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Schon wieder Mondelez: MaraBuh statt Marabou

Weniger Inhalt, gleicher Preis – und das gleich zweimal innerhalb kurzer Zeit. Nach Milka trifft es nun die nächste Schokoladenmarke aus dem Hause Mondelez: Marabou ist unsere Mogelpackung des Monats im März.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Marabou Mjölkchoklad von Mondelez enthält nur noch 170 statt 220 Gramm, bei meist unverändertem Preis von 4,99 Euro. Dadurch ergibt sich eine versteckte Preiserhöhung von rund 30 Prozent für Verbraucherinnen und Verbraucher.
  2. Bereits 2024 wurde die Tafel erstmals verkleinert und dadurch gleichzeitig teurer. Seither ist der Preis pro Kilogramm Marabou Schokolade um etwa 84 Prozent gestiegen.
  3. Mondelez begründet die Anpassung mit weiterhin hohen Produktionskosten für Kakao, Energie, Verpackung und Transport. Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist diese Argumentation schwer nachvollziehbar, da die seit rund einem Jahr sinkenden Kakaopreise bereits zu niedrigeren Verkaufspreisen bei Handelsmarken geführt haben.
Stand: 02.03.2026

Die auffällig goldene Verpackung der Marabou Mjölkchoklad wirkt unverändert – doch der Inhalt ist es nicht. Hersteller Mondelez hat die Füllmenge des Produkts von 220 Gramm auf nur noch 170 Gramm geschrumpft. Der Preis im Handel liegt weiterhin meist bei 4,99 Euro pro Tafel. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen damit rund 30 Prozent mehr für die Schokolade.

Ein „schlechtes Gewissen“ scheint der Konzern zu haben, denn er verzichtet auf die Angabe „Kingsize“ auf der Schauseite. Die Krone aber bleibt.

Weitere Sorten betroffen

Wir gehen davon aus, dass neben der Mjölkchoklad weitere Sorten leichter geworden sind. Mondelez hat unsere Anfrage dazu jedoch nicht beantwortet. In seiner Stellungnahme teilt der Konzern nur mit, „ das Gewicht einiger Marabou Tafeln von 220 g auf 170 g anzupassen“. Das dürfte auf die Sorten Nötchoklad (Nuss), Apfelsine Krokant, Mintkrokant, Salz-Mandel, Black Salzlakritz, Oreo und Daim zutreffen, die alle bisher in 220 Gramm Tafeln angeboten wurden.

Informieren Sie uns gerne per E-Mail, wenn Sie entdecken, dass diese Tafeln nun eine geringere Füllmenge haben.

Zweite Shrinkflation in weniger als zwei Jahren

Die aktuelle Mengenreduzierung ist nicht der erste Fall von Shrinkflation bei dieser Marke. Bereits 2024 hatte Mondelez die Füllmenge der großen Marabou-Tafeln verringert.

Bis etwa zum April 2024 wog die Tafel Schokolade noch 250 Gramm und lag im Supermarkt zu einem Preis von 3,99 Euro im Regal. Dann stieg der Verkaufspreis auf 4,99 Euro. Nun schrumpft außerdem die Füllmenge um 50 Gramm. Unterm Strich ist der Preis beispielsweise für die Marabou Mjölkchoklad seit April 2024 um 84 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der Preis für Kakao ist im selben Zeitraum um rund 80 Prozent gefallen!

ZeitpunktFüllmengePreis im HandelPreiserhöhung 
(insgesamt)
vor April 2024250 g3,99 Euro 
ab April 2024220 g3,99 Euro+ 14 %
bis Januar 2026220 g 4,99 Euro+ 40 %
ab Februar 2026170 g4,99 Euro+ 84 %

Mondelez verweist auf höhere Kosten

Hersteller Mondelez verweist auf hohe Kosten für Kakao sowie für Energie, Verpackung und Transport. „Das bedeutet, dass die Herstellung unserer Produkte viel teurer ist. (…)“.

Die Aussagen des Konzerns sind aus unserer Sicht nur schwer nachzuvollziehen. Der Preis für Kakao befindet sich seit einem Jahr auf Talfahrt. Zwar wirken sich Börsenpreise zeitverzögert im Handel aus, dennoch ist die erneute massive Verteuerung im Hause Mondelez verwunderlich. Die Preise einiger Schokoladen von Handelsmarken wurden aufgrund der deutlich gefallenen Kakaopreise zuletzt sogar wieder gesenkt.

Danke für Ihren Hinweis!

Haben Sie auch Mogelpackungen bzw. versteckte Preiserhöhungen entdeckt? Dann freuen wir uns über eine E-Mail, oder Sie nutzen unser Kontaktformular, um Informationen an uns weiterzugeben. Ob Schokolade, Suppenpulver oder Snackartikel – wir veröffentlichen hier auf unserer Website und in den sozialen Netzwerken regelmäßig aktuelle Beispiele.

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