Weniger drin - Preis gleich: die neuesten Beispiele

Auch wenn die Flut an Sonderangeboten auf Handzetteln oder in den Printmedien einen anderen Eindruck vermittelt: Die Preise im Einzelhandel werden teilweise kräftig erhöht. Nicht immer sind die Preissteigerungen auf den ersten Blick zu erkennen.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Viele Hersteller reduzieren die Inhaltsmenge ihrer Produkte und setzen so Preiserhöhungen durch.
  2. Die Verbraucherzentrale sammelt in einer bundesweit einzigartigen Mogelpackungsliste Beispiele für versteckte Preiserhöhungen.
  3. Mit der „Mogelpackung des Monats“ wird regelmäßig ein Produkt herausgestellt, was für besonders viel Unmut gesorgt hat.
Stand: 21.06.2018

Seit Jahren beobachten wir eine Masche im Handel und bei den Herstellern von Lebensmitteln und anderen Produkten. Wir nennen sie: weniger drin, Preis gleich. Oder deutlicher: versteckte Preiserhöhung.

Wir erklären Ihnen, wie das Ganze funktioniert: Kunden haben sich an den Preis eines Produktes gewöhnt, sagen wir 2,99 Euro. Statt sie jetzt durch eine nominale Preiserhöhung, sagen wir auf 3,49 Euro, vom Kauf abzuhalten, wird die Preiserhöhung verschleiert, indem bei gleichem Preis weniger Inhalt in die Packung gegeben wird. Manchmal ist es auch der Handel, der eine Preissenkung des Herstellers nicht an die Verbraucher weiter gibt.

Neuigkeiten zum Thema

Immer wieder melden sich Verbraucher bei uns, weil sie sich über Mogelpackungen ärgern. Ob Schokoladentafel, Scheibenkäse oder Spülmittel – wir veröffentlichen hier regelmäßig aktuelle Beispiele. Zu den aktuellen Meldungen.

Wenn Sie Mogelpackungen bzw. versteckte Preiserhöhungen entdecken, freuen wir uns über eine E-Mail, oder Sie nutzen unser Kontaktformular, um Informationen an uns weiterzugeben.

Um versteckte Preiserhöhungen transparent zu machen, pflegen wir eine bundesweit einzigartige Mogelpackungsliste auf der Basis unserer eigenen Recherchen und vieler Hinweise aufmerksamer und verärgerter Verbraucher. Mit aktuell weit mehr als 500 Produkten beleuchtet die Liste unter Nennung der Namen von Produkt und Hersteller die Maschen der Anbieter.

Täglich ärgern sich viele Verbraucher, dass sie im Supermarkt hinters Licht geführt werden. Jeden Monat rücken wir eine Mogelpackung ins Rampenlicht und veröffentlichen diese als „Mogelpackung des Monats“.

Stärken Sie den Verbraucherschutz

Wenn Sie unsere Arbeit zur Aufdeckung von Mogeleien und Schummeleien unterstützen möchten, spenden Sie. Für uns ist jeder Beitrag eine Hilfe. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Neuigkeiten zum Thema

03.07.2018: Mogelpackungen auf dem Vormarsch

Im ersten Halbjahr 2018 ist die Zahl der von der Verbraucherzentrale Hamburg erfassten Lebensmittel, bei denen durch eine Reduzierung der Füllmenge der Preis versteckt erhöht wurde, deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Durchschnittswert der letzten sieben Jahre meldeten Verbraucher in der zurückliegenden ersten Jahreshälfte 51 Prozent mehr sogenannte Mogelpackungen. Darunter waren auch Produkte, bei denen Hersteller den Zucker- oder Fettgehalt reduziert hatten. Täglich erreichen uns Beschwerden, doch die Politik lässt die Verbraucher seit Jahren im Stich. Weiterlesen

21. Juni 2018: Mogelpackung des Monats Juni 2018 - Rolo von Nestlé

Nestlé trickst mal wieder mit den Füllmengen. Die Rolle Rolo schmilzt zusammen wie Schokolade in der Sommersonne. Statt zehn Rolos enthält sie jetzt nur noch acht. Bei gleichem Preis ist der 4er Pack des Markenklassikers damit um 25 Prozent teurer. Die meisten Verbraucher werden das gar nicht merken, den Aufmachung und Verpackungsdesign haben sich praktisch nicht verändert. Deshalb haben wir die "Schokopralinen" mit Toffeefüllung zur Mogelpackung des Monats gekürt. Welche Besonderheit sich Nestlé noch einfallen ließ...Weiterlesen

20. Juni 2018: „Riesenrolle“ Smarties schrumpft wie Schokolade in der Sonne

Die Riesenrolle Smarties ist von Nestlé mal wieder auf Diät gesetzt worden. Statt 150 Gramm sind nur noch 130 Gramm drin. Vor nicht einmal vier Jahren hat der Konzern auf die gleiche Masche gesetzt. Auch damals verschwanden klammheimlich 20 Gramm der bunten Schokolinsen aus der 170 Gramm Rolle. Der Preis bliebt etwa bei Rossmann trotz Füllmengenreduzierung immer gleich. Unterm Strich zahlen die Verbraucher jetzt knapp 31 Prozent mehr als vor vier Jahren.

5. Juni 2018:Waschmittel Coral konzentrierter und teurer!

In den letzten Wochen haben viele bekannte Waschmittelhersteller die Füllmenge bei ihrem Flüssigwaschmittel reduziert. Der Grund für die geringere Füllmenge ist eine höhere Konzentration der waschaktiven Substanzen im Waschmittel. Die Umstellung hatte der Internationale Verband der Waschmittelhersteller (A.I.S.E) den Herstellern empfohlen. Die Waschmittelmenge für eine 4,5-Kilo-Ladung Wäsche sollte deutlich sinken, mit dem Ziel Inhaltsstoffe und Verpackungsmüll zu reduzieren. So weit, so gut. Coral, die Waschmittelmarke von Unilever, gibt es jetzt auch kompakter. Die Aufmachung ist aber ein echtes Problem: Kein prominenter Hinweis, dass man weniger Waschmittel für die Wäsche nehmen muss. Nicht einmal bei der Angabe der Waschladungen. Nur auf der Rückseite der Flasche findet sich ein Vermerk. Dann suggeriert das Verpackungsdesign sogar noch, dass die Flaschen günstiger geworden sind, denn in großen Lettern ist zu lesen: „+2 Wäschen“ bzw. „+ 4 Wäschen“. Das Gegenteil ist der Fall! Der Preis ist meist gestiegen: Bei Rossmann kosten 22 WL 4,29 €, vorher 20 WL 3,29 €. Damit ist das Coral-Waschmittel unterm Strich fast 19 % teurer. Bei dm gibt es jetzt 24 WL für 3,95 €, vorher lag der Preis für 20 WL bei 2,95 €. Das ist ein Aufschlag von fast 12 %

22.05.2018: Leerdammer Käse mit Feinen Scheiben fein ausgetrickst

Leer, leerer, Leerdammer. Da hat sich der Bel Konzern mal wieder was „Nettes“ einfallen lassen. Den Leerdammer Käse gibt es seit einiger Zeit als „Feine Scheiben“ – gleicher Käse, einfach dünner geschnitten. Die „Feinen Scheiben“ werden zum selben Preis wie das „Original“ verkauft. Was viele nicht wissen, es ist deutlich weniger Käse in der Packung, obwohl sie nicht kleiner ist. „Darf´s ein bisschen dünner sein“ kostet bei Leerdammer mal kurzerhand 40 % mehr. So ein Käse! 

17. Mai 2018: Mogelpackung des Monats Mai 2018 - Naturals Chips von Lorenz

Lorenz wirbt zurzeit massiv für seine Chips-Marke „Naturals“ mit coolen Sprüchen wie „Kann man auch ohne Tinder was Neues aufreißen? Aber natürlich!“ Als Mogelpackung bekäme man aber sicherlich kein „Match“ bei Tinder, denn in den Tüten ist jetzt deutlich weniger drin. Bei gleichem Preis werden die „Naturals“ um bis zu 19 Prozent teurer. Bei uns jedenfalls ist Lorenz mit dieser „Anmache“ gelandet und erhält unseren Award „Mogelpackung des Monats“. Weiterlesen

7. Mai 2018: Chovi Allioli - Darf‘s ein bisschen weniger sein?!

Viele Beschwerden erhielten wir in den letzten Wochen zu Allioli chovi, da die Füllmenge der beliebten Knoblauchcreme klammheimlich von 200 auf 150 Milliliter gesenkt wurde. Verbraucher gaben an, dass das Produkt weiter zum gleichen Preis von 1,99 € angeboten werden würde, was einer versteckten Preiserhöhung von über 33 Prozent entsprochen hätte. Bei unseren Recherchen stellten wir fest, dass zwar am Kühlregal häufig noch die alten Preisschilder (1,99 €) vorhanden waren, an der Kasse aber nur 1,59 € verlangt wurde. Der Importeur bestätigte uns, dass die UVP von 1,99 € auf 1,59 € gesenkt wurde. Unterm Strich ist das Produkt trotz dieser „Preissenkung“ im Supermarkt um rund 7 Prozent teurer geworden.
Ausnahmen bilden die Handelsketten Famila - Chovi kostet in Hamburg jetzt 1,79 € (+20%) - und Real. Dort ergab sich ein interessantes Detail: Als wir Real um eine Stellungnahme baten, lag der Preis bei 1,89 € (+ 27%). Das Preisschild wurde mit dem aus unserer Sicht irreführenden Hinweis „reduziert“ beworben, obwohl das Produkt bezogen auf den Grundpreis teurer wurde. Eine Woche später lag der Preis plötzlich bei 1,59 €. Ob das wohl Zufall war? Dieses Beispiel zeigt, dass nicht nur der Hersteller, sondern auch der Handel an Füllmengenreduzierungen mitverdient.

20.04.2018: Unilever hat Eissorten von Magnum Mini auf Diät gesetzt

Mmh, lecker Eis! Doch bei den Magnum Minis trübt sich die Freude. Unilever hat die „Winterpause“ genutzt, um seine kleinen Magnums auf Diät zu setzen. Statt 50 g (60 ml) gibt's jetzt je nach Sorte nur noch 43, 44 oder 46 Gramm Eis am Stiel. Bei gleichem Preis sind die Magnum Minis dadurch um bis zu 16,3 Prozent teurer. Auch die Rezeptur hat sich marginal verändert: Neu auf der Zutatenliste stehen nun Wasser und natürliches Vanillearoma. Der Fett- und Zuckergehalt ist etwas geschrumpft. Unilever spricht von notwendigen Anpassungen. Die vollständige Stellungnahme ist zu finden in unserer Mogelpackungsliste.

13.04.2018 Mogelpackung des Monats April 2018: Lenor Waschmittel von Procter & Gamble

Procter & Gamble hat mal wieder die Füllmenge beim Lenor Waschmittel reduziert und damit auch an der Preisschraube gedreht. Alle Waschmitteltypen – flüssig, Pulver und Pods – sind betroffen. Wir haben die Fakten zusammengestellt. Weiterlesen

20. März 2018: Nestea Eistee - Aus Eins mach Zwei und erhöhe den Preis ...

Zurzeit laufen zwei große Werbekampagnen für die Eisteesorten „Nestea“ und „Fuze Tea“. Was haben die beiden miteinander zu tun? Bis Ende 2017 hatten Nestlé und Coca Cola als Partner gemeinsam Nestea-Getränke vertrieben. Seit 2018 gehen die beiden Unternehmen in Deutschland getrennte Weg – nun kommt Nestea von Krombacher und von Coca Cola der neue Fuze Tea. Wie so oft ist der Relaunch der beiden Marken mit einer versteckten Preiserhöhung verbunden. Fuze Tea ist in der kleineren Flasche um gut 12 % teurer: 400 ml statt 500 ml bei leicht reduziertem Preis (0,89 €). Beim neuen Nestea bleibt alles beim Alten (500 ml; 0,99 €). Die Großflaschen dagegen sind bei beiden Marken geschrumpft. Statt 1,5-Liter-Flaschen gibt es jetzt nur noch 1,25 Liter bei Nestea (bis zu 20 % teurer) und 1 Liter bei Fuze Tea (bis zu 38 % teurer).
Bei Nestea Peach hat sich auch die Rezeptur etwas verändert: Das Getränk enthält jetzt durch den Zusatz von Stevia weniger Zucker (30 %) und keinen Pfirsichsaft mehr. Der war aber auch zuvor nur in Mikromengen von 0,1 % vorhanden. Fuze Tea Pfirisch entspricht in etwa dem ursprünglichen Nestea Eistee. Beide Konzerne betonen, dass der Tee aus nachhaltigem Anbau stammt.

13. März 2018: Activia Joghurt von Danone ist Mogelpackung des Monats März 2018

Noch cremiger steht drauf, noch weniger ist drin. Die verschiedenen Sorten des Activia Joghurts von Danone sind die Mogelpackung des Monats März 2018. Alle weiteren Infos und was Danone dazu sagt. Weiterlesen

22. Februar 2018: dm lässt klammheimlich Toilettenpapier verschwinden

Achtung, das kann in die Hose gehen! Beim dm „sanft & sicher“ Feuchtes Toilettenpapier fehlen jetzt 10 Tücher. Statt 60 sind jetzt nur noch 50 Tücher in einer Packung. Bei gleichem Preis von 1,25 Euro entspricht das einer versteckten Preiserhöhung von 20 Prozent. dm weist auf Anfrage auf eine verbesserte Tuchqualität hin. Was dm genau dazu gesagt hat, steht in unserer Mogelpackungsliste.

10. Februar: Darf's ein bisschen weniger von Ehrmanns Grand Dessert sein?

Ehrmann verpasst seinem „Grand Dessert“ eine Schrumpfkur. Statt 200 Gramm sind nur noch 190 Gramm in ein- und demselben Becher. Das werden wohl die wenigsten mitbekommen haben. Doch die versteckte Preiserhöhung liegt bei gut 5 Prozent.

23. Januar 2018: Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker ist „Mogelpackung des Jahres 2017“

Das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker ist die „Mogelpackung des Jahres 2017“. Der Inhalt des Müslis schrumpfte mit dem Verweis auf eine vermeintlich verbesserte Rezeptur von 600 auf 500 Gramm. Das entspricht bei gleichem Preis einer versteckten Preiserhöhung von 20 Prozent. Gleichzeitig setzt Dr. Oetker dem neuen Früchtemüsli extra Zucker zu und verwendet weniger Vollkorn für die Herstellung. Auf den Plätzen zwei und drei unserer Online-Abstimmung, an der insgesamt 42.819 Verbraucher teilnahmen, folgen hinter dem Früchtemüsli die Mentos Pure White Kaugummis und der Milka Nussini Riegel. Weiterlesen

15. Dezember 2017: Grünländer und Hochland Käse: Weniger Inhalt, mehr Transparenz

Hochland verringert die Füllmenge bei Produkten seiner Käsemarken „Grünländer“ sowie „Sandwich Scheiben“ und „Bauernhof Scheiben“. Bei gleichem Preis (meist 1,99 Euro) ist der Käse dadurch nun bis zu 17 Prozent teurer. Es ist die zweite Füllmengenreduzierung für Grünländer-Käse in diesem Jahr. Ein auffälliger blauer Sticker auf der Packung weist jedoch erstmals auf die neue Menge hin. Das finden wir gut. Dass es jetzt weniger ist, steht allerdings nicht dabei. Bemerkenswert: Zum ersten Mal informierte uns eine Firma vorab über eine anstehende Preiserhöhung. Weiterlesen

1. Dezember 2017: Mogelpackung des Monats - Weichspüler „Vernel Soft & Oils“ von Henkel

Weniger drin und Preis höher, unterm Strich ergibt das eine drastische Preiserhöhung von 99 Prozent! Der Weichspüler „Vernel Soft & Oils“ von Henkel hat sich aus unserer Sicht die Negativauszeichnung „Mogelpackung des Monats“ redlich verdient. Weiterlesen

27. Oktober 2017: Bei Airwaves, Alpia Schokolinsen und Räucherscheiben von Kaufland wird getrickst

Versteckte Preiserhöhungen und kein Ende? Wieder haben uns Verbraucher viele Beispiele für besonders raffinierte Preiserhöhungen gemailt. Drei davon stellen wir hier vor: Bei den Airwaves Kaugummis von Wrigley´s und Alpia Schokorosinen von Stollwerck gibt es mehr Inhalt zum überproportional höheren Preis. Bei den Räucherscheiben von Kaufland ist weniger drin. Trotz Preissenkung ist das Produkt aber unter dem Strich teurer. Kaufland und Stollwerck verweisen auf verbesserte Rezepturen. Warum aber zusätzlich die Füllmengen verändert werden müssen, was für Verwirrung sorgt, hat uns niemand schlüssig erklärt.

4. Oktober 2017: Füllmengenkarussell mit den Mars Minis

Bei den Packungen mit den „Minis“ der Marken Mars, Bounty, Milky Way, Twix sowie Snickers von der Mars GmbH gibt es mal wieder eine versteckte Preiserhöhung. Bis zum Frühsommer 2017 lagen noch Packungen mit zwei unterschiedlichen Füllmengen in verschiedenen Supermärkten: zum einen 333 g Beutel - meist in großen Verbrauchermärkten und Discountern – sowie 250 g Beutel in „normalen“ Supermärkten wie Rewe und Edeka. Jetzt gibt es fast einheitlich nur noch 303 g Plastikbeutel. Das hat sich offensichtlich für alle Seiten gelohnt und die Verbraucher bezahlen die Zeche. Denn bei vielen Händlern ist bei dieser Rochade der Preis kräftig gestiegen. Bis zu 10 Prozent beträgt die versteckte Preiserhöhung.
Die Mars „Minis“ sind der Inbegriff für versteckte Preiserhöhungen durch Füllmengenänderungen. Insgesamt fünfmal in rund acht Jahren hat der Konzern Mars diese Masche angewendet: Von 250 g über 235 g, 221 g, 200 g, 250 g auf jetzt aktuell 303 g. So lautet die Reihenfolge der Füllmengen in diesem Zeitraum. Der Preis stieg in diesem Zeitraum dabei um bis zu 36 Prozent.
Zwar teilte Mars der VZHH auf Anfrage mit, dass es die „alten“ 250 Gramm Beutel weiterhin gibt: „ (…) Dabei scheint aber zunächst ein Missverständnis vorzuliegen: Es gibt zwei Verpackungsformate, den kleinen Minis-Beutel mit 250 Gramm sowie den großen Minis-Beutel mit 303 Gramm. (…)“. Wir haben aber in rund 20 Supermärkten keinen einzigen 250 g Beutel gefunden.

13. September 2017: Milka Großtafeln sind die Mogelpackung des Monats

Einige Milka-Großtafeln sind von 300 auf 280 oder sogar 270 Gramm geschrumpft. Bei gleichem Preis sind sie damit um bis zu 11,1 Prozent teurer. Die Krux: Design, Verpackung und Größe haben sich quasi nicht verändert. Die Tafeln sind jetzt nur wenige Millimeter dünner. Doch niemand kann das mit der Verpackung drumherum erkennen. Da hat die Marketingabteilung des Konzerns „gute Arbeit“ geliefert. Welche Sorten betroffen sind? Der Konzern blieb uns eine Antwort schuldig. Bei vier Sorten können wir die Schrumpfung zweifelsfrei nachweisen... Weiterlesen  

18. August 2017: Mentos Kaugummi – Hersteller schrumpft Inhalt und schwindelt

Bei den zuckerfreien „mentos pure white“ Kaugummis wurde drastisch die Anzahl der Dragees reduziert. Das haben uns Verbraucher im Frühjahr 2017 gemeldet. Statt 50 Stück sind jetzt in der gleichen Plastikdose nur noch 35 Stück drin. Bei gleichem Preis ist das eine deftige versteckte Preiserhöhung von 43 Prozent bezogen auf die Stückzahl. Zwar sind die einzelnen Dragees schwerer – statt 1,5 Gramm sind es jetzt 2 Gramm - das nützt aber wenig, denn die Kunden werden sicherlich die neuen Dragees nicht teilen. Besonders dreist verhielt sich der Hersteller Perfetti Van Melle in seiner Stellungnahme. Auf unsere Anfrage antwortete die Firma, dass die Rezeptur verbessert wurde: „(…) wurden Gelatine, Schellack und der Farbstoff Titandioxid aus dem Produkt genommen (…)“. Wir haben die Zutatenlisten der vorliegenden alten und neuen Packung verglichen. Nur Shellack wurde in der neuen Packung herausgenommen, Gelatine und Titandioxid waren auch schon in der alten Packung nicht drin. Auf diesen Widerspruch von uns angesprochen, schwieg die Firma hartnäckig. Das ist ein schwaches Bild!

05. Juli 2017: Choclait Chips von Nestlé weiter auf Schrumpfkurs - Wir suchen die 125-Gramm-Packung!

Nestlé schrumpft erneut seine Choclait-Chips-Packung - lediglich 115 Gramm gibt's seit ein paar Monaten fürs gleiche Geld. 2010 waren es immerhin noch 147 Gramm, dann 135 und zuletzt 125 Gramm. Bei einem oft unveränderten Preis von 1,99 € kosten die Chips durch die Schrumpfaktionen heute fast 30 % mehr als vor 7 Jahren. Für unsere Fotogalerie fehlt uns leider die vorletzte Packung mit einer Füllmenge von 125 Gramm. Wer hat noch ein Exemplar zu Hause? Ob leer oder gefüllt, ist uns egal – wir freuen uns über Einsendungen an Verbraucherzentrale Hamburg, Stichwort: Nestlé Mogelpackung, Kirchenallee 22 in 20099 Hamburg. In unserem Archiv haben wir nur die Vorgängermodelle gefunden, dabei hätten wir gerne eine vollständige Sammlung. 

20. Juni 2017: Milka Nussini Waffeln sind Mogelpackung des Monats

Der Hersteller Mondelez hat die Füllmenge des Milka Nussini-Riegels reduziert – bei unverändertem Verkaufspreis im Handel versteht sich – und spart zusätzlich noch jede Menge an der wichtigsten Zutat ein. Diese Masche wird durch einen sogenannten Produktrelaunch gut getarnt, bei dem die Aufmachung der Verpackung modernisiert wurde. Grund genug für uns diese beliebte Süssigkeit zu unserer Mogelpackung des Monats zu machen. Weiterlesen

20. Juni 2017: Die „Füllmengenerosion“ bei den Schokoladentafeln von Milka

Doch das ist nicht der einzige „Streich“ von Mondelez. Wir haben uns auch mal die Tafeln Schokolade von Milka näher angeschaut. Auch da gibt es „Füllmengenerosionen“ bei verschiedenen Sorten. Die Zahlen 93-90-87-81 sorgen für Verärgerung. Nein, das sind keine unsinnigen Körpermaße, es sind neue Füllmengen bei Milka! Über Jahrzehnte galt das ungeschriebene Gesetz: Eine Tafel Schokolade enthält 100 Gramm. Mondelez untergräbt diesen Grundsatz immer häufiger und zwar in der gleichen Verpackung wie die 100 Gramm Milka-Tafeln und ohne besonderen Hinweis auf der Schauseite. Die neueste Kreation „Waves“ in Wellenform ist besonders dreist.

13. Juni 2017: Taschenspielertricks mit Markenjoghurts bei Discountern

Geben Kühe neuerdings zu wenig Milch? Wer bei Penny oder Netto bekannte Markenjoghurts in den Einkaufswagen legt, könnte das glauben: Die Fruchtjoghurts von Landliebe sowie verschiedene Sorten der beliebten Marke Almighurt von Ehrmann werden bei den Discountern nur "geschrumpft" verkauft und zwar im Plastikbecher oder im Einwegglas. Als hätten wir nicht schon genug Plastikmüll und Einwegverpackungen! Leider werden die bewährten Mehrweggläser aus dem Supermarkt im Discounter nicht angeboten. Was genau hinter dieser "Umweltsünde" steckt und warum auch preislich die Discounterware eher als Füllmengen-Trickserei einzustufen ist, erfahren sie hier. Weiterlesen
 

6. Juni 2017: Lion Karamell & Schoko Knusper-Müsli ist geschrumpft

Nur noch 300 statt 350 Gramm stecken in der neuen Packung des „Lion Karamell & Schoko“ Knusper-Müslis von Nestlé. Bei identischem Preis führt das zu einer versteckten Preiserhöhung von 17 Prozent. Das ist ein Ärgernis! Aber: Wir können uns eigentlich auch ein bisschen freuen, denn dieses Müsli ist eine echte Zuckerbombe. Die neue Packung enthält statt 92 Gramm „nur“ noch 79 Gramm. Wir haben uns das Zutatenverzeichnis dieses „Zuckermüslis“ genauer angeschaut. Weiterlesen
 

23. Mai 2017 Erdnusslocken sind Mogelpackung des Monats

Verschiedene Sorten Erdnusslocken der Firma Lorenz Bahlsen Snack-World wurden klammheimlich in der Füllmenge reduziert. Der Preis im Handel blieb unverändert. Mit dem gleichen Trick hat der Konzern im letzten Jahr bereits den Preis seiner Crunchips nach oben gesetzt. Die vielen Proteste stören Lorenz Bahlsen offensichtlich nicht; das Unternehmen schiebt eine fadenscheinige Begründung für die versteckte Preiserhöhung vor. Weiterlesen
 

13. April 2017: Whiskas setzt Katzen auf Diät

Zum Glück brauchen Osterhasen kein Futter, denken sich bestimmt viele Katzenbesitzer. Bei mehreren Sorten des Trockenfutters von Whiskas hat der Hersteller Mars Petcare die Füllmenge von 950 auf 800 Gramm reduziert. Das Futter kostet dadurch knapp 20 Prozent mehr.
Die Ausrede von Mars: Es war „der Wunsch der Verbraucher erkennbar, Trockenfutter in kleineren Packungsgrößen zu kaufen“. Mit dieser Floskel hat uns Mars schon mehrfach abgespeist. Bei der Mirácoli Pasta Sauce im letzten Jahr hieß es, „dass eine kleinere Glasgröße gewünscht wird.“ Und bei Pedigree 2015: Die Füllmengen „werden regelmäßig an die Verbraucherbedürfnisse angepasst“. 2009 antwortete Mars zum Frolic Hundefutter: “Bei der Umstellung haben wir uns (…) voll und ganz an den Wünschen und Bedürfnissen der Verbraucher orientiert. Es hat sich gezeigt, dass die Mehrheit der Konsumenten eine Mengenreduzierung einer Preiserhöhung vorzieht...“
 

7. April 2017: Die Käsemarken „Grünländer“ und „Patros“ von Hochland sind Mogelpackung des Monats

Premiere: Die Käsemarken „Grünländer“ und „Patros“ – beide von Hochland – sind unsere Mogelpackung des Monats. Zum ersten Mal zwei Lebensmittel einer Firma. Das liegt aber auf der Hand, denn die Masche ist dieselbe: Weniger drin, Preis gleich – und besonders dreist: Verbraucher können es kaum erkennen. Die Packungen sind in Aufmachung, Größe, Anzahl der Scheiben exakt gleich – eben nur mit weniger Inhalt! Und das war nicht das erste Mal, dass der Käseriese mit diesem Trick seine Kunden über den Tisch ziehen will. Der Hersteller präsentiert in einer Stellungnahme Ausreden. Weiterlesen
 

3. April 2017: Mengen-Roulette bei Pampers Windeln

Procter & Gamble hat mal wieder zugeschlagen und Windeln aus den Packungen „geklaut“. Diesmal ist die Zweitmarke „Pampers simply dry“in der orangefarbenen Verpackung betroffen, die nun „sleep & play“heißt. In der Jumbopackung der Größe 5 stecken nur noch 60 Stück statt wie bisher 66 Stück. Bei identischem Preis entspricht diese Füllmengenreduzierung einer Preiserhöhung von 10 Prozent. Andere Größen und Packungen sind auch betroffen – wenn auch weniger stark. Procter & Gamble begründet die Preiserhöhung mit einer Produktverbesserung:

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Bei der anderen Pampers-Marke „baby-dry“ hat der Konzern nach einer jahrelangen Schrumpfkur - die Anzahl der Windeln in den Packungen der Größe 4 fiel innerhalb von rund acht Jahren von 47 auf 30 Stück - erstmals die Menge der Windeln wieder angehoben. Nun gibt es vier Windeln mehr pro Packung. Auch der Verkauf von Pampers-Windeln bei Aldi hat zu Preissenkungen geführt.
 

3. März 2017: Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker ist Mogelpackung des Monats

Die wenig schmeichelhafte Auszeichnung hat sich das Produkt redlich verdient. Denn der Hersteller Dr. Oetker hat nicht nur klammheimlich die Füllmenge von 600 auf 500 Gramm reduziert, sondern auch noch die Rezeptur „verschlimmbessert“. Zugesetzter Zucker und weniger Vollkorn werden als „verbesserte Rezeptur“ verkauft. Und dafür sollen Verbraucher nun 20 Prozent mehr zahlen? Einziger Lichtblick: der Verzicht aufs Aroma. Weiterlesen
 

20. Februar 2017: Füllmengenkarussell beim Waschmittel Ariel

Procter & Gamble füllt mehr Waschmittel in seine Ariel-Packungen – 18 Waschladungen beim Waschpulver und 20 beim Flüssigwaschmittel. Bislang waren es 14 bzw. 15 Waschladungen. Ein Grund zur Freude? Eher nicht, denn der Konzern hat in den zurückliegenden Jahren mehrmals die Füllmenge der Ariel-Packungen reduziert. Die neuen alten Packungsgrößen gingen 2012 bereits über die Ladentheken. Außerdem wurde der Preis in etlichen Geschäften überproportional erhöht, sodass das Waschmittel unterm Strich teurer wurde. Alle weiteren Informationen zu dieser versteckten Preiserhöhung. Weiterlesen 

23. Januar 2017: Evian Mineralwasser ist die Mogelpackung des Jahres 2016

Die Mineralwassermarke Evian von Danone Waters ist die Mogelpackung des Jahres 2016. Das haben über 23.000 Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden, die vom 4. bis 22. Januar 2017 bei unserer Online-Abstimmung mitgemacht haben und das Produkt mit einem Ergebnis von 38,3 Prozent unter fünf Kandidaten zum Sieger kürten. Auf dem zweiten Platz landeten mit 35,1 Prozent die Choco Crossies von Nestlé.Den dritten Rang erreichten abgeschlagen mit 10,1 Prozent die Crunchips von Lorenz Bahlsen Snack-WorldAlle weiteren Informationen zum Ergebnis der „Wahl zur Mogelpackung des Jahres“.
 

14. Dezember 2016: Milka schrumpft den Weihnachtsmann

Mondelez hat ganz pietätslos den Milka-Schokoladen-Weihnachtsmann „Alpenmilch“ geschrumpft: von jeweils 210, 130 und 60 Gramm im letzten Jahr auf 175, 100 und 50 Gramm! Das entspricht bis zu 23 Prozent weniger „Lebendgewicht“. Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent sind fällig.

Wir sagen es mal in drastischen Worten: Die Mondelez-Manager haben den Milka-Weihnachtsmann kaltblütig geköpft, eingeschmolzen, in eine neue, viel zu kleine Form gepresst und ihn auch noch in einen Lila-Mantel gesteckt. Diese Misshandlung ist ein Fall für die Weihnachtsmannrechtskommission! Mondelez darf nicht ungeschoren davonkommen.

Was sagt Mondelez zu unseren Vorwürfen? So richtig mit der Sprache rücken die Verantwortlichen nicht heraus. Kein Wort über die Diät des Weihnachtsmanns, nach der wir den Konzern gefragt hatten.

Doch wir sehen auch die vielen „Vorteile“ der Schrumpfkur, die Mondelez bestimmt für seine Kunden im Sinn hatte: weniger Mineralölrückstande, weniger Verpackungsmüll, weniger Zucker und damit weniger Speckröllchen, die nach Weihnachten abtrainiert werden müssen. Weiterlesen 

21. November 2016: King's Crown Tee: Günstiger – und doch teurer

Die Teebeutel-Sorten der Eigenmarke King's Crown von Rossmann scheinen günstiger geworden zu sein: Statt 99 Cent wie bis vor einigen Monaten kostet die Packung nur noch 89 Cent. Doch die vermeintliche Preissenkung entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als Preiserhöhung. Rossmann hat nämlich mit dem neuen Preis still und leise 5 Teebeutel aus der Packung genommen. Jetzt werden nur noch 20 statt wie bisher 25 Teebeutel verkauft und zwar bei allen 17 Sorten von King's Crown - so Rossmann. Unterm Strich entspricht das einer Preiserhöhung von 12 Prozent, über die sich viele Teetrinker bei uns beschwert haben.

Domol Weichspüler: viel teurer durch neue Rezeptur?

Auch über den Weichspüler (s. Bild links; Bildquelle: Rossmann online) der Marke Domol – ebenfalls aus dem Hause Rossmann – haben sich Verbraucher wegen einer versteckten Preiserhöhung beschwert. Die einzelne Flasche enthält nur noch einen Liter Weichspüler; früher waren es 1,5 Liter. Bei einem identischem Preis von 0,99 Euro entspricht das einer Preiserhöhung von 50 Prozent!

Wir haben Rossmann nach dem Grund für den Preisanstieg gefragt. Man teilte uns mit: „Der neue „domol-Weichspüler“ im 1-Liter-Gebinde ist ein neues Produkt, bei dem höherwertige Parfüm-Öle und verbesserte Weichmacher zum Einsatz kommen. Die alte Rezeptur wurde damit abgelöst." Nachprüfen kann man das praktisch nicht. Und wir fragen uns, warum nicht einfach bei identischer Füllmenge der Preis erhöht wurde. Das wäre ehrlicher und für alle Käufer transparenter.

8. November 2016: Toblerone in Großbritannien mit weniger Gipfeln

Mondelez hat in Großbritannien ein Eigentor geschossen. Die Toblerone wurde von 400 auf 360 Gramm geschrumpft und wird für die Insel jetzt nur noch mit 9 statt wie bisher mit 12 Gipfeln produziert. Die Empörung ist groß und mal ehrlich, ein bisschen blöd sieht das schon aus. Liebe Mondelez-Manager, falls Sie in Deutschland ähnliches mit der Milka-Schokolade vorhaben sollten, hätten wir einen innovativen Vorschlag. Mit kleinen Guckfenstern könnte mal allerlei Späße treiben, oder? 

Übrigens: Die „Mogeltoblerone“ wurde auch schon in Deutschland gesichtet. Am Frankfurter Flughafen im Duty-Free-Bereich hat ein Verbraucher die 360-Gramm-Packung zum Preis der alten 400-Gramm-Schokolade erstanden.

2. November 2016: Mogelpackung des Monats November: Mirácoli Pasta Saucen

Wer kennt ihn nicht, den legendären Werbespruch „Mirácoli ist fertig...“. Jetzt müsste es aber heißen: „Mirácoli ist geschrumpft“. Deshalb sind die Tomatensaucen von Mirácoli unsere „Mogelpackung des Monats“. Doch wer ist verantwortlich für den Preisanstieg? Mars hält eine interessante Erklärung für uns bereit. Weiterlesen 

30. September 2016: Mogelpackung des Monats Oktober: Lenor Waschmittel

Die neuen Waschmittelsorten von Lenor (Procter & Gamble) sind gemeinsam die „Mogelpackung des Monats“. Nicht nur, dass weniger drin ist in den optisch aufgepeppten Packungen. Nein, zusätzlich wurden auch noch im Handel die Preise erhöht. Unterm Strich kam es zu einer Preiserhöhung von bis zu 36 Prozent! Procter & Gamble erklärt das mit einer „verbesserten Rezeptur“. Das wäre auf jeden Fall bitter nötig, denn auch die Stiftung Warentest erteilt dem „alten“ Lenor Colorwaschmittelpulver eine Abfuhr. Bewertung im aktuellen Heft: „Mangelhaft“. Weiterlesen

23. September 2016: Spülmittel Fairy - Mehr drin für viel mehr Geld!

Achtung, Preiserhöhung! Mehr drin, aber viel teurer: Das ist die aktuelle Masche von Procter & Gamble beim Geschirrspülmittel „Fairy“. Auf der neuen Flasche prangt der Hinweis „Neue Größe – mehr Inhalt“. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Verschwiegen wird dabei, dass das Produkt überproportional teurer geworden ist. Zum Beispiel bei der Hamburger Drogeriekette Budni: Statt 1,19 Euro für 450 Milliliter müssen Verbraucher jetzt 1,99 Euro für 500 Milliliter bezahlen. Das entspricht einer Preissteigerung von 50(!) Prozent. Wir finden das „UNFAIRY“!

19. August 2016: Careful statt Carefree. Weniger drin zum höheren Preis!

„Doppelte“ Preiserhöhung bei den Slipeinlagen der Marke Carefree von Johnson & Johnson: Zum einen ist in jeder Packung weniger drin (56 statt 58 Stück), zum anderen drehten Einzelhändler wie etwa Aldi Nord kräftig an der Preisschraube. Bis zu 46 Prozent ist das neue - laut Hersteller „optimierte“ Produkt - jetzt unterm Strich teurer. Besonders interessant dabei: Hersteller und Händler schieben sich gegenseitig die Verantwortung für diese deftige Preiserhöhung zu. Doch lesen Sie selbst, was die beiden Schwergewichte der Branche dazu zu sagen haben. Weiterlesen

25. Juli 2016: Choco Crossies schon wieder kleiner

Die Menge in den Choco Crossies von Nestlé sind seit 2010 deutlich geschrumpft: von 200 über 180 und 160 auf jetzt 150 Gramm pro Packung. Ein wenig muss Nestlé schon das schlechte Gewissen plagen, denn zum ersten Mal plaziert der Weltkonzern deutlich die neue Füllmenge von "2*75g" auf der Schauseite, sonst war die Füllmenge trotz Reduzierungen nur auf der Rückseite im Kleingedruckten zu lesen. Da sich die Packungen aber im Design und in der Größe kaum verändert haben, fällt Schrumpfung praktisch nicht auf. Auf Anfrage erklärte Nestlé Deutschland: "(...)Die Rohstoffpreise für Kakaobutter und insbesondere Mandeln sind deutlich gestiegen(...)". Das ist aber aus unserer Sicht nur die halbe Wahrheit, denn vor sechs Jahren (2010) waren zumindest die Weltmarktpreise für Kakao genauso hoch!

Zusätzliche Preiserhöhung im Handel

Zwar ist die versteckte Preiserhöhung im letzten Schritt moderat. Bei identischem Preis kommen da "nur" knapp 7 Prozent zusammen. Vergleicht man die Preise über die ganzen gut sechs Jahre, ist das aber eine andere Hausnummer: Die älteste Packung mit 200 Gramm haben wir zu einem Preis von 1,79 Euro erstanden. Aktuell liegen die Preise bei 1,99 Euro, manchmal sogar bei 2,09 € für 150 Gramm. Vergleicht man diese Preise, kommt eine satte Preiserhöhung von bis zu 56 Prozent zusammen. Zum Vergleich: die allgemeine Inflationsrate lag für diesen Zeitraum bei knapp 8 Prozent.

19. Juli 2016: Mogelpackung des Monats Juli: Coral Vollwaschmittel Color+

Unsere Mogelpackung des Monats Juli ist das Coral Vollwaschmittel Color+ von Unilever. Das Produkt ist fast 45 Prozent teurer als sein Vorgänger, vor allem weil die Füllmenge von 20 auf 16 Waschladungen pro Flasche reduziert wurde. Auch wenn Unilever seine Hände in Unschuld wäscht und von einer Produktneueinführung spricht, haben wir etliche Beschwerden zu dem Waschmittel erhalten. Warum wir meinen, dass das Coral Waschmittel tatsächlich eine Mogelpackung ist, erklären wir hier. Weiterlesen

4. Juli 2016: Monte Snack: Halbe Menge, aber kein halber Preis

Monte Snack von Zott gibt es bei Penny jetzt im 4er Pack statt wie bisher mit 8 Stück pro Verpackung. Dieses Mal scheint es so, dass der Handel an der Preisschraube dreht. Zott hat uns versichert, dass seit März 2016 beide Größen nebeneinander angeboten werden. Penny (Rewe) hat sich jetzt wohl für die kleinere Sammelpackung und die höhere Marge entschieden. Statt „Halbe Menge zum Halben Preis“ gibt es nämlich einen saftigen Aufschlag von 20 Prozent. Die Rewe Group erklärte uns dazu, dass die Kunden die 8er Packung für „zu groß“ empfunden haben. Darüber hinaus können „kleinere Packungen nicht linear preiswerter“ werden. Das können wir in diesem Fall nicht nachvollziehen, im Gegenteil: Die kleine Packung wird nur mit zwei Aufklebern zusammengehalten, während die große Packung in einem Extra-Karton steckt. Von höheren Verpackungskosten kann hier nicht die Rede sein!

6. Juni 2016: Mogelpackung des Monats Juni: Evian von Danone Waters

Danone Waters hat bei dem Mineralwasser Evian eine drastische Preiserhöhung von rund 50 Prozent durchgesetzt, indem zum einen die Füllmenge reduziert und zum anderen der Preis im Supermarkt erhöht wurde. Warum aber soll das „Premiumwasser“ aus derselben Quelle plötzlich soviel mehr kosten? Die Erklärungsversuche von Danone sind wirklich verblüffend. Lesen Sie mehr zu dieser dreisten Mogelpackung. Weiterlesen

4. Mai 2016: Mogelpackung des Monats Mai 2016: Lorenz Crunchips

Warum die Chipstüte jetzt schneller leer ist

Sie essen gerne Crunchips von Lorenz Bahlsen und haben sich in den letzten Tagen darüber gewundert, dass die Tüte irgendwie schneller leer gegessen war als noch vor ein paar Wochen? Dann schauen Sie mal auf den kleinen unscheinbaren „Eindruck“ mit der Füllmenge und dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Dort steht seit kurzer Zeit nicht mehr 200 Gramm, sondern 175 Gramm. Das Unternehmen hat also klammheimlich die Füllmenge seiner Chips-Packungen reduziert. Hier lesen Sie mehr über den Fall und warum, dieser versteckten Preiserhöhung wirklich schwer auf die Schliche zu kommen ist. Weiterlesen

15. April 2016: Der Preistrick mit dem Füllmengenkarussell

Erst geht's mehrfach runter, dann wieder rauf – statt 15 Waschladungen gibt es wieder 20, statt 200 Gramm Schokolade wieder 250. Doch hinter dem vermeintlichen Produktvorteil einer größeren Packung stehen deftige Preiserhöhungen, denen Verbraucher kaum auf die Schliche kommen. Wir zeigen Ihnen anhand aktueller Beispiele von Persil, Spee, Weißer Riese sowie Mars, wie die Hersteller zu ihren Gunsten an der Preischraube drehen. Lassen Sie sich nicht hinters Licht führen! Weiterlesen

1. April 2016: Mogelpackung des Monats Choco Crossies XXL: Alles doppelt, nur nicht der Inhalt

Die Choco Crossies XXL von Nestlé sind unsere aktuelle Mogelpackung des Monats. XXL steht in diesem Fall für die Leere im Karton, denn Nestlé versucht mit einer doppelt so großen Verpackung mehr Inhalt vorzugaukeln. Wer jetzt meint, er bekäme auch doppelt so viel für sein Geld, der hat die Rechnung ohne Nestlé gemacht – statt 320 Gramm gibt es nur 260 Gramm „Knusperschokolade“. Packt man alles richtig aus, offenbart sich die ganze Misere. Geschätzt sind rund 50 Prozent der Packung reinste Luft. Zusätzlich haben wir in unserem Archiv nach „älteren“ Choco Crossies-Packungen gestöbert. Das Fazit: Es gab mal deutlich mehr „Knusperpralinen“ fürs Geld. Mehr zum Fall Choco Crossies: Weiterlesen 

16. März 2016: Schrumpfpackung Milasan

Versteckte Preiserhöhung beim Milasan Milchpulver: Die Anfangs- und Folgemilch von Milasan hat eine neue Rezeptur. Für Hersteller und Handel Grund genug, kräftig an der Preisschraube zu drehen: Zwar ist der Preis pro Packung zum Beispiel bei Rossmann in verschiedenen Filialen von 4,85 Euro auf 4,45 Euro oder sogar 4,25 Euro gefallen, die Füllmenge schrumpfte aber gleichzeitig von 800 auf nur noch 500 Gramm. Das Perfide: Die Packung scheint auf den ersten Blick gleich groß zu sein, denn die Größe der Schauseite blieb fast unverändert, nur die Tiefe der Packung wurde verringert. Versteckte Preiserhöhung: bis zu 46,8 Prozent!

2. März 2016: Mogelpackung des Monats Ariel Actilift – gar nicht sauber!

Bei mindestens vier Waschmitteltypen der Marke „Ariel Actilift“ hat Procter & Gamble (P&G) die Füllmenge reduziert, der Preis im Handel blieb dagegen gleich. Verbraucher zahlen so bis zu 7 Prozent mehr fürs gleiche Produkt, obwohl der für die Waschmittelproduktion wichtige Rohstoff Erdöl eigentlich viel weniger kostet. Weiterlesen

24. Februar 2016: Guhl gar nicht cool!

„25 % mehr Inhalt“ verspricht die Haarpflegemarke Guhl auf den Verpackungen ihrer Shampoos. Ein Grund zur Freude? Leider nicht! Denn für 50 ml mehr Shampoo in der Flasche sollen wir gleich 1 Euro obendrauf legen. So ist ein scheinbarer Produktvorteil doch tatsächlich eine versteckte Preiserhöhung. Laut unseren Recherchen sind alle Shampoo-Sorten von Guhl jetzt in größeren Flaschen erhältlich.

25. Januar 2016: Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson ist Mogelpackung des Jahres 2015

Die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson ist Mogelpackung des Jahres 2015. Das haben 26.132 Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden, die vom 4. bis 22. Januar 2016 bei unserer Online-Abstimmung mitgemacht haben und das Produkt mit einem Ergebnis von 32,6 Prozent unter fünf Kandidaten zum Sieger kürten. Auf dem zweiten Platz landete mit 25,4 Prozent das Kaffeegetränk Tassimo Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts. Den dritten Rang erreichte mit 20,2 Prozent die Kopfsteherflasche Curry Ketchup von Heinz. Abgeschlagen auf Platz vier und fünf kamen die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive und der Herta Finesse Schinken von NestléWeitere Informationen zum Ergebnis der Wahl „Mogelpackung des Jahres“

9. Dezember 2015: Alles neu beim Garnier Shampoo? Nein, nur teurer!

Alter Wein in neuen Schläuchen – auch beim Shampoo! L'Oréal verpasst dem Shampoo „natural beauty“ der Marke Garnier den neuen Namen „Wahre Schätze“, dazu neue Bildchen und andere Werbesprüche. Man könnte meinen, es sei ein neues Shampoo. Aber die Ingredienzien-Liste ist exakt gleich! Neu oder doch nicht neu, auf jeden Fall um 20 Prozent teurer, denn statt 300 ml sind bei gleichem Preis nur 250 ml in der Flasche. Will L'Oréal seine Kunden für dumm verkaufen? Wir haben nachgefragt, aber keine Antwort erhalten…

1. Dezember 2015: Mogelpackung des Monats Tassimo Latte macchiato - Jetzt mit Mogelmilch

Mogelmilch statt echter Milch im Latte macchiato – geht das? Nein! Deshalb ist der „Jacobs Latte macchiato classico“ der Marke Tassimo unsere Mogelpackung des Monats. Was es sonst noch an dem Produkt zu kritisieren gibt.  Weiterlesen

8. November 2015: Weihnachtsdiät dank Bahlsen

Bahlsen meint es dieses Jahr gut mit uns. Die Weihnachtsvöllerei hat ein Ende, denn die verschiedenen Stollen von Bahlsen haben „abgespeckt“. Statt 500 Gramm gibt es nur noch 400 Gramm pro Packung. Auch die Weihnachtsdose lockt nicht mehr mit einem Berg von Weihnachtsgebäck: Statt 500 Gramm im letzten Jahr werden nun übersichtliche 300 Gramm verkauft.
Da es sich um Saisonartikel handelt, ist die Preiserhöhung schwer zu ermitteln. Auf Basis der Preise von Online-Händlern konnten wir für den Mohnstollen einen Preisanstieg von 42,7 Prozent berechnen. Bei der Geschenkdose waren es immerhin 25 Prozent. Der Hersteller Bahlsen, der zum Preis Auskunft geben könnte, schweigt auf unsere Anfrage hin lieber oder belässt es bei inhaltslosen Allgemeinplätzen wie „Der Preis für die diesjährige Dose wurde, diese Veränderungen berücksichtigend, festgelegt“.

23. Oktober 2015: Schrumpfpackungen bei Seeberger

„Weniger drin“ bei vielen Seeberger Snacks aus dem Trockenfrüchte- und Nuss-Sortiment (siehe unten).

Soweit wie immer, aber das Unternehmen hat uns versichert, dass der Handel auch die „alten“ größeren Packungen noch ordern kann. Und trotzdem stehen die kleineren Packungsgrößen im Regal – zum selben Preis versteht sich. Wer gibt uns Verbrauchern hier eins auf die Nuss? Seeberger oder vielleicht doch die Supermärkte und Drogerien? Weiterlesen

25. September 2015: Mogelpackung des Monats Heinz Ketchup – jetzt in der Schrumpfflasche

Statt 500 Milliliter gibt es nur noch 400 Milliliter in der Kopfsteher-Squeezeflasche – bei zum Teil sogar leicht höherem Verkaufspreis. Das macht unter dem Strich eine versteckte Preiserhöhung von bis zu 28 Prozent. Auch bei anderen Ketchup-Sorten hat Heinz getrickst und die Füllmengen reduziert. Doch das Unternehmen redet sich raus und veräppelt uns Verbraucher sogar noch mit einer 25 %-Gratis-Aktion. Weiterlesen

20. September 2015 Lenor: Gericht stoppt irreführende Werbung

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble darf den konzentrierten Weichspüler seiner Marke Lenor nicht mehr mit dem herausgestellten Hinweis «+30 % mehr Wäschen pro Liter» bewerben. Das entschied das Landgericht Frankfurt am Main, nachdem wird das Unternehmen erst abgemahnt und dann verklagt hatten (Urteil vom 30. Juli 2015, Az. 2-03 O 19/15). Weiterlesen

26. August 2015: Mogelpackung des Monats Dentagard von Colgate Palmolive: An dm beißt sich der Biber die Zähne aus

Die Zahnpasta von Dentagard wird statt wie bislang in einer 100-ml-Tube nur noch im 75-ml-Gebinde verkauft – bei identischem Preis versteht sich. Eine deftige Preiserhöhung von 33,3 Prozent. Wir haben die Zahnpasta von Colgate-Palmolive daher zur Mogelpackung des Monats erklärt. Die Drogeriemarktkette dm will bei dieser Zahlentrickserei nicht mehr mitmachen. Was ist passiert? Weiterlesen

18. August 2015: Ausgetrickst mit Twix

Bei der „Limited Edition“ Twix white von Mars Deutschland scheint auf den ersten Blick alles gleich. Wie beim Klassiker – nur in weißer Umhüllung und als vornehme Sonderedition. Ein Schnäppchen oder ein besonderes Angebot für treue Kunden? Leider nicht, die Riegel in weiß sind geschrumpft, von 25 Gramm auf 23 Gramm. Kaum erkennbar – die Gewichtsangabe auf der Packung ist im Falz versteckt! Teilweise ist der Verkaufspreis im Handel gegenüber dem Klassiker sogar noch höher, so dass Twix white unterm Strich bis zu 20 Prozent teurer ist. Fies, oder?

17. Juli 2015: Mogelpackung des Monats

Bebe Kindercreme von Johnson & Johnson: Kleiner Spatz ganz schön teuer

Auf den ersten Blick hat sich an den Dosen der Bebe Zartpflege Kindercreme nichts geändert. Bis auf den Spatz, der „den Kleinen von seinen fröhlichen Entdeckungstouren“ erzählen soll. Doch der Piepmatz, der so unschuldig aussieht, hat's faustdick hinter den Ohren, denn mit ihm will der Konzern Johnson & Johnson von einer gewaltigen Preiserhöhung ablenken. Weiterlesen

1. Juni 2015: Mogelpackung des Monats Kaffeekapseln von Lidl: Viel Luft, viel Müll und wenig Kaffee

So luftig wie noch nie: 52 g (!) Kaffee in einer Schachtel so voluminös wie ein normales Päckchen Kaffee mit 500 g. Dazu ohne Ende Verpackungsmüll. Deshalb ist diese Luftpackung mit den Kaffeekapseln Azzurro Lungo „Bellarom” von Lidl unsere Mogelpackung des Monats. Weiterlesen

7. Mai 2015: Knorr Ketchup: Mehr Nachhaltigkeit, weniger drin, Preis gleich

Knorr Tomatenketchup enthält jetzt nur noch 430 ml statt vorher 500 ml – bei gleichem Preis. Das entspricht einer Preiserhöhung von 16,3 %. Die verarbeiteten Tomaten seien nachhaltiger geworden, so Unilever. Aber muss mehr Nachhaltigkeit mit weniger Inhalt einhergehen? Wir finden: Wenn schon Preiserhöhung, dann klar und sofort erkennbar. Die Antworten von Unilever auf unsere Fragen. Weiterlesen

10. April 2015: Maggis Mogelmaschen

Nestlé hat bei der Marke Maggi tief in die Trickkiste gegriffen: Ein Teller weniger Suppe, Carbonara jetzt ohne Schinken, Soße geschrumpft - und das alles zum gleichen Preis. Laut Nestlé in besserer Qualität. Wie finden Sie das? Ist das Mogeln oder bewundern Sie die Zauberkünstler bei Maggi? Weiterlesen

19. März 2015 Mars: Mehr Schokoriegel zu noch höherem Preis

Die Mars Riegel gibt es jetzt im 6er statt wie bisher im 5er Pack. Feine Sache, oder? Das „Geschenk“ müssen Verbraucher und Verbraucherinnen aber teuer bezahlen, denn die neue größere Packung kostet deutlich mehr als die Alte, z. B. bei Rewe statt 1,79 Euro jetzt 2,49 Euro pro Packung. Das entspricht – trotz einem Riegel mehr – einer Preiserhöhung von 16 Prozent. Wer an der Preisschraube tatsächlich gedreht hat, bleibt aber unbekannt: Denn die Einzelhändler legen die Preise fest, der Hersteller ist für die Packungsgrößen verantwortlich. Letztendlich ist es auch egal, die Zeche müssen sowieso die Verbraucher bezahlen.

15. Februar 2015: Jetzt auch bei Katzenfutter: weniger drin, Preis gleich!

Warum soll es denn Katzenliebhabern besser ergehen als anderen Verbrauchern? Auch beim Katzenfutter werden versteckt die Preise erhöht. Bei der Marke „Sheba“ sind jetzt bei vielen Sorten in den kleinen Schalen statt wie bisher nicht mehr 100 g, sondern nur noch 85 g drin. Selbstverständlich ist der Preis von z. B. 0,49 Euro bei Edeka gleich geblieben. Damit ist etwa die „Sauce Speciale mit Kalbshäppchen“ um 18 Prozent teurer geworden. Legt man die neuen Fütterungshinweise des Herstellers zugrunde – 3 Dosen täglich aufgrund der Schrumpfpackung statt wie bisher 2,5 Dosen – benötigt man über 180 Packungen mehr pro Jahr. Das ergibt unterm Strich knapp 100 Euro Mehrkosten pro Katze und Jahr! Aber wir vermuten jedem Katzenfreund ist sein Haustier lieb und teuer. Auf unsere Anfrage schickte uns Mars Petcare folgende Stellungnahme.

31. März 2015: Mogelpackung des Monats Moment mal - Weniger drin, Preis gleich bei "Gerolsteiner moment"

"Entspannen & Genießen" verspricht Gerolsteiner auf den Getränken der Reihe "Gerolsteiner moment". Nach Entspannung wird vielen Käufern dieses Getränks aber nicht zu Mute sein, denn Gerolsteiner hat indirekt den Preis kräftig durch Füllmengenreduzierung erhöht.  Weiterlesen

24. Februar 2015: Mogelpackung des Monats: Pampers - das Verschwinden der Windeln geht weiter

Kein Scherz - Pampers did it again! Schon wieder hat Procter & Gamble Windeln aus den Pampers-Packungen verschwinden lassen. Die letzte versteckte Preiserhöhung liegt gerade mal ein Jahr zurück. Pampers ist daher unsere Mogelpackung des Monats Februar. Wir haben mal nachgerechnet, was diese versteckten Preiserhöhungen für die Geldbeutel junger Eltern bedeuten. Weiterlesen

28. Januar 2015: Unsere aktuelle Mogelpackung des Monats Iglo - gerührt, verführt, verärgert

Aus Iglo „Viva Italia!“ wurde „Gerührt & Verführt“ und bei uns hagelte es Verbraucherbeschwerden. Zwei neue Iglo-Nudelgerichte von Iglo sind daher unsere Mogelpackung des Monats. Statt 500 gibt es nämlich nur noch 350 Gramm der Tiefkühlkost bei gleichem Preis: Fast 50 Prozent mehr kosten die Iglo-Produkte in ihren neu gestalteten Verpackungen. Wie mit klangvollen Namen und aufgefrischtem Design Kasse gemacht wird... Weiterlesen

12. Januar 2015: Pampers ist Mogelpackung des Jahres 2014

Ihre Meinung war gefragt - Sie haben entschieden! Mit knapp 30 Prozent aller Stimmen geht die zweifelhafte Auszeichnung an Pampers. Alle Infos zu den Ergebnissen und den Kandidaten. Weiterlesen

4. Dezember 2014: Mogelpackung des Monats Nestlé: Sechs ist weniger als Fünf

Sechs statt fünf Schokoriegel bekommen die Verbraucher jetzt beim Kauf von Lion oder Nuts im Mehrfachpack von Nestlé. Und das zum selben Preis. Klasse, oder? Doch Nestlé zeigt, dass Sechs weniger als Fünf sein kann. Unsere Mogelpackung des Monats. Weiterlesen

10. November 2014: Mogelpackung des Monats Zahlenakrobatik mit Lenor

Procter & Gamble preist seinen neuen Weichspüler Lenor „Superkonzentrat” mit dem Etikett „+30 % mehr Wäschen" an. Doch die vermeintlich gute Nachricht entpuppt sich auf den zweiten Blick als eine versteckte Preiserhöhung. Unsere Mogelpackung des Monats. Weiterlesen

17. Oktober 2014: Mogelpackung des Monats Wo ist der Mozzarella?

Der Becher mit dem "Mozzarella di latte die Bufala" der Marke Galbani ist auf den ersten Blick sehr ansprechend. Ein Berg Mozzarella Kugeln läßt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen, man freut sich auf eine große Portion. Doch wer die Packung öffnet, den erwartet gähnende Leere. Weiterlesen

17. September 2014: Mogelpackung des Monats Oops! ... Henkel did it again

Erst vor einem halben Jahr hatten wir zahlreiche Produkte der Waschmittelmarken Persil, Weißer Riese und Spee zu unserer Mogelpackung des Monats gekürt. Nun sind wir erneut bei Waschmitteln von Henkel fündig geworden. Diesmal geht es um Großpackungen. Weiterlesen

11. August 2014: Mogelpackung des Monats Leer wie Leerdammer!

Wenn Leerdammer so weiter macht, sind die Käsepackungen bald leer. Denn: Der Hersteller, die Bel Deutschland GmbH, hat den Inhalt verschiedener Käsesorten wie „Leerdammer Original“, „Leerdammer Caractère“, „Leerdammer Léger Caractère“ und „Leerdammer Delacrème“ reduziert – bei unveränderten Preisen versteht sich. Weiterlesen

4. Juli 2014: Mogelpackung des Monats Minis jetzt zum Mega-Preis

Nestlé hat den Inhalt seiner Schokoladenprodukte „Smarties Mini“, „KitKat Mini“ und „Lion Mini“ kräftig reduziert – und die Preise natürlich unverändert gelassen. Weiterlesen

9. Mai 2014: Mogelpackung des Monats – Was für ein Käse!

Viel Karton, viel Plastik und viel Luft, aber eine sehr überschaubare Menge an Back-Camembert hat der Discounter Netto im Sortiment. Die Prestige Camembert Herzen von Bayernmilch sind daher unsere Mogelpackung des Monats Mai. Weiterlesen

1. April 2014: Abgefrühstückt von Kellogg's!

Das ist leider kein Aprilscherz. Kellogg's hat den Inhalt seiner „Kellogg's Corn Flakes Die Originalen“ und „Kellogg's Special K Classic“ kräftig reduziert. Die deftige Füllmengenreduzierung bei gleich bleibendem Preis dürfte vielen Menschen das Frühstück vermiesen. Weiterlesen 

28. Februar 2014: Keine saubere Sache bei Henkel

Zahlreiche Produkte der Waschmittelmarken Persil, Weißer Riese und Spee sind daher unsere Mogelpackung des Monats März. Henkel hat sowohl bei Pulver- als auch Flüssigwaschmitteln mit unveränderten Preisen im Handel die Füllmengen und damit die möglichen Waschladungen von 16 auf 15 reduziert. Weiterlesen

4. Februar 2014: So'n Schiet bei Pampers

Unsere Mogelpackung des Monats Februar 2014 sind die Windeln der Marke Pampers. Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat erneut bei unveränderten Preisen die Füllmengen seiner Windelpackungen reduziert. Dabei liegt die letzte versteckte Preiserhöhung dieser Art erst ein Jahr zurück. Weiterlesen

7. Januar 2014: Mogelpackung des Monats MitteLeerKüche von Iglo

Unsere Mogelpackung des Monats Januar ist die „Mittelmeerküche“ von Iglo – eine neue Produktlinie mit tiefgefrorenen Gemüsezubereitungen. In den Packungen ist deutlich weniger drin als bei vielen anderen Produkten der Marke Iglo. Nämlich nur noch 350 Gramm, so dass der Karton „halb leer“ aussieht. Andere Produkte der Marke Iglo enthalten in ähnlich großen Packungen in der Regel 480, 500 oder als Promotion sogar bis zu 528 Gramm GemüseWeiterlesen

4. Dezember 2013: Mogelpackung des Monats Haribos mit Zensurbalken

„Mogelpackung des Monats“ im Dezember ist der Color-Rado-Mix von Haribo. Bei der To-Go-Variante, die es in Automaten in Bahnhöfen oder Krankenhäusern in kleinen Tütchen in Sondergröße gibt, wurde einfach die Füllmenge von 100 Gramm auf 85 Gramm bei identischem Preis reduziert. Weiterlesen

1. November 2013: Mogelpackung des Monats Milka mogelt

„Mogelpackung des Monats“ im November 2013 sind die Pralinés von Milka, die zum Beispiel als „I love Milka“ oder „Alles Gute“ verkauft werden. Statt 125 Gramm wie bisher sind nur noch 110 Gramm in jeder Verpackung. Weiterlesen

Mai 2013: Bahlsen schneidet sich ein „ein Stück vom Kuchen“ ab

Bei den verschiedenen Sorten des bekannten Fertigkuchens „Comtess“ des Herstellers Bahlens fehlen seit einigen Wochen 50 Gramm. Bisher waren 400 Gramm in einer Packung, jetzt sind es nur noch 350 Gramm. Der Preis im Supermarkt bleibt derselbe, was einer versteckten Preiserhöhung von knapp 15 Prozent entspricht.

Als Begründung hat sich Bahlsen was Nettes einfallen lassen: Zum einen seien die Rohstoffkosten gestiegen. Zum anderen sei den Verbrauchern die 400-Gramm-Packung des leckeren Kuchens zu groß gewesen, sie hätten häufig nicht verzehrte Reste weggeworfen, erklärt Bahlsen einer Verbraucherin, die sich über die versteckte Preiserhöhung bei der Firma beschwert hatte. Deshalb komme Bahlsen dem Kundenwunsch nach und verringere das Füllgewicht. Ein Schelm, der dabei Böses denkt...

10. April 2013: Pampers – voll in die Hose

Weniger drin, Preis gleich: Pampers schießt den Vogel ab. Waren 2006 noch 47 Windeln in einer Packung, sind es heute nur noch 34. Über einen Zeitraum von sieben Jahren verringerte der Hersteller Procter & Gamble nach und nach die Füllmenge: Von 47 Windeln im Jahr 2006 auf  44 bis 2009, 40 bis 2012, 37 bis 2013 und heute 34 Windeln.

Macht Procter & Gamble so weiter, ist die Packung in 20 Jahren leer. Als besonders ärgerlich für Familien mit wenig Zeit zum Einkaufen, empfinden wir, dass die Packung jetzt vier Tage früher leer ist als vor sieben Jahren.

27. August 2012: Unilever will zukünftig günstigere Kleinpackungen verkaufen – ein Taschenspielertrick?

Unilever will „mehr günstigere Kleinpackungen statt nur teure Premium-Produkte“ anbieten und beruft sich zur Begründung auf die Krise in der EU und die wachsende Armut, so der Europa-Chef des Unternehmens Jan Zijderveld in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (FTD). Wenn die Leute ärmer sind und weniger Geld für einen Einkauf ausgeben, müsste eben die Waschmittelpackung auch kleiner sein, so der Unilever-Chef. Doch was ist, wenn es dadurch für die Armen in Wahrheit teurer wird? The poor pay more?

Denn bei geringeren Füllmengen in Verpackungen ist nach unseren Erfahrungen genaues Hinschauen geboten. Unsere Untersuchungen zeigen, Füllmengenreduzierungen sind bisher fast immer mit versteckten Preiserhöhungen verbunden. Das hängt zum einen damit zusammen, dass die Produktion von Kleinpackungen in der Regel kostenintensiver ist, zum anderen werden die Konzerne nicht freiwillig auf Marge verzichten.

Gerade in Krisenzeiten lassen sich Verbraucher von einem geringen Packungspreis zum Kauf verleiten, ohne zu überprüfen, wie teuer die Ware tatsächlich ist (Grundpreis). Vor allem Menschen mit einem begrenzten Budget für ihren Wocheneinkauf greifen nach den scheinbar günstigen Kleinpackungen, weil diese auf den ersten Blick das Portemonnaie weniger belasten. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Ratenkauf. Ein teures Produkt wird finanzierbar, wenn es in Raten bezahlt wird. Doch ist der Ratenkauf generell immer teurer als der Sofortkauf. Bekannte Marken können dieses Prinzip übernehmen, weil gerade bei ihren Produkten eine hohe Kundenbindung besteht.

Auch wenn in Deutschland bisher die Tendenz zu Kleinpackungen noch nicht besonders ausgeprägt ist, liegt das Papier schon in der Schublade, um es bei einer Rezession herauszuholen – allerdings ohne finanzielle Vorteile für Verbraucher. In Spanien und Griechenland wird die Kleinpackungsoffensive nach Angaben der FTD schon erfolgreich angewandt. Um das klarzustellen: Wir begrüßen prinzipiell das Angebot von Kleinpackungen, beispielsweise für Singles oder Senioren als Ergänzung zu Normalpackungen. Wir lehnen es aber ab, wenn die Produkte nur dazu genutzt werden, um versteckt die Preise zu erhöhen.

Übrigens: Auch der Konzern Mars Inc. hat vor kurzem Füllmengenreduzierungen angekündigt – aus gesundheitlichen Gründen. Packungen sollen zukünftig nicht mehr als 250 kcal beinhalten, das bedeutet für einige Produkte eine Füllmengenreduzierung. Dass die Abgabepreise an den Handel entsprechend angepasst werden, ist von dem Konzern nicht zu hören. Damit könnte das Unternehmen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Höhere Preise und ein besseres Gesundheitsimage.

Wir raten Verbrauchern: Vergleichen Sie immer genau den Grundpreis, damit Sie nicht auf Mogelpackungen hereinfallen!

Zusammenfassung früherer Untersuchungen

In den vergangenen Jahren haben wir den Markt immer wieder kritisch unter die Lupe genommen. Ausgewählte Ergebnisse dieser Untersuchungen können Sie den folgenden Übersichten entnehmen:

März 2012: Preisunterschiede bei Markenlebensmitteln

Nach zahlreichen Beschwerden verärgerter Verbraucher haben wir die Verkaufspreise von 18 Marken­lebens­mitteln bei 10 verschiedenen Einzelhändlern untersucht und Erstaunliches festgestellt. Je nach Füllmenge, die von Händler zu Händler variiert, konnten wir Preisunterschiede von bis zu 50 Prozent ausfindig machen – und das bei scheinbar gleichem Verkaufspreis pro Packung  Der Einzelhandel und die Lebensmittelindustrie arbeiten offenbar Hand in Hand, um gezielt zu verhindern, dass Sie sich als Verbraucher ein klares Bild vom Preis eines Produkts machen können.

Oktober 2011: Versteckte Preiserhöhungen bei Waschmitteln

Wir haben Waschmittel unter die Lupe genommen und sind fündig geworden. Unsere Stichprobenuntersuchung hat allein 24 versteckte Preiserhöhungen durch Füllmengenreduzierung bei den führenden Markenherstellern zu Tage gebracht.

April 2011: Inflation in kleineren Tüten

Zwei Jahre nach Freigabe der Füllmengen durch die EU geht die Schummelei nach dem Motto „Weniger drin, Preis gleich“ weiter. Gerade in den letzten Monaten erreichten uns besonders viele Verbraucherbeschwerden.

Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise suchen etliche Unternehmen offenbar ihr Heil in diesem Trick. So liegt der Grundpreis für das Persil Flüssigwaschmittel um mehr als 11 Prozent höher, weil die Füllmenge von 1,5 Liter auf 1,35 Liter bei gleichem Preis reduziert wurde. Bei den Süßigkeiten Mars Minis wurde die Füllmenge von 235 Gramm auf 221 Gramm verringert, was einer Preiserhöhung von gut 6 Prozent entspricht.

Wir befürchten mit steigender Inflation eine Zunahme dieser Mogelpackungen. Um preisstabil zu erscheinen werden die höheren Preise in kleineren Packungen versteckt.

April 2011: Der Trick mit der neuen Sorte

Ein weiterer Trend geht dahin, dass neue Sorten vieler Markenartikel mit geringerer Füllmenge und ähnlicher Aufmachung wie die Standardsorten angeboten werden. So gibt es seit Anfang April von Unilever die neue Margarine „Rama Unwiderstehlich!“ im 400-Gramm-Becher. Gegenüber der Standardsorte Rama mit 500 Gramm ist sie bei gleichem Packungspreis um 25 Prozent teurer. So genannte Schwellenpreise sollen bei Produkteinführungen nicht überschritten werden. Verbrauchern wird auf diese Weise suggeriert, dass das neue Produkt genauso teuer ist wie das bekannte. Die Zusammensetzung der Produkte unterscheidet sich oft nur marginal, z.B. etwas mehr Saft, etwas weniger Zucker oder etwas weniger Fett.

Ganz schwierig wird es für Verbraucher, Füllmengenreduzierungen auf die Schliche zu kommen, wenn Produkte ein Comeback feiern. So wie aktuell die Yes Torty von Nestlé: War es bis 2003 im 38-Gramm-Pack erhältlich, sind es im April 2011 nur noch 32 Gramm.

September 2010: Mogelpackungen der 2. Generation

Jetzt haben wir die ersten Produkte im Handel entdeckt, bei denen der Trick „Weniger drin – Preis gleich“ wiederholt bei ein- und demselben Produkt angewendet wurde. So reduzierte der Hersteller Procter & Gamble bei den Pringles Chips innerhalb von vier Jahren die Füllmenge von 200 Gramm über 170 Gramm auf aktuell 165 Gramm. Der Packungspreis blieb entweder gleich oder stieg in diesem Zeitraum bei etlichen Händlern sogar noch von 1,59 Euro auf 1,99 Euro an. Die Preiserhöhung kann sich dadurch auf insgesamt 52 Prozent belaufen. Auch bei Marken wie NiveaCalgonitund Somat wurden wiederholt versteckte Preissteigerungen entdeckt.

Wir nennen diese mehrstufigen Preissteigerungen Mogelpackungen der zweiten Generation. Vor allem Markenprodukte fallen nutzen diesen Trick und setzen so das Vertrauen ihrer Kunden aufs Spiel.

September 2010: Mehr drin, aber übermäßig teuer

Es werden immer mehr Produkte angeboten, bei denen die Füllmenge zwar erhöht wird, der Preis dazu aber überproportional steigt. So gibt es aktuell das Spülmittel Ultra Palmolive in 600-Milliliter-Packungen statt wie bisher mit 500 Millilitern, beworben auf dem Etikett „Neu + 20 % mehr Inhalt“. Der Preis stieg bei Rossmann von 0,85 Euro auf 1,65 Euro, was einer Preiserhöhung von 62 Prozent entspricht.

außerdem...

Ist das legal? 

Preiserhöhungen sind nicht verboten, es gilt Vertragsfreiheit. Wohl aber sind Mogelpackungen gesetzwidrig. Was im rechtlichen Sinne darunter fällt, ist oft schwierig festzustellen. Es gelten eichrechtliche Grundsätze, wonach die Packung mit der Reduzierung der Füllmenge schrumpfen muss und ein Hersteller nicht zu viel Luft in der Verpackung lassen darf. Doch wann diese Fälle im rechtlichen Sinne zur Mogelpackung werden, ist nur im Einzelfall bestimmbar.

Was soll man als Kunde tun, hilft der Grundpreis?

Tatsächlich ist der Packungspreis für Preisvergleiche letztlich uninteressant. Der Grundpreis hilft nur teilweise weiter, da er vom Handel nicht immer vorschriftsgemäß ausgezeichnet wird. Wir haben bei Supermarktbegehungen oft festgestellt, dass der Grundpreis fehlt, fehlerhaft oder unleserlich klein am Regal steht. In kleineren Geschäften, Kiosken oder an Automaten werden Sie gar keine Grundpreise finden.

Zusätzlich werden Defizite im Vollzug festgestellt. Seit der ersten Reform im Jahr 2000 sind die Eichbehörden nicht mehr für die Überprüfung der Grundpreise zuständig. In jedem Bundesland kümmert sich eine andere Behörde um die Überprüfung – oder auch nicht, denn Statistiken liegen dazu nicht vor. Verstöße gegen die Pflicht zur Grundpreisauszeichnung werden immer noch als Kavaliersdelikte angesehen.

Eine weitere Tücke: Der Grundpreis wird gesetzlich nur für Gewichts- und Volumenangaben verlangt. Für Produkte, die pro Stück abgegeben werden, etwa Feuchttücher und Toiletten­papier, ist er nicht vorgeschrieben.

EU-Lizenz zum Mogeln

Einen gewissen Schutz vor den Machenschaften der Hersteller bot bis April 2009 noch die Tatsache, dass für einige Produkte feste Verpackungsgrößen vorgeschrieben waren. Doch seit 11. April 2009 sind fast alle verbindlichen Mengenvorgaben für Lebensmittel entfallen, denn es wurde eine EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt.

Bis dahin konnten bestimmte Erzeugnisse in Fertigpackungen nur in den für sie festgelegten Füllmengen verkauft werden. Milch zwischen 0,5 und 1 Liter beispielsweise durfte nur in Fertigpackungen mit 0,5 Liter, 0,75 Liter und 1 Liter Inhalt in den Handel gehen. Diese festen Größeneinheiten für Milch, Wasser, Limonade, Fruchtsäfte, Zucker und Schokolade sind wegen des EU-Gesetzes weggefallen. Nur bei Wein, Sekt und Spirituosen bleiben feste Nennfüllmengen erhalten.

Schlagabtausch mit EU-Kommissar
EU-Kommissar Günter Verheugen warf uns am 16. September 2009 „Mogelei mit der angeblichen EU-Lizenz zum Mogeln“ vor und sagte, viele der in unserer Liste aufgeführten Produkte hätten gar nichts mit der ab April 2009 EU-bedingten Freigabe der Verpackungsgrößen zu tun. Doch hier baut der Kommissar einen Popanz auf. Denn wir haben niemals behauptet, dass alle in der Liste aufgeführten Produkte auf die EU-Liberalisierung zurückgehen. Vielmehr führen wir die Liste bereits seit Jahren, also lange vor der Freigabe der Verpackungsgrößen durch die EU.

Unsere Kritik
Unser Kritikpunkt war und ist: Durch die seit April 2009 geltende Freigabe der Verpackungsgrößen für Milch, Wasser, Limonade, Fruchtsaft, Zucker und Schokolade wird der Mogelei jetzt auch für wichtige, viel gekaufte Lebensmittel und Grund­nahrungs­mittel Tür und Tor geöffnet. Die Europäische Union gibt eine Lizenz zum Mogeln! Die Freigabe der Füllmengen ist aus Sicht der meisten Konsumenten verbraucherunfreundlich und erschwert den täglichen Einkauf. Eine Rücknahme der Freigabe ist daher dringend geboten.

Das schöne Beispiel Eis
Was anderenfalls passiert, zeigt die Entwicklung in Sachen Eis. Es war bis zur ersten EU-Reform im Jahr 2000 üblich, Eis in Fertigpackungen von 1000 Millilitern anzubieten. Seit der Reform sinken die Füllmengen stetig und 1-Liter-Packungen sind nur noch selten zu finden. Stattdessen bieten viele Markenartikler Verpackungen mit 900 Millilitern oder gar nur noch 850 Millilitern an.

Ratgeber