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Neue Gas- oder Ölheizungen lohnen sich nicht

In diesem Jahr kommen auf Besitzerinnen und Besitzer einer Gas- oder Ölheizung höhere Kosten zu. Ein Grund dafür ist unter anderem ein deutlich höherer CO2-Preis. Hinzu kommt die angekündigte Erhöhung der Mehrwertsteuer für Erdgas und nicht zuletzt die weggefallenen Energiepreisbremsen. Wir raten daher vom Einbau einer neuen Öl- oder Gasheizung ab. Wir erläutern Ihnen, wo auch bei Ihrer aktuellen Anlage Einsparpotenziale verborgen liegen. 

Katze auf Heizkörper mit Decke

Das Wichtigste in Kürze

  1. Seit Januar beträgt der CO2-Preis für Erdgas und Heizöl 45 Euro pro Tonne. Zuvor waren es 30 Euro. In den kommenden Jahren soll der Preis weiter steigen. 
  2. Die Anschaffung einer neuen Öl- oder Gasheizung lohnt sich daher nicht, wenngleich dies übergangsweise rechtlich noch möglich ist.
  3. Mit einer effizient genutzten Heizungsanlage können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Heizkosten reduzieren. 
Stand: 05.02.2024

Zum 1. Januar ist der CO2-Preis für Erdgas und Heizöl von 30 Euro auf 45 Euro pro Tonne gestiegen. Ein weiterer Anstieg ist für die kommenden Jahre geplant: ab 2025 um erneute zehn Euro pro Tonne, ab 2026 nochmals um zehn Euro auf dann 65 Euro pro Tonne verursachtes CO2. Die Prognosen für die Zeit danach lassen einen weiteren Anstieg des CO2-Preises vermuten. 

Keine Zukunft für Öl und Gas

Die Entwicklung der Emissionskosten birgt ein erhebliches Preisrisiko für Öl- und Gasheizungen Das vergangene Jahr hat darüber hinaus gezeigt, dass auch auf den Energiemärkten selbst keine verlässlichen Preise für fossile Energien mehr zu erwarten sind. Wer sich jetzt noch eine fossile Heizung anschafft, wird für einen sehr langen Zeitraum weiterhin CO2 ausstoßen und muss spätestens ab 2029 dennoch einen Teil seiner Wärme aus Biobrennstoffen oder Wasserstoff erzeugen. In Hamburg gilt dies in Abhängigkeit des Wärmeplanes vermutlich schon ab 2025. Eine Gewissheit, ob es dafür Angebote geben wird, gibt allerdings nicht. Und nicht zuletzt existieren mit Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Fernwärme inzwischen für nahezu jedes Gebäude sinnvolle Alternativen. Aktuelle Förderungen unterstützen die Anschaffung dieser neuen Heiztechniken.

Einsparpotenziale nutzen

Neben den Energiepreisen und den damit verbundenen Steuern und Abgaben ist der individuelle Energieverbrauch ausschlaggebend für die entstehenden Kosten. So können Sie etwa mit einer nachträglichen Wärmedämmung Ihres Hauses mehr als 40 Prozent Heizkosten einsparen. 

Eine weitere Stellschraube ist die Heizung selbst. In vielen Fällen arbeiten Heizungsanlagen ineffizient, haben zu hohe Temperaturen oder geben Wärme ab, die nicht gebraucht wird. Die Heizungsregelung bietet viel Potenzial, um diese Wärmeverluste zu verringern. So können Sie beispielsweise die Vorlauftemperaturen senken und die Heizzeiten an Ihren tatsächlichen Bedarf anpassen. Jede zentrale Heizung sollte darüber hinaus durch einen hydraulischen Abgleich optimiert werden. Eine Maßnahme, die Ihr Heizungsfachbetrieb durchführt. 

Auch Ihren Wärmeverbrauch können Sie reduzieren, beispielsweise durch eine leichte Absenkung der Raumtemperaturen oder durch eine Reduzierung des Warmwasserverbrauchs. Nicht zuletzt können Sie auch mit einem Anbieterwechsel Geld sparen.

So teuer wird das Heizen mit Gas und Öl

Das Beispiel zeigt, wie stark die Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit einem Heizenergieverbrauch von 15.000 Kilowattstunden Erdgas durch die Entwicklung des CO2-Preises voraussichtlich steigen werden: 

JahrCO2-Preis pro TonneCO2-Preis pro kWhMehrkosten durch CO2-Preis
202330 Euro + 7% MwSt.0,64 Cent ca. 96 Euro
202445 Euro + 19% MwSt.1,07 Centca. 161 Euro
202555 Euro + 19% MwSt.1,31 Cent ca. 196 Euro 

Weil Heizöl einen höheren CO2-Ausstoß bewirkt als Erdgas, fällt der Anstieg des CO2-Preises auch höher aus. So liegen die Mehrkosten durch CO2 für das gleiche Einfamilienhaus mit Ölheizung 2024 bei 194 Euro und 2025 bei 237 Euro. Ab dem Jahr 2026 wird der Preis in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 liegen.

Unser Angebot

Alle Ihre Fragen rund ums Thema Heizung beantworten unsere Energieberaterinnen und Energieberater in Kooperation mit den Hamburger Energielotsen. Bei uns erhalten Sie neben einem Vergleich der verschiedenen Heiztechniken außerdem viele wichtige Informationen, etwa zu Förderprogrammen. Die Beratung führen wir bei Bedarf auch bei Ihnen vor Ort durch. Im Anschluss erhalten Sie einen Standardbericht mit hilfreichen Tipps zum weiteren Vorgehen. 

Mehr Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter: 040 248 32 250. (Telefonhotline der Hamburger Energielotsen bei der Verbraucherzentrale Hamburg)

Hinweis: Die persönlichen Beratungen der Verbraucherzentrale Hamburg (auch vor Ort) werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ sind auch die aufsuchenden Beratungsformate für Hamburger Haushalte kostenfrei. 

Hamburg Energielotsen

Die Hamburger Energielotsen sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. 

Energieberatung der Verbraucherzentrale

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie Verbraucherinnen und Verbraucher mit derzeit 1.000 Energieberaterinnen und Energieberatern und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Im Jahr 2023 wurden fast 270.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise zu Energiesparen, Wärmedämmung, moderner Heiztechnik und erneuerbaren Energien. Die durch diese Beratungen bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen ermöglichen eine Einsparung, die dem Jahresenergieverbrauch aller Privathaushalte Frankfurts (a. M.) entspricht.

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