fehlen dort wichtige Angaben über den Vertragspartner oder fehlt es ganz, lassen Sie die Finger von einer Bestellung.
  4. Ein Shop mit einer deutschen URL, die auf .de endet, ist kein eindeutiger Hinweis darauf, dass der Betreiber des Internet-Shops tatsächlich in Deutschland sitzt.
  5. Grundsätzlich können Sie Gütesiegeln wie beispielsweise Safer Shopping und Trusted Shops vertrauen. Auf deren Webseiten können Sie die Internetadresse des Verkäufers direkt eingegeben und überprüfen, ob das Siegel tatsächlich auch vergeben wurde. Verwendet ein Shop etwa das Siegel von Trusted Shops, klicken Sie darauf: Nur, wenn es verlinkt ist und Ihnen die Zertifizierungsseite angezeigt wird, können Sie beruhigt bestellen.
  6. Falls Sie bereits Ware in einem Fake-Shop bestellt haben und diese nicht zugestellt wurden, obgleich Sie bereits bezahlt haben: Kontaktieren Sie Ihr Kreditinstitut und versuchen Sie, das Geld wieder zurückbuchen zu lassen. Erstatten Sie zudem umgehend Strafanzeige bei der PolizeiDas ist in Hamburg auch bei der Onlinewache der Polizei möglich.

Fake-Shops sind moderne Wegelagerei mit dem einzigen Ziel, Verbraucher zu täuschen und abzuzocken. Die Betreiber sind raffiniert und nutzen den Komfort des Online-Shoppens aus. Fake-Shops sind heutzutage professionell gemacht und kaum noch von den Seiten seriöser Anbieter zu unterscheiden. Auch die Angaben im Impressum können frei erfunden sein. Der Erklärfilm „Das Schnäppchen“ zeigt, worauf Sie achten sollten.

Unser Rat

Zahlen Sie bei Bestellungen im Internet möglichst nicht per Vorkasse (Überweisung, Kreditkarte), sondern immer erst nach dem Erhalt der Ware oder mittels Einzugsermächtigung.

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