Wie viel Wäsche und wie viel Waschmittel soll in die Waschmaschine?

Sie möchten wissen, wie viel Wäsche und Waschmittel in Ihre Waschmaschine darf, soll oder muss? Nach dem Studium der Gebrauchsanweisung des Geräts sind Sie so schlau wie vorher. Wie sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Waschmaschine

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Waschtrommel ist korrekt befüllt, wenn oben in die Trommel noch eine Hand hochkant hineinpasst und die Wäsche locker Platz hat. Bei Woll- und Feinwäsche sollte die Trommel etwas leerer bleiben.
  2. Die Menge des Waschmittels ist abhängig vom Verschmutzungsgrad der Wäsche, der örtlichen Wasserhärte sowie der Wäschemenge in der Trommel.
  3. Auf allen Waschmittelpackungen sind Dosierempfehlungen zu finden. Bei höherer oder geringerer Beladung sollte die Waschmittelmenge angepasst werden. 
Stand: 15.03.2019

Um herauszufinden, welche die richtige Wäschemenge für die eigene Waschmaschine ist, wird häufig auf die „maximale Beladungskapazität (in kg)“ hingewiesen. Diese ist auf dem Energielabel angegeben und ist neben der maximalen Beladungsmenge auch in der Bedienungsanleitung zu finden. Vielen geht es nach ausführlichem Studium der Gebrauchsanweisung so, dass sie genauso schlau sind wie vorher. Die Hinweise zu Wäschemengen in Kilogramm sind verwirrend und unpraktisch. Auch sagen sie nichts darüber aus, wie voll die Trommel ist, wenn sie mit genau 4,5 Kilogramm befüllt wurde. Denn natürlich unterscheiden sich Textilien wie beispielsweise Frottee-Handtücher, Socken und Gardinen in ihrem Volumen.

Wie viel Wäsche darf in die Trommel?

Da für den Wascheffekt die ausreichende Bewegung der Textilien in der Trommel wichtig ist, kommt es lediglich auf das Volumen der Textilien an und wie viel Platz noch für die Bewegung der Wäsche in der Trommel ist. Das bedeutet, man muss die Wäsche nicht wiegen, bevor sie in die Maschine kommt. Wichtig ist, dass oben in die Trommel noch eine Hand hochkant hineinpasst, wobei die Wäsche locker in der Trommel liegen sollte und durch die Hand nicht hinunter gedrückt wird.

Für Woll- und Feinwäsche gilt: Die Trommel etwas leerer lassen, damit die Textilien nicht so stark aneinander reiben.

Die maximale Beladungskapazität könnte lediglich bei der Dosierung des Waschmittels eine Rolle spielen. Denn sie steht für die Größe der Wäschetrommel. Ist diese größer oder kleiner als gewöhnlich, muss die Waschmittelmenge entsprechend angepasst werden.

Und wie viel Waschmittel brauche ich?

Richtig dosiertes Waschmittel spart Geld, schont die Umwelt und verhindert Schäden an Wäsche und Maschine. Wie viel Waschmittel benötigt wird, hängt ab:

  • vom Verschmutzungsgrad der Wäsche,
  • der örtlichen Wasserhärte sowie
  • der Wäschemenge in der Trommel.

Auf jeder Waschmittelpackung finden Sie eine sogenannte Dosierempfehlung (siehe Bild). Darauf können Sie ablesen, wie viel Milliliter Sie von Ihrem Waschmittel benötigen, abhängig vom Härtebereich des Wassers und dem Verschmutzungsgrad Ihrer Wäsche. Den Härtegrad des Wassers können Sie bei Ihrem Wasserversorger erfragen. Die Angaben beziehen sich auf trockene Wäsche. Wird Vollwaschmittel verwendet, ist die angegebene Menge für 4,5 Kilogramm Wäsche ausreichend. Bei Feinwaschmittel reicht die Menge für 2,5 Kilogramm. Bei höherer oder geringerer Beladung sollte die Dosierung entsprechend angepasst werden.

Als leicht verschmutzt gelten Kleidungsstücke ohne erkennbare Verschmutzungen oder Flecken, die aber zum Beispiel Körpergeruch angenommen haben. Dazu gehören leichte Sommer- und Sportkleidung (wenige Stunden getragen), T-Shirts, Hemden, Blusen (bis zu 1 Tag getragen), Gästebettwäsche und -handtücher (1 Tag benutzt).

Normal verschmutzte Wäsche zeigt leichte Verschmutzungen und wenige leichte Flecken, zum Beispiel T-Shirts, Hemden, Blusen (durchgeschwitzt beziehungsweise mehrfach getragen), Unterwäsche (1 Tag getragen), Handtücher, Bettwäsche (bis zu 1 Woche benutzt), Gardinen ohne Nikotinverschmutzungen (bis zu ½ Jahr Gebrauch)

Als stark verschmutzt gilt Wäsche mit deutlichen Verschmutzungen und Flecken, wie zum Beispiel Geschirr- und Küchenhandtücher, Stoffservietten, Babylätzchen, Kinder- und Fußballbekleidung (mit Gras und Erde verschmutzt), Tenniskleidung (mit Kieselrot verschmutzt), Berufskleidung (im Haushalt waschbar wie Schlosseranzug, Bäcker- und Metzgerkleidung). Werden die Flecken vorbehandelt, kann die Menge des Waschmittels entsprechend reduziert werden.

Sehr stark verschmutzte Wäsche: Derart verschmutzte Wäsche kommt in unseren Haushalten in der Regel nicht vor. Wir raten deswegen davon ab noch höher zu dosieren, denn das sorgt nicht für mehr Sauberkeit, sondern lediglich für vollere Kassen bei den Herstellern.