Wie wird Wäsche richtig und umweltschonend sauber?

Unsere Tipps

  • Waschen Sie weiße, bunte und Feinwäsche getrennt.

  • Damit die Wäsche möglichst lange schön bleibt, beachten Sie die Pflegehinweise.

  • Beladen Sie Ihre Waschmaschine außer bei Fein- und Wollwäsche stets voll.

  • Verwenden Sie geeignetes Waschmittel: Vollwaschmittel für Weißes und eventuell stark verschmutzte bunte Wäsche, Colorwaschmittel für Buntes und Wollwaschmittel für empfindliche Wäsche. Bevorzugen Sie jeweils die Pulverform.

  • Dosieren Sie das Waschmittel optimal.

  • Wählen Sie für den Waschgang eine möglichst niedrige Temperatur – oft reichen 20, 30 oder 40 °C aus. Sollen hohe Temperaturen zum Einsatz kommen, sind 60 °C vollkommen ausreichen. 90 °C braucht heute keiner mehr.

  • Bevorzugen Sie generell konzentrierte Waschmittel und greifen Sie beim Einkaufen zu Nachfüllpackungen

Waschen bei niedrigen Temperaturen

Runter schalten, länger waschen. Um bei niedrigen Temperaturen ein möglichst optimales Waschergebnis zu erzielen, sollte bei den Waschmaschinen die „Fleckentaste“ gewählt werden. Durch den verlängerten Faktor Zeit läuft die Waschmaschine dann zwar länger, verbessert aber die Schmutzentfernung und braucht gegenüber Waschgängen mit höheren Temperaturen (oder dem Kurzprogramm) weniger Energie.

Diese Teile brauchen's nicht heiß. Folgende Textillien eignen sich für Wäschen unter 30 °C: Bei leicht verschmutzter Oberbekleidung, wie beispielsweise Blusen, Hemden, T-Shirts, Pullover und Hosen reicht eine Wäsche mit niedriger Temperatur meist aus. Flecken sollten allerdings vorbehandelt werden, zum Beispiel mit Gallseife.

Kurzwaschprogramme sind nicht sparsam. Kurzwaschprogramme sind darauf ausgelegt, in kürzerer Zeit die Wäsche zu reinigen. Um Zeit zu sparen braucht es also ein Mehr an Wasser und Energie. Wirklich sparsam wäre es, seiner Wäsche mehr Zeit zu geben und dafür an der Energie, also der Temperatur, zu sparen. Bei manchen Maschinen wird die verlängerte Waschphase über die Flecken- oder Intensivtaste eingestellt, es gibt aber auch Modelle, bei denen diese Einstellung mit dem Eco-Programm durchgeführt wird.

Manchmal muss es dennoch ein bisschen mehr sein. Jede fünfte Wäsche, aber mindestens alle zwei Wochen, sollte ein 60 °C-Waschgang mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel erfolgen. Dies ist notwendig, damit durch die Niedrigtemperatur-Waschgänge in der Waschmaschine keine „Biofilme“ von Bakterien entstehen. Manche Wäschestücke brauchen aus Hygienegründen höhere Temperaturen. Gemeint sind etwa Unterwäsche, Servietten, Bettwäsche, Spüllappen und Handtücher sowie Wäsche, die mit (Haus-)Tieren in Berührung gekommen ist.

Bei Krankheit oder bestimmten Allergien. Ebenfalls ungeeignet ist die Niedrigtemperatur-Wäsche, wenn kranke Personen (zum Beispiel Salmonellen-Dauerausscheider) oder bestimmte Allergiker (z. B. Hausstaubmilben-Allergie) im Haushalt leben. Auch dann sollten Unterwäsche, Bettwäsche und Handtücher bei 60 °C mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel gewaschen werden. Auf anraten des Arztes ggf. auch bei höherer Temperatur.

Waschsalon. In Waschsalons oder anderen Gemeinschaftswascheinrichtungen sollte für den ersten Waschgang vorsichtshalber eine Temperatur von 40 °C mit einem bleichmittelhaltigen pulverförmigen Vollwaschmittel kombiniert werden. Alternativ kann aber auch bei einem Colorwaschmittel 60 °C gewählt werden. Der nachfolgende Waschgang kann in derselben Waschmaschine dann bei 20 °C erfolgen.

Gut zu wissen: Das One-click-down-Prinzip

Das Aufheizen des Wassers benötigt beim Wäschewaschen am meisten Energie. Daher kommt es auf die Waschtemperatur an, wenn es darum geht, wie viel Energie verbraucht wird und wie hoch dabei der CO2-Ausstoß ist. Bei niedrigen Temperaturen wird demnach weniger Strom verbraucht, da die Maschine das Wasser nicht so stark aufheizen muss.

Beim One-click-down-Prinzip wird die Waschtemperatur um eine Stufe heruntergeschaltet; somit werden die Energiekosten gesenkt. Fast 50 Prozent der Energie kann auf diesem Wege eingespart werden, je nachdem wie alt die Maschine ist. Beim Herunterschalten von 60 auf 40 °C sinkt der Stromverbrauch um bis zu 45 Prozent. Wird mit 30 anstatt 40 °C gewaschen, spart das bis zu 40 Prozent.

Viele moderne Waschmittel und Waschmaschinen sorgen mittlerweile für saubere Wäsche bei 20 °C. Bei leicht verschmutzter Wäsche reicht das meist aus. Daher ist das Herunterschalten der Temperatur aus hygienischer Sicht in der Regel unbedenklich.

Waschmittel für niedrige Temperaturen

Niedrigtemperatur-Waschmittel werden seit 2006 angeboten und sind sowohl für Weißes als auch für bunte Wäsche erhältlich. Für die Waschwirkung sorgen neue Enzyme, die bei unter 30 °C wirksam sind. Solche Waschmittel können aber auch bei höheren Temperaturen bis zu 60 °C eingesetzt werden, wenn dies auf der Packung angegeben ist.

Im Februar 2012 hat die Stiftung Warentest einige Vollwaschmittel auch bei niedrigen Temperaturen getestet und zum Beispiel Persil und Ariel mit „gut“ bewertet. Dem Test zufolge eignen sie sich für leicht verschmutzte Wäsche, sie sind sanft zur Faser und verursachen keinen Grauschleier. Bei der Fleckentfernung richten sie allerdings bei 20 °C nicht viel aus. Tests vergangener Jahre bestätigen, dass Vollwaschmittel bei höheren Temperaturen stärker gegen Flecken sind.

Tipps zum Wäschetrocknen

  • Wählen Sie für den Schleudergang die höchste Drehzahl, denn je weniger Wasser in der Wäsche zurückbleibt, desto schneller trocknet die Wäsche und das spart Energie und Zeit.

  • Überlegen Sie, wann Sie den Trockner wirklich brauchen, oft reicht es nach dem Schleudern aus, die Wäschestücke auf einen Bügel zu hängen und trocknen zu lassen.

  • Lassen Sie Ihre Wäsche nach Möglichkeit draußen im Freien trocknen.

  • Alternativ können Sie Ihre Wäsche in einem unbeheizten Raum aufhängen. Achtung, das Trocknen von Wäsche in beheizten Räumen verbraucht mehr Energie als der Einsatz eines Wäschetrockners!

  • „Übertrocknen“ Sie Textilien nicht – das spart Energie und die Restfeuchte erleichtert das Bügeln.

  • Ihr Wäschetrockner sollte am besten der Energieeffizienzklasse „A+++“ entsprechen und mit Feuchtesensoren ausgestattet sein.

Ratgeber