Achtung, Fake-Nachricht vom Paketdienstleister!

Ein Geburtstagsgeschenk hier, Sandalen für den Sommer dort und zwischendurch andere Dinge des täglichen Bedarfs – vieles bestellen wir wegen Corona im Internet. Schließlich sind Geschäfte vielerorts geschlossen. Doch Achtung, manche Sendungs­verfolgungen vom Paketdienstleister sind ein Fake!

Paketbote von DHL mit Zustellfahrzeug

Das Wichtigste in Kürze

  1. Aktuell kursieren wieder vermehrt Fake-Nachrichten des Versanddienstleisters DHL. Betroffene werden aufgefordert, ihre Adresse zu korrigieren bzw. für eine Adresskorrektur zu zahlen. 
  2. Betrüger wollen auf diesem Wege persönliche Daten abfischen und Kasse machen.
  3. Die Verbraucherzentrale rät, Sendungsverfolgungen von Paketdienstleistern stets kritisch zu prüfen und insbesondere dann misstrauisch zu sein, wenn zur Zahlung offener Geldbeträge aufgefordert wird.
Stand: 23.03.2021

Der Einzelhandel ist weiter im Lockdown. Viele Menschen bestellen Waren daher online. Betrüger machen sich diesen Umstand zunutze. Uns erreichten in den letzten Tagen wieder vermehrt Hinweise von Ratsuchenden, die angeblich von DHL per E-Mail oder SMS Informationen zu einer Lieferung erhalten haben. Achtung, die Paketzustellung ist nur Mittel zum Zweck. Tatsächlich sollen Sie Ihre persönlichen Daten preisgeben und abkassiert werden.

„Hаllo, wir informieren Sie darüber, daѕs Ihr P‌‌‌‌‌‌akеt unser Lager verlaѕѕen hat. Leider sind wir niсht in dеr Lage, Ihre Liеferung innerhalb des voraussichtlichen Zеitraums abzusсhließen, da uns einе falѕchе Adrеsѕe vorliegt. Bitte korrigieren Siе Ihre Adrеssе.“

Schritt für Schritt zur Abzocke

Wer auf den Link in einer solchen SMS-Nachricht oder E-Mail klickt, gelangt auf eine Internetseite, die oft wie die offizielle Seite des Paketdienstleisters DHL daherkommt. Hier wird man aufgefordert, einen kleinen Betrag von rund 2 Euro zu bezahlen, weil die Adresse auf dem Paket nicht stimme. Doch plötzlich liegt der Zahlbetrag bei mehreren hundert oder gar tausend Euro. In manchen Fällen versuchen die Betrüger den Empfängern der Nachrichten auch ein Abo unterzuschieben.

Gut zu wissen

In echten E-Mails von DHL beginnt der enthaltene Link zur Sendungsverfolgung immer mit der Adresse nolp.dhl.de/. Gefälschte E-Mails wie die aktuellen Sendungsverfolgungen verweisen aber auf andere Webadressen, die nur vorgeben, von DHL zu stammen. Auch fordert DHL grundsätzlich nicht zur Vorabzahlung von Waren auf.

Bekannter Trick, neue Welle

Auch wenn die Masche nicht neu ist, so werden die gefälschten Nachrichten und Mails zurzeit anscheinend wieder häufig verschickt. Im Frühjahr 2020 waren sie oft mit einer Abofalle verbunden. 

Wenn Sie Ihre persönlichen Daten in die vorgegebenen Formularfelder der Website eintragen und an die Betrüger übermitteln, müssen Sie damit rechnen, dass ein anderer sie auch nutzt. Im schlimmsten Fall buchen die Betrüger Geld von Ihrem Konto ab, oder Sie erhalten Wochen später Rechnungen und Inkassoforderungen.

Unser Rat

  • Überlegen Sie, ob Sie wirklich ein Paket bestellt haben und eine Sendung von DHL erwarten.
  • Werden Sie zur vorab Zahlung aufgefordert, löschen Sie die Mail. DHL fordert grundsätzlich nicht dazu auf, Waren im Vorfeld zu bezahlen.

  • Melden Sie die verdächtigen SMS oder Mails dem Kundenservice von DHL.

  • Öffnen Sie keine Links von unbekannten Absendern. Im schlimmsten Fall können diese Schäden auf Ihrem Smartphone oder PC anrichten. Gehen Sie vorsichtig mit Ihren Daten um. Geben Sie keine persönlichen Informationen über Internetseiten weiter, die Ihnen suspekt erscheinen.

  • Sollten Sie Opfer eines Betruges geworden sein, informieren Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige. Das ist in Hamburg auch online möglich.

  • Sind Sie versehentlich in die Abofalle getappt, bewahren Sie Ruhe. Haben Sie Ihre Kreditkartendaten angegeben, setzen Sie sich mit Ihrem Kreditkarteninstitut in Verbindung und stoppen Sie die Abbuchungen. Erhalten Sie Mahnbriefe, lassen Sie sich nicht einschüchtern. Erklären Sie schriftlich per Einwurf-Einschreiben, dass Sie keinen Vertrag geschlossen haben und widersprechen Sie der Forderung. Unser kostenloser Musterbrief hilft dabei.

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